Ragdoll
Eigenschaften
Charakter
Extrem sanft, ruhig, anhänglich. Wird beim Hochnehmen schlaff. Folgt dem Halter wie ein Hund. Leidet stark unter Einsamkeit: am besten paarweise halten.
Ernährung
Obligater Fleischfresser: Trockenfutter für große Rassen (32-38 % Protein, breite Pellets) + Nassfutter. Langsames Wachstum (4 Jahre): Hoher Kalorienbedarf bis 3 Jahre, danach Gewichtszunahme nach Kastration im Auge behalten.
Die Ragdoll ist eine amerikanische Katzenrasse, die in Kalifornien in den 1960er Jahren gezüchtet wurde. Ihr Name (englisch „Stoffpuppe") leitet sich von ihrem auffälligsten Merkmal ab: Wenn sie hochgenommen wird, entspannt sich die Ragdoll vollständig und lässt sich schlaff wie eine Stoffpuppe in die Arme sinken. Sie vereint imposante Größe, seidiges halblanges Fell, saphirblaue Augen und ein außergewöhnlich sanftes Wesen, das sie zu einer der familienfreundlichsten Katzen der Welt macht.
Klassifikation und Kategorie
Die Ragdoll ist eine Hausrasse der Art Felis catus (Mammalia, Ordnung Carnivora, Familie Felidae). Sie wurde ab 1963 von der kalifornischen Züchterin Ann Baker durch Kreuzung einer halbwilden Katze namens „Josephine" mit Birma- und Perserkater geschaffen. Die Katzenverbände erkannten die Rasse schrittweise an: TICA 1979, CFA 1993, FIFe 2008. Es ist eine der größten Hauskatzen: Kater wiegen 6-9 kg, Kätzinnen 4-6 kg, mit einer Körperlänge von 50-65 cm ohne Schwanz. Die Entwicklung verläuft langsam: Die Erwachsenengröße wird erst mit 3-4 Jahren erreicht.
Lebensraum und Verbreitung
Als Hausrasse ist die Ragdoll heute weltweit verbreitet, mit den höchsten Konzentrationen in Nordamerika, im Vereinigten Königreich, in Mitteleuropa, Australien und Japan. In den letzten Jahren rangiert sie regelmäßig unter den drei beliebtesten Katzenrassen im Vereinigten Königreich laut Statistiken des Governing Council of the Cat Fancy.
Der ideale Lebensraum ist die häusliche Innenumgebung: Die Ragdoll ist weder eine instinktive Jägerin noch eine Entdeckerin, und ihr vertrauensvolles Wesen macht sie im Freien verletzlich (Autos, Räuber, Diebstahl, Verirren). Sie passt sich sehr gut an das Wohnungsleben an, auch bei bescheidener Größe, sofern Kratzbäume, erhöhte Regale und ruhige Ruhezonen vorhanden sind. Es ist keine Rasse, die gerne nach draußen geht: Auf einen Balkon gestellt, neigt sie nicht dazu, herunterzuspringen — eine weitere Folge ihrer außergewöhnlichen muskulären Entspannung.
Ernährung
Wie alle Katzen ist die Ragdoll ein obligater Fleischfresser: Die Ernährung muss reich an tierischem Eiweiß sein (mindestens 35 %), an hochwertigen Fetten, Taurin und Arachidonsäure. Aufgrund ihrer Größe und langsamen Wachstums benötigt sie in den ersten 3-4 Lebensjahren eine überdurchschnittliche Kalorienzufuhr: Empfohlen wird Trockenfutter für große Rassen (breitere Pelletform, 32-38 % Protein), ergänzt durch Nassfutter zur Sicherung der Flüssigkeitsaufnahme.
Ein Merkmal der Rasse ist eine Neigung zur Gewichtszunahme ab dem 5. Lebensjahr, besonders bei kastrierten Tieren: Der Stoffwechsel verlangsamt sich deutlich und die Portionen müssen neu berechnet werden. Das lange Fell benötigt zudem eine gute Versorgung mit Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren, um glänzend und gesund zu bleiben. Wasser stets verfügbar, vorzugsweise in einem Trinkbrunnen, um den Konsum zu fördern.
Körperliche Merkmale
Die Ragdoll hat einen großen, muskulösen, langgestreckten Körper mit breitem Brustkorb und mittellangen Beinen. Der Kopf ist breit, keilförmig mit abgerundeten Winkeln, und die Augen gehören zu ihren Markenzeichen: groß, oval und tief saphirblau, vorhanden bei allen reinrassigen Tieren. Die Ohren sind mittelgroß, leicht abgerundet und weit auseinander gesetzt.
Das Fell ist halblang, seidig, dicht aber wenig wollig — ein Merkmal, das es weniger anfällig für Verfilzungen macht als das der Perserkatze. Alle Ragdolls werden vollständig weiß geboren: Die Färbung entwickelt sich allmählich in den ersten 8-10 Lebenswochen und erreicht ihre volle Intensität erst mit 3 Jahren. Die drei anerkannten Zeichnungen sind Colourpoint (heller Körper, dunkle Extremitäten), Mitted (mit weißen Handschuhen an den Pfoten und weißem Latz), Bicolor (mit umgekehrter Maske und großen weißen Bereichen). Grundfarben sind Seal, Blue, Chocolate, Lilac, Red und Cream. Der Schwanz ist lang, buschig und wird in Bewegung horizontal getragen.
Verhalten und Wissenswertes
Die Ragdoll ist berühmt für ihr außergewöhnlich sanftes, ruhiges, anhängliches und geselliges Wesen. Sie wird oft als „Puppy Cat" beschrieben, weil sie ihrem Halter durch das Haus folgt, jeden Eintretenden ohne Misstrauen begrüßt, gerne Apportieren spielt und sich überall anfassen lässt — einschließlich Pfoten und Bauch, Bereiche, die die meisten Katzen verteidigen. Ihre Gelassenheit ist so ausgeprägt, dass Verhaltensstudien untersucht haben, ob es sich um ein genetisches Merkmal oder um reine Selektion handelt: Heute geht man von einer Kombination beider Faktoren aus.
Das berühmte „Go limp" (vollständige Entspannung beim Hochnehmen) bedeutet nicht, dass die Ragdoll keinen Schmerz empfindet oder nicht auf gefährliche Situationen reagiert: Es ist eine einfache charakterliche Neigung zum Vertrauen. Aus diesem Grund sollte sie nie als „unzerbrechlich" betrachtet werden: Sie muss wie jede andere Katze sorgfältig behandelt werden. Es ist keine Rasse, die viele Stunden täglich allein gelassen werden sollte: Sie leidet unter Einsamkeit und neigt zur Trennungsangst. Es wird dringend empfohlen, mindestens zwei zu halten oder sie mit einem anderen Begleittier zu vergesellschaften. Die Lebenserwartung beträgt 12-17 Jahre, mit dokumentierten Fällen bis zu 20. Zu den genetischen Veranlagungen zählt die hypertrophe Kardiomyopathie (HCM), heute durch DNA-Tests (MYBPC3-Mutation) in verantwortungsbewussten Zuchtprogrammen überwacht.
Vorteile
- Carattere docile, ottimo con bambini
- Ideale per appartamento
- Occhi blu spettacolari
- Pelo lungo ma poco nodoso
Nachteile
- Soffre molto la solitudine
- Predisposto a HCM (cardiomiopatia)
- Sviluppo lento (taglia finale a 4 anni)
- Tendenza al sovrappeso post-castrazione



