Foto: Björn S... · CC BY-SA 2.0
Gelber Fingerhut
Digitalis lutea
Der Gelbe Fingerhut ist eine europäische Staude mit schlanken Ähren cremegelber Röhrenblüten, zierlicher und dezenter als der Rote Fingerhut.
Eigenschaften
Beschreibung
Der Gelbe Fingerhut ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die eine grundständige Rosette aus glatten, glänzenden, lanzettlichen Blättern bildet, aus der sich im Sommer eine schlanke Blütenähre bis zu einem Meter erhebt. Die Blüten sind röhrenförmig, nickend und einseitig am Stängel angeordnet, in einem zarten Cremegelb. Im Vergleich zum bekannteren Roten Fingerhut sind seine Blüten kleiner, zahlreicher und blasser gefärbt, was der Pflanze ein elegantes, zurückhaltendes Aussehen verleiht.
Lebensraum und Verbreitung
Er stammt aus West- und Südeuropa sowie Nordafrika, wo er wild in lichten Wäldern, an Wegrändern und auf steinigen Hängen wächst, oft auf Kalkböden. Er bevorzugt kühle, halbschattige Lagen und ist häufig im Hügel- und Bergland zu finden.
Anbau
Er ist eine leichte, sehr winterharte Staude, ideal für naturnahe Beete und Waldgärten. Er verlangt einen kühlen, gut durchlässigen Boden und einen Standort im Halbschatten oder in sanfter Sonne. Starke Kälte verträgt er gut. Aussaat im Frühjahr oder Spätsommer; er sät sich willig selbst aus und verwildert anmutig, ohne lästig zu werden.
- Verblühte Stängel zurückschneiden, um eine zweite Blüte zu fördern
- Einige Ähren zur Samenreife stehen lassen für die Selbstaussaat
- Horste alle paar Jahre teilen, um sie zu verjüngen
Achtung: giftige Pflanze
Wie alle Fingerhüte enthält jeder Teil der Pflanze herzwirksame Glykoside, Stoffe, die bei Verzehr stark giftig sind und auf das Herz wirken. Vorsichtig kultivieren, wo Kinder und Tiere sind, und beim Umgang die Hände vom Mund fernhalten.
Wissenswertes
Die Gattung Digitalis ist in der Medizin berühmt: Ihre Wirkstoffe brachten Herzmedikamente hervor. Der Gelbe Fingerhut wird heute jedoch vor allem als Zierpflanze geschätzt und als reiche Nektarquelle für Hummeln und Bienen.
Blütezeit
Praktische Tipps
Wasserbedarf: Mäßig — prüfe vor dem Gießen immer die Substratfeuchte.
Bevorzugt Halbschatten oder sanfte Sonne: sorge für das richtige Licht und drehe die Pflanze für gleichmäßiges Wachstum.
Empfohlener Boden: Kühl, gut durchlässig, kalkverträglich. Erneuere das Substrat alle 1-2 Jahre.
Wische die Blätter mit einem feuchten Tuch ab, um die Photosynthese zu fördern.
Dünge während der Wachstumszeit (Frühling-Sommer) und pausiere im Winter.
Vorteile
- Winterhart und elegant, ideal für Beete und Waldgärten
- Langlebige Blüten, beliebt bei Bienen und Hummeln
- Sät sich selbst aus, ohne zu wuchern
Nachteile
- Alle Teile sind bei Verzehr giftig
- Kurzlebige Staude, muss sich aussäen können
- Mag weder trockene Hitze noch Staunässe



