Bäume

Kornelkirsche

Cornus mas

Die Kornelkirsche ist ein robuster kleiner Baum, der im Spätwinter gelb blüht und im Herbst essbare rote Früchte trägt.

Eigenschaften

Wissenschaftlicher NameCornus mas
Höhe3–8 m
SonneVolle Sonne oder Halbschatten
WasserMäßig, trockenheitstolerant im Alter
BodenFruchtbar, kalkhaltig, durchlässig; anpassungsfähig
ToxizitätUngiftig, essbare Früchte
WachstumLangsam
TemperaturSehr winterhart, frostfest
BlütezeitSpätwinter (Februar-März)
BewässerungJung regelmäßig, dann gelegentlich

Das erste Gelb im Spätwinter

Die Kornelkirsche ist ein Strauch oder kleiner Baum aus der Familie der Hartriegelgewächse (Cornaceae) und erreicht 3 bis 8 Meter. Sie gehört zu den ersten Gehölzen, die blühen: Schon im Spätwinter, vor dem Laubaustrieb, bedecken sich ihre Zweige mit kleinen gelben Blüten in dichten Büscheln — ein kostbarer Farbtupfer, wenn der übrige Garten noch kahl ist. Im Herbst bildet sie längliche, leuchtend rote Früchte mit säuerlichem Geschmack. Trotz des Namens ist sie keine Kirschenart.

Herkunft und Lebensraum

Sie stammt aus West- und Südeuropa sowie Südwestasien, wo sie in lichten Wäldern, an Waldrändern und auf Kalkhängen wächst. Sie ist eine sehr robuste und langlebige Pflanze, die kalte Winter und verschiedenste Standorte übersteht.

Kultur

Sie passt sich vielen Situationen an: volle Sonne oder Halbschatten, fruchtbare Kalkböden, aber auch magere, sofern gut durchlässig. Sie wächst langsam, braucht kaum Pflege und wird selten von Krankheiten befallen. Man kann sie als Einzelexemplar, in Gruppen oder als frei wachsende Hecke ziehen; ihr Holz zählt zu den härtesten und schwersten Europas.

Nutzung

Die Früchte sind essbar und werden seit Jahrhunderten zu Marmeladen, Sirupen, Likören und süßsauren Saucen verarbeitet; in manchen Ländern werden sie sogar vergoren. Die frühe Blüte macht sie zudem zu einer wichtigen Nektarquelle für Bienen am Ende des Winters.

Pflege

Einmal eingewachsen, verträgt die Kornelkirsche Trockenheit gut und braucht keinen regelmäßigen Schnitt. Etwaige Eingriffe erfolgen nach der Fruchtreife. Für einen guten Fruchtansatz ist es hilfreich, mehrere Exemplare zur Förderung der Fremdbestäubung zu haben.

Blütezeit

JanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez

Praktische Tipps

Bewässerung

Wasserbedarf: Mäßig, trockenheitstolerant im Alter — prüfe vor dem Gießen immer die Substratfeuchte.

Standort

Bevorzugt Volle Sonne oder Halbschatten: sorge für das richtige Licht und drehe die Pflanze für gleichmäßiges Wachstum.

Substrat

Empfohlener Boden: Fruchtbar, kalkhaltig, durchlässig; anpassungsfähig. Erneuere das Substrat alle 1-2 Jahre.

Blätter

Wische die Blätter mit einem feuchten Tuch ab, um die Photosynthese zu fördern.

Düngung

Dünge während der Wachstumszeit (Frühling-Sommer) und pausiere im Winter.

Vorteile

  • Sehr frühe, dekorative gelbe Blüte
  • Essbare Früchte, wertvoll für die Tierwelt
  • Robust, langlebig und fast krankheitsfrei

Nachteile

  • Langsames Wachstum
  • Besserer Fruchtansatz mit mehreren Exemplaren

Häufige Fragen

Sind Kornelkirschen essbar?
Ja. Die reifen roten Früchte mit säuerlichem Geschmack sind essbar und werden seit Jahrhunderten zu Marmeladen, Sirupen, Likören und Saucen verarbeitet. Unreif sind sie sehr sauer; man erntet sie voll ausgereift.
Wann blüht die Kornelkirsche?
Sehr früh, im Spätwinter (meist Februar-März), vor dem Laubaustrieb. Ihre kleinen gelben Blüten gehören zu den ersten Nektarquellen für Bienen.
Ist sie schwer zu kultivieren?
Nein, sie ist einer der einfachsten und robustesten Bäume. Sie nimmt Sonne oder Halbschatten und viele durchlässige Böden an und ist fast krankheitsfrei. Allerdings wächst sie langsam.
Braucht man mehr als eine Pflanze für Früchte?
Es ist nicht zwingend, aber mehrere Exemplare fördern die Fremdbestäubung und verbessern den Ertrag an Früchten deutlich.

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