Uhu
Bubo bubo
Eigenschaften
Charakter
Nachtaktiv, einzelgängerisch, stark territorial. Lebenslang monogam. Lautloser Flug. Kopfdrehung bis 270°. „Buho-buho"-Ruf, kilometerweit zu hören.
Ernährung
Opportunistischer Fleischfresser: Nagetiere, Igel, Hasen, Kaninchen, Murmeltiere, Fasane, Enten, sogar andere Greifvögel. Täglicher Bedarf: 250-400 g Fleisch.
Der Uhu (Bubo bubo) ist der größte nachtaktive Greifvogel der Paläarktis und eine der imposantesten Eulen der Welt. Erkennbar an seiner beeindruckenden Größe, den „Federohren" am Kopf (es handelt sich nicht um echte Ohren, sondern um Schmuckfedern) und den intensiv orangefarbenen Augen, ist er ein lautloser und mächtiger Jäger, Symbol der Wälder und Felsenwände Europas und Asiens.
Klassifikation und Kategorie
Der Uhu gehört zur Ordnung der Eulen (Strigiformes), Familie der Eigentlichen Eulen (Strigidae), Gattung Bubo. Es gibt zahlreiche Unterarten, die sich über das weite eurasische Verbreitungsgebiet verteilen, mit kleinen Unterschieden in Größe und Färbung. Es handelt sich um einen sehr großen Greifvogel: Die Körperlänge beträgt 60-75 cm, die Flügelspannweite erreicht 160-188 cm; das durchschnittliche Adultgewicht liegt bei 1,5-4 kg, mit deutlich größeren Weibchen — der typische umgekehrte Geschlechtsdimorphismus der Greifvögel, der es Paaren erlaubt, Beutetiere unterschiedlicher Größe zu nutzen.
Lebensraum und Verbreitung
Der Lebensraum des Uhus ist extrem vielfältig: Felswände, Schluchten, alte Steinbrüche, Borealwälder, offene Gebirgslandschaften, bewaldete Steppen und Halbwüsten. Felsenwände sind besonders wichtig für die Brut: Die Art baut kein eigentliches Nest, sondern nutzt natürliche Nischen, Felsbänder und selten alte Horste tagaktiver Greifvögel. Er bevorzugt ruhige Gebiete mit geringer menschlicher Präsenz und reichlich Beute.
Das Verbreitungsgebiet ist enorm und umfasst praktisch ganz Europa (mit Ausnahme von Island, Irland und dem größten Teil des Vereinigten Königreichs), Nordafrika, den Nahen Osten, weite Teile Asiens bis nach Japan und Sachalin und im Süden bis zum Himalaya. In Deutschland war die Art im 20. Jahrhundert stark zurückgegangen, hat aber dank konsequenter Schutzmaßnahmen seit den 1970er Jahren ein bemerkenswertes Comeback erlebt — heute brüten Uhus auch in städtischen Gebieten und auf Industriebauten. Der Erhaltungszustand wird von der IUCN als nicht gefährdet (Least Concern, LC) eingestuft, die Art ist jedoch durch die EU-Vogelschutzrichtlinie (Anhang I) streng geschützt. Die wichtigsten Bedrohungen sind Stromschlag an Hochspannungsleitungen, Verkehrsunfälle und illegale Verfolgung.
Ernährung
Der Uhu ist ein opportunistischer Fleischfresser und einer der vielseitigsten Räuber unter den Greifvögeln. Sein Beutespektrum ist extrem breit: Ratten, Wildmäuse, Igel (die einzige Beute, deren Stacheln seine Pfoten überstehen), Kaninchen, Hasen, Murmeltiere, Steinmarder, Wiesel, junge Füchse und sogar große Vögel wie Enten, junge Gänse, Fasane, Rabenvögel und selbst andere tagaktive Greifvögel wie Mäusebussarde und Turmfalken.
Die Jagd findet vor allem in der Abenddämmerung und in den ersten Nachtstunden statt. Er fliegt geräuschlos dank Federn mit gezähnten Rändern, die das Geräusch der Luft dämpfen; er ergreift Beute mit einem blitzartigen Angriff von oben, mit kräftigen Beinen, die mit bis zu 4 cm langen Krallen bewaffnet sind. Eine große Beute (z. B. ein Kaninchen) sichert ihm Nahrung für 2-3 Nächte; der tägliche Bedarf beträgt etwa 250-400 g Fleisch. Unverdauliche Reste (Knochen, Fell, Federn) werden in Form von Gewöllen hervorgewürgt: längliche 5-10 cm große Ballen, sehr nützlich für Zoologen zur Analyse seiner Ernährung.
Körperliche Merkmale
Das Gefieder des Uhus ist von variabel rot- bis dunkelbraunem Farbton, mit mehr oder weniger ausgeprägten dunklen Streifen, perfekt zur Tarnung an Baumrinden. Der Bauch ist heller, schwarz gestrichelt. Der Kopf ist groß und rund, mit einem wenig ausgeprägten Gesichtsschleier (anders als bei Eulen der Gattung Strix) und zwei Federohren von 6-9 cm Länge, die voll aufgestellt werden können und als visuelles Signal in innerartlichen Interaktionen dienen. Die Augen sind riesig (sie nehmen mehr als 50 % des Schädelvolumens ein), von leuchtend oranger Farbe.
Wie alle Eulen kann der Uhu den Kopf um bis zu 270° drehen, dank 14 Halswirbeln (der Mensch hat 7) und eines besonderen Gefäßsystems, das ein Unterbrechen des Blutflusses während der Drehung verhindert. Der Schnabel ist hakenförmig und schwarz. Die Beine sind bis zu den Krallen vollständig befiedert, eine nützliche Eigenschaft für die Wärmeregulierung und den geräuschlosen Beutefang.
Verhalten und Wissenswertes
Der Uhu ist eine monogame, sesshafte und stark territoriale Art. Das Paar bleibt viele Jahre oder ein Leben lang zusammen und verteidigt ein Revier von 15-80 km². Der Reviergesang ist einer der charakteristischsten und unheimlichsten Klänge der europäischen Nacht: ein tiefes „buho-buho", das kilometerweit zu hören ist (daher der wissenschaftliche Name Bubo bubo, lautmalerisch).
Die Brutsaison beginnt sehr früh, schon im Januar-Februar, wenn die Paare beginnen, im Duett zu rufen. Das Weibchen legt 1-4 Eier (in der Regel 2-3) zwischen Ende Februar und März in eine einfache Mulde auf einem Felssims oder in einer flachen Höhle. Die Brut dauert 32-36 Tage und wird ausschließlich vom Weibchen übernommen; das Männchen bringt die Nahrung. Die Jungen verlassen das Nest mit 5-7 Wochen, noch bevor sie fliegen können („Ästlinge"), und bleiben weitere 4-5 Monate von den Eltern abhängig. Die Lebenserwartung in der Natur beträgt 15-20 Jahre, in Gefangenschaft bis zu 60. In der europäischen Mythologie war der Uhu lange ein ambivalentes Symbol: Im antiken Griechenland war er der Athene (Göttin der Weisheit) heilig, während er in vielen mittelalterlichen Volkstraditionen als Todesomen galt — ein kultureller Widerspruch, verknüpft mit seinem nächtlichen Gesang und seiner Präsenz an einsamen Orten.
Vorteile
- Predatore apicale, regola popolazioni di roditori
- Longevo (oltre 60 anni in cattività)
- Adattabile a molti ambienti
- Reintroduzione urbana successo (Berlino, Helsinki)
Nachteile
- Specie selvatica, NON è un animale da compagnia
- Elettrocuzione su linee elettriche: principale causa di mortalità
- Nidi accessibili: vulnerabili al disturbo umano
- Molto sensibile al rumore antropico



