Schwarzer Holunder
Sambucus nigra
Der Schwarze Holunder ist ein Strauch oder kleiner Baum mit großen Dolden duftender weißer Blüten und schwarzen Beeren, in Küche und Brauchtum genutzt.
Eigenschaften
Beschreibung
Der Schwarze Holunder ist ein schnellwüchsiger sommergrüner Strauch oder kleiner Baum, bis zu 7 Meter hoch oder mehr. Er hat Zweige mit schwammigem Mark, gefiederte Blätter und zwischen Mai und Juni große, flache Dolden winziger cremeweißer, sehr duftender Blüten. Im Spätsommer bildet er hängende Trauben kleiner, glänzend schwarzvioletter Beeren.
Lebensraum und Verbreitung
Er ist in Europa, Westasien und Nordafrika verbreitet. Er wächst wild an Waldrändern, in Hecken, auf Brachflächen und in Siedlungsnähe und bevorzugt fruchtbare, stickstoffreiche Böden. Er ist eine Pionierpflanze, auch in Hausnähe sehr häufig.
Verwendung in Küche und Brauchtum
Er ist seit Jahrhunderten eine wertvolle Küchenpflanze: Die Blüten dienen zur Zubereitung von Sirup, erfrischenden Getränken und Küchlein, während die Beeren gekocht in Kuchen, Gelees, Säfte und Konfitüren kommen. Wichtig: Blüten und Beeren immer gekocht oder verarbeitet verzehren. Rohe Beeren und grüne Pflanzenteile enthalten Stoffe, die Übelkeit und Magen-Darm-Beschwerden verursachen können und beim Kochen zerstört werden.
- Die Blüten im Frühsommer, die Beeren im Spätsommer ernten
- Blüten und Beeren nur nach dem Kochen verzehren
- Im Spätwinter schneiden, um das kräftige Wachstum zu bändigen
Wert für die Tierwelt
Der Holunder ist für die Artenvielfalt überaus wertvoll: Die Blüten locken viele bestäubende Insekten an, während die reifen Beeren im Herbst eine wichtige Nahrung für sehr viele Vögel sind. Im europäischen Volksbrauchtum ist er von zahlreichen Sagen und Heilanwendungen umgeben.
Blütezeit
Praktische Tipps
Wasserbedarf: Mäßig — prüfe vor dem Gießen immer die Substratfeuchte.
Bevorzugt Volle Sonne oder Halbschatten: sorge für das richtige Licht und drehe die Pflanze für gleichmäßiges Wachstum.
Empfohlener Boden: Fruchtbar, frisch, stickstoffreich. Erneuere das Substrat alle 1-2 Jahre.
Wische die Blätter mit einem feuchten Tuch ab, um die Photosynthese zu fördern.
Dünge während der Wachstumszeit (Frühling-Sommer) und pausiere im Winter.
Vorteile
- Blüten und Beeren in Küche und Brauchtum genutzt
- Überaus wertvoll für Bienen, Insekten und Vögel
- Winterhart und schnellwüchsig, leicht zu kultivieren
Nachteile
- Rohe Beeren und grüne Teile giftig
- Kräftiges Wachstum, erfordert Schnitt
- Kann auf reichen Böden wuchern



