Vögel

Tiefland-Felsenhahn

Rupicola rupicola

Der Tiefland-Felsenhahn ist ein leuchtend orangefarbener Vogel Südamerikas, mit auffälliger halbmondförmiger Haube und spektakulären Gruppenbalzen.

Eigenschaften

Wissenschaftlicher NameRupicola rupicola
Gewichtcirca 200–220 g
GrößeEtwa 30 cm lang
Energie3/5

Charakter

Tagaktiv und gesellig; Männchen in spektakulären Gruppenbalzen.

Ernährung

Fruchtfresser: vor allem Früchte, manchmal kleine Reptilien.

Ein Blitz aus Orange im Wald

Der Tiefland-Felsenhahn (Rupicola rupicola) ist ein Sperlingsvogel aus der Familie der Schmuckvögel (Cotingidae), berühmt für das Gefieder des Männchens: ein leuchtendes, glühendes Orange, geschmückt mit einer eigentümlichen scheibenförmigen Halbmondhaube, die den Schnabel fast verdeckt. Etwa 30 cm lang und 200 bis 220 g schwer, hat er einen gedrungenen Körper und seidige Federn. Das Weibchen dagegen ist braungrau und getarnt, geeignet, geschützt zwischen Felsen zu brüten — daher der Artname.

Lebensraum und Verbreitung

Er lebt in den Regenwäldern des Guayana-Schildes und des nördlichen Amazonasbeckens, von Brasilien bis Kolumbien, über Guyana, Suriname und Französisch-Guayana. Er bevorzugt zerklüftete Waldgebiete mit Felsvorsprüngen, wo das Weibchen sein Nest baut.

Verhalten und Balz

Er ernährt sich vor allem von Früchten, erbeutet aber gelegentlich kleine Schlangen und Echsen. Seinen Ruhm verdankt er der gemeinschaftlichen Balz: Männchen versammeln sich in Arenen (Leks) am Waldboden, wo sie in der Gruppe mit Posen, Sprüngen und Flügelvibrationen balzen, um Weibchen anzulocken, die die auffälligsten Männchen wählen.

Wussten Sie schon?

Die seidigen Federn und leuchtenden Farben des Männchens haben Vergleiche mit den Paradiesvögeln angeregt. Nach der Paarung bauen die Weibchen allein das Lehmnest und versorgen die Jungen.

Schutz

Die IUCN führt ihn als nicht gefährdet (Least Concern). Er ist in seinem Areal noch verbreitet, doch der Fang für den Käfigvogelhandel und der Waldverlust sind örtliche Belastungen.

Vorteile

  • Leuchtend orangefarbenes Gefieder und Halbmondhaube (Männchen)
  • Spektakuläre gemeinschaftliche Balz
  • Nicht gefährdet, noch verbreitet

Nachteile

  • Gefangen für den Käfigvogelhandel
  • Auf Wälder mit Felsvorsprüngen angewiesen
  • Starker Dimorphismus: das Weibchen ist unscheinbar

Häufige Fragen

Warum heißt er Felsenhahn?
Weil das Weibchen sein Lehmnest an Felswänden und -vorsprüngen baut, wo die Jungen geschützt aufwachsen. Der wissenschaftliche Name rupicola bedeutet „Felsenbewohner".
Wie balzen die Männchen?
Sie versammeln sich in Arenen am Boden (Leks), wo mehrere Männchen gemeinsam mit Posen, Sprüngen und Flügelvibrationen balzen. Die Weibchen beobachten und wählen die schönsten und kräftigsten.
Helfen die Männchen bei der Jungenaufzucht?
Nein: Nach der Paarung baut das Weibchen allein das Nest und zieht die Jungen auf. Die Männchen widmen ihre Energie nur der Balz.

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