Blumen

Fledermausblume

Tacca chantrieri

Die Fledermausblume ist eine tropische Pflanze mit dunklen, ungewöhnlichen Blüten, deren Hochblätter an Fledermausflügel erinnern und deren lange Fäden wie Schnurrhaare herabhängen.

Eigenschaften

Wissenschaftlicher NameTacca chantrieri
HöheEtwa 60–90 cm hoch
SonneSchatten oder Halbschatten
WasserHoch, feuchte Umgebung
BodenHumusreich, locker und durchlässig
ToxizitätNicht zum Verzehr bestimmt
WachstumMittel
TemperaturWarm-feucht; frostempfindlich
BlütezeitDunkle Blüten im Sommer–Herbst
BewässerungRegelmäßig, bei hoher Luftfeuchtigkeit

Eine Blüte von geheimnisvollem Aussehen

Die Fledermausblume (Tacca chantrieri), auch Teufelsblume genannt, ist eine ausdauernde krautige Pflanze aus der Familie der Yamswurzelgewächse (Dioscoreaceae), berühmt für ihren auffälligen, fast unheimlichen Blütenstand. Die sehr dunkel braun-schwarz-purpurnen Blüten werden von zwei großen Hochblättern flankiert, die an die ausgebreiteten Flügel einer Fledermaus erinnern, während lange herabhängende Fäden (Deckblättchen) wie Schnurrhaare herunterhängen, bis zu 25 cm lang. Daher ihre verschiedenen volkstümlichen Namen: Fledermausblume, Katzenbart, Teufelsblume.

Herkunft und Lebensraum

Sie stammt aus Südostasien — Thailand, Myanmar und angrenzenden Regionen Chinas — wo sie im feuchten, schattigen Unterwuchs tropischer Wälder wächst. Sie wird kultiviert und in vielen tropischen Gebieten als Zierpflanze verbreitet.

Kultur und Pflege

Sie mag Schatten oder Halbschatten, einen humusreichen, lockeren und gut durchlässigen Boden und eine hohe Luftfeuchtigkeit. Sie mag keine Kälte und keinen Frost: In gemäßigten Klimaten zieht man sie im Gewächshaus oder im Zimmer, an einem warmen, hellen Ort, aber ohne direkte Sonne. Regelmäßig gießen und das Substrat feucht halten, ohne Staunässe. Sie blüht in der warmen Jahreszeit.

Wussten Sie schon?

Anders als viele Blüten, die von Insekten abhängen, ist die Fledermausblume weitgehend selbstbestäubend. In der traditionellen chinesischen Medizin wird die Pflanze seit Langem verwendet; ihre eindrucksvolle „gotische" Schönheit macht sie heute bei Sammlern tropischer Pflanzen sehr begehrt.

Schutz

Sie gilt nicht als bedrohte Art und wird weithin kultiviert. Wie viele Unterwuchspflanzen hängt sie jedoch von der Gesundheit der Regenwälder ihres Ursprungsgebiets ab.

Blütezeit

JanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez

Praktische Tipps

Bewässerung

Wasserbedarf: Hoch, feuchte Umgebung — prüfe vor dem Gießen immer die Substratfeuchte.

Standort

Bevorzugt Schatten oder Halbschatten: sorge für das richtige Licht und drehe die Pflanze für gleichmäßiges Wachstum.

Substrat

Empfohlener Boden: Humusreich, locker und durchlässig. Erneuere das Substrat alle 1-2 Jahre.

Blätter

Wische die Blätter mit einem feuchten Tuch ab, um die Photosynthese zu fördern.

Düngung

Dünge während der Wachstumszeit (Frühling-Sommer) und pausiere im Winter.

Vorteile

  • Ungewöhnliche, spektakuläre, fast „gotische" Blüte
  • Fledermausflügel-Hochblätter und lange Fäden
  • Begehrt bei Sammlern tropischer Pflanzen

Nachteile

  • Mag keine Kälte und keinen Frost
  • Braucht Schatten und hohe Luftfeuchtigkeit
  • Im Zimmer etwas anspruchsvoll

Häufige Fragen

Warum heißt sie Fledermausblume?
Wegen der Form des Blütenstands: Zwei große dunkle Hochblätter erinnern an die ausgebreiteten Flügel einer Fledermaus, während die langen herabhängenden Fäden wie Schnurrhaare wirken. Daher auch die Namen Katzenbart und Teufelsblume.
Wie zieht man sie im Zimmer?
Sie möchte Schatten oder Halbschatten, einen reichen, durchlässigen, feucht gehaltenen Boden und viel Luftfeuchtigkeit. Sie verträgt keinen Frost, daher hält man sie in gemäßigten Klimaten warm und hell, ohne direkte Sonne.
Braucht sie Insekten zur Bestäubung?
Nein, anders als viele Pflanzen ist sie weitgehend selbstbestäubend, das heißt, sie befruchtet sich selbst. So kann sie auch ohne bestimmte Bestäuber Samen bilden.

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