Foto: DerHexer · CC BY-SA 3.0
Weiße Seerose
Nymphaea alba
Königin der Teiche, schwimmt die Weiße Seerose mit ihren runden Blättern und reinweißen Blüten auf dem Wasser, im Schlamm verwurzelt, aber zum Licht gestreckt.
Eigenschaften
Eine Blume, die auf dem Wasser schwimmt
Die Weiße Seerose ist eine der schönsten und bekanntesten Wasserpflanzen Europas. Sie lebt in stehenden oder langsam fließenden Süßgewässern wie Teichen, kleinen Seen und Kanälen, wo sie ihre Wurzeln in den Schlamm des Grundes senkt, während Blätter und Blüten an der Oberfläche schwimmen. Die Blätter sind groß, rund und ledrig, mit einem Einschnitt, der sie herzförmig macht, und bilden grüne Teppiche auf dem Wasser. Die Blüten, reinweiß und duftend, mit zahlreichen spiralig um ein gelbes Zentrum angeordneten Blütenblättern, öffnen sich am Morgen und schließen sich am Abend.
Eine im Wasser verwurzelte Pflanze
Die Seerose ist perfekt an das Wasserleben angepasst. Vom kräftigen, am Grund verankerten Rhizom steigen lange, biegsame Stängel zur Oberfläche empor und tragen die Blätter und Blüten. Diese Struktur erlaubt ihr, selbst in tiefen Gewässern zu gedeihen, das Sonnenlicht an der Oberfläche zu nutzen und zugleich fest darunter verwurzelt zu bleiben. Es ist eine ausdauernde Pflanze, die im Herbst den oberirdischen Teil verliert und mit dem Rhizom am Grund überwintert.
Anbau im Garten
Die Weiße Seerose wird viel verwendet, um Gartenteiche und -becken zu schmücken. Sie braucht stehendes Wasser, einen sonnigen Standort und einen schlammigen Grund oder einen Behälter mit geeigneter Erde, in dem das Rhizom wurzeln kann. Sie sollte in angemessener Tiefe platziert werden, weder zu flach noch zu tief. Es ist eine robuste, kältebeständige Pflanze, die in gemäßigten Klimazonen im Freien überwintern kann. Neben ihrer Schönheit bietet sie Gewässern Schatten und Unterschlupf für Fische und andere Tiere.
Wissenswertes
Seerosen haben Künstler und Kulturen aller Zeiten fasziniert und wurden zum Sinnbild von Reinheit und Wiedergeburt, wegen der Art, wie sich die makellose Blüte aus Wasser und Schlamm erhebt. Ihr Bild kehrt in der Kunst wieder, von antiken Verzierungen bis zu den berühmten Gemälden des Impressionismus.
Schutz
Die Weiße Seerose ist weit verbreitet und gilt insgesamt nicht als bedroht, doch wie alle Wasserpflanzen hängt sie von der Gesundheit der Feuchtgebiete ab. Gewässerverschmutzung, das Trockenlegen von Teichen und die Veränderung von Süßwasserlebensräumen können ihr Vorkommen verringern. Teiche und Gewässer sauber zu halten ist wichtig für sie und für das gesamte Wasserökosystem.
Blütezeit
Praktische Tipps
Wasserbedarf: Wasserpflanze: lebt im stehenden Wasser getaucht — prüfe vor dem Gießen immer die Substratfeuchte.
Bevorzugt Volle Sonne: sorge für das richtige Licht und drehe die Pflanze für gleichmäßiges Wachstum.
Empfohlener Boden: Schlammiger Grund oder Behälter mit geeigneter Erde. Erneuere das Substrat alle 1-2 Jahre.
Wische die Blätter mit einem feuchten Tuch ab, um die Photosynthese zu fördern.
Dünge während der Wachstumszeit (Frühling-Sommer) und pausiere im Winter.
Vorteile
- Herrliche duftende weiße Blüten auf dem Wasser
- Robust und kältebeständig
- Bietet Fischen und Teichtieren Schatten und Unterschlupf
- Perfekt für Gartenteiche und -becken
Nachteile
- Erfordert ein stehendes Gewässer
- Kann sich stark ausbreiten und die Oberfläche bedecken
- Braucht angemessene Tiefe und Platzierung



