Blumen

Frühlingsknotenblume

Leucojum vernum

Die Frühlingsknotenblume, auch Märzenbecher genannt, ist eine kleine Zwiebelpflanze mit einer einzelnen weißen Glockenblüte, deren Blütenblätter grün gespitzt sind.

Eigenschaften

Wissenschaftlicher NameLeucojum vernum
Höhe10–20 cm
SonneHalbschatten oder volle Sonne
WasserRegelmäßig, Boden nie trocken
BodenKühl, feucht, humusreich
ToxizitätLeicht giftig: die Zwiebel enthält Alkaloide
WachstumLangsam, bildet mit der Zeit Horste
TemperaturSehr winterhart, frostfest
BlütezeitFebruar–April
BewässerungGleichmäßig bei Blüte, reduziert in Ruhe

Beschreibung

Die Frühlingsknotenblume, im Volksmund auch Märzenbecher genannt, ist eine kleine ausdauernde Zwiebelpflanze aus der Familie der Amaryllisgewächse. Aus jeder Zwiebel steigt ein 10–20 cm hoher Stängel, der in der Regel eine einzelne nickende, glockenförmige Blüte trägt, reinweiß, mit einem charakteristischen grünen (manchmal gelblichen) Fleck an der Spitze jedes ihrer sechs gleichen Blütenblätter. Die Blätter sind bandförmig und leuchtend grün. Sie gehört zu den ersten Blüten am Ende des Winters.

Lebensraum und Verbreitung

Sie stammt aus Mittel- und Südeuropa, von Belgien bis in die Ukraine, und ist in anderen Gebieten verwildert. Sie wächst in feuchten Laubwäldern, kühlen Wiesen und an Bachläufen, wo sie blühende Teppiche bildet, sobald sich der Schnee zurückzieht.

Anbau

Sie mag kühle, feuchte, humusreiche Böden, im Halbschatten oder in milder Sonne. Die Zwiebeln werden im Herbst gepflanzt und dürfen nie austrocknen. Häufiges Umpflanzen mag sie nicht: ungestört gelassen, vermehrt sie sich langsam zu breiten Horsten. Sie ist eine sehr winterharte Pflanze, die Frost gut übersteht.

Vorsicht

Wie viele Amaryllisgewächse enthält die ganze Pflanze und besonders die Zwiebel Alkaloide, die bei Verzehr Beschwerden verursachen können. Sie ist von Kindern und Tieren fernzuhalten und nie mit essbaren Zwiebeln zu verwechseln.

Wissenswertes

Die Knotenblume wird oft mit dem Schneeglöckchen verwechselt, doch es sind verschiedene Pflanzen: Das Schneeglöckchen hat drei lange äußere und drei kürzere innere Blütenblätter, während die Knotenblume sechs gleiche Blütenblätter hat, jedes mit seinem grünen Fleck. Die Knotenblume blüht meist etwas später und ist etwas höher.

Blütezeit

JanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez

Praktische Tipps

Bewässerung

Wasserbedarf: Regelmäßig, Boden nie trocken — prüfe vor dem Gießen immer die Substratfeuchte.

Standort

Bevorzugt Halbschatten oder volle Sonne: sorge für das richtige Licht und drehe die Pflanze für gleichmäßiges Wachstum.

Substrat

Empfohlener Boden: Kühl, feucht, humusreich. Erneuere das Substrat alle 1-2 Jahre.

Blätter

Wische die Blätter mit einem feuchten Tuch ab, um die Photosynthese zu fördern.

Düngung

Dünge während der Wachstumszeit (Frühling-Sommer) und pausiere im Winter.

Vorteile

  • Unter den ersten Blüten des Spätwinters
  • Winterhart, übersteht Frost gut
  • Verwildert zu schönen Blütenteppichen

Nachteile

  • Bei Verzehr leicht giftig
  • Mag häufiges Umpflanzen nicht
  • Braucht stets kühlen Boden, leidet bei Trockenheit

Häufige Fragen

Wann blüht die Frühlingsknotenblume?
Sie blüht im Spätwinter und frühen Frühjahr, meist zwischen Februar und April je nach Klima. Sie gehört zu den ersten Blüten, die erscheinen, wenn der Schnee schmilzt.
Worin unterscheidet sie sich vom Schneeglöckchen?
Das Schneeglöckchen hat drei lange äußere und drei kürzere innere Blütenblätter; die Knotenblume hat sechs gleiche Blütenblätter, jedes mit grünem Fleck an der Spitze. Die Knotenblume ist auch etwas höher und blüht später.
Ist sie giftig?
Ja, mäßig. Die ganze Pflanze und besonders die Zwiebel enthält Alkaloide, die bei Verzehr Beschwerden verursachen können. Sie ist von Kindern und Tieren fernzuhalten.
Wie wird sie kultiviert?
Sie will kühlen, feuchten, humusreichen Boden, im Halbschatten oder in milder Sonne. Die Zwiebeln werden im Herbst gepflanzt und dürfen nie ganz austrocknen. Ungestört bildet sie mit der Zeit schöne Horste.

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