Foto: AISSE GAERTNER · CC BY-SA 4.0
Tiefland-Felsenhahn
Rupicola rupicola
Der Tiefland-Felsenhahn ist ein leuchtend orangefarbener Vogel Südamerikas, mit auffälliger halbmondförmiger Haube und spektakulären Gruppenbalzen.
Eigenschaften
Charakter
Tagaktiv und gesellig; Männchen in spektakulären Gruppenbalzen.
Ernährung
Fruchtfresser: vor allem Früchte, manchmal kleine Reptilien.
Ein Blitz aus Orange im Wald
Der Tiefland-Felsenhahn (Rupicola rupicola) ist ein Sperlingsvogel aus der Familie der Schmuckvögel (Cotingidae), berühmt für das Gefieder des Männchens: ein leuchtendes, glühendes Orange, geschmückt mit einer eigentümlichen scheibenförmigen Halbmondhaube, die den Schnabel fast verdeckt. Etwa 30 cm lang und 200 bis 220 g schwer, hat er einen gedrungenen Körper und seidige Federn. Das Weibchen dagegen ist braungrau und getarnt, geeignet, geschützt zwischen Felsen zu brüten — daher der Artname.
Lebensraum und Verbreitung
Er lebt in den Regenwäldern des Guayana-Schildes und des nördlichen Amazonasbeckens, von Brasilien bis Kolumbien, über Guyana, Suriname und Französisch-Guayana. Er bevorzugt zerklüftete Waldgebiete mit Felsvorsprüngen, wo das Weibchen sein Nest baut.
Verhalten und Balz
Er ernährt sich vor allem von Früchten, erbeutet aber gelegentlich kleine Schlangen und Echsen. Seinen Ruhm verdankt er der gemeinschaftlichen Balz: Männchen versammeln sich in Arenen (Leks) am Waldboden, wo sie in der Gruppe mit Posen, Sprüngen und Flügelvibrationen balzen, um Weibchen anzulocken, die die auffälligsten Männchen wählen.
Wussten Sie schon?
Die seidigen Federn und leuchtenden Farben des Männchens haben Vergleiche mit den Paradiesvögeln angeregt. Nach der Paarung bauen die Weibchen allein das Lehmnest und versorgen die Jungen.
Schutz
Die IUCN führt ihn als nicht gefährdet (Least Concern). Er ist in seinem Areal noch verbreitet, doch der Fang für den Käfigvogelhandel und der Waldverlust sind örtliche Belastungen.
Vorteile
- Leuchtend orangefarbenes Gefieder und Halbmondhaube (Männchen)
- Spektakuläre gemeinschaftliche Balz
- Nicht gefährdet, noch verbreitet
Nachteile
- Gefangen für den Käfigvogelhandel
- Auf Wälder mit Felsvorsprüngen angewiesen
- Starker Dimorphismus: das Weibchen ist unscheinbar



