Frühlingsknotenblume
Leucojum vernum
Die Frühlingsknotenblume, auch Märzenbecher genannt, ist eine kleine Zwiebelpflanze mit einer einzelnen weißen Glockenblüte, deren Blütenblätter grün gespitzt sind.
Eigenschaften
Beschreibung
Die Frühlingsknotenblume, im Volksmund auch Märzenbecher genannt, ist eine kleine ausdauernde Zwiebelpflanze aus der Familie der Amaryllisgewächse. Aus jeder Zwiebel steigt ein 10–20 cm hoher Stängel, der in der Regel eine einzelne nickende, glockenförmige Blüte trägt, reinweiß, mit einem charakteristischen grünen (manchmal gelblichen) Fleck an der Spitze jedes ihrer sechs gleichen Blütenblätter. Die Blätter sind bandförmig und leuchtend grün. Sie gehört zu den ersten Blüten am Ende des Winters.
Lebensraum und Verbreitung
Sie stammt aus Mittel- und Südeuropa, von Belgien bis in die Ukraine, und ist in anderen Gebieten verwildert. Sie wächst in feuchten Laubwäldern, kühlen Wiesen und an Bachläufen, wo sie blühende Teppiche bildet, sobald sich der Schnee zurückzieht.
Anbau
Sie mag kühle, feuchte, humusreiche Böden, im Halbschatten oder in milder Sonne. Die Zwiebeln werden im Herbst gepflanzt und dürfen nie austrocknen. Häufiges Umpflanzen mag sie nicht: ungestört gelassen, vermehrt sie sich langsam zu breiten Horsten. Sie ist eine sehr winterharte Pflanze, die Frost gut übersteht.
Vorsicht
Wie viele Amaryllisgewächse enthält die ganze Pflanze und besonders die Zwiebel Alkaloide, die bei Verzehr Beschwerden verursachen können. Sie ist von Kindern und Tieren fernzuhalten und nie mit essbaren Zwiebeln zu verwechseln.
Wissenswertes
Die Knotenblume wird oft mit dem Schneeglöckchen verwechselt, doch es sind verschiedene Pflanzen: Das Schneeglöckchen hat drei lange äußere und drei kürzere innere Blütenblätter, während die Knotenblume sechs gleiche Blütenblätter hat, jedes mit seinem grünen Fleck. Die Knotenblume blüht meist etwas später und ist etwas höher.
Blütezeit
Praktische Tipps
Wasserbedarf: Regelmäßig, Boden nie trocken — prüfe vor dem Gießen immer die Substratfeuchte.
Bevorzugt Halbschatten oder volle Sonne: sorge für das richtige Licht und drehe die Pflanze für gleichmäßiges Wachstum.
Empfohlener Boden: Kühl, feucht, humusreich. Erneuere das Substrat alle 1-2 Jahre.
Wische die Blätter mit einem feuchten Tuch ab, um die Photosynthese zu fördern.
Dünge während der Wachstumszeit (Frühling-Sommer) und pausiere im Winter.
Vorteile
- Unter den ersten Blüten des Spätwinters
- Winterhart, übersteht Frost gut
- Verwildert zu schönen Blütenteppichen
Nachteile
- Bei Verzehr leicht giftig
- Mag häufiges Umpflanzen nicht
- Braucht stets kühlen Boden, leidet bei Trockenheit



