Foto: Meneerke bloem · CC BY-SA 3.0
Fledermausblume
Tacca chantrieri
Die Fledermausblume ist eine tropische Pflanze mit dunklen, ungewöhnlichen Blüten, deren Hochblätter an Fledermausflügel erinnern und deren lange Fäden wie Schnurrhaare herabhängen.
Eigenschaften
Eine Blüte von geheimnisvollem Aussehen
Die Fledermausblume (Tacca chantrieri), auch Teufelsblume genannt, ist eine ausdauernde krautige Pflanze aus der Familie der Yamswurzelgewächse (Dioscoreaceae), berühmt für ihren auffälligen, fast unheimlichen Blütenstand. Die sehr dunkel braun-schwarz-purpurnen Blüten werden von zwei großen Hochblättern flankiert, die an die ausgebreiteten Flügel einer Fledermaus erinnern, während lange herabhängende Fäden (Deckblättchen) wie Schnurrhaare herunterhängen, bis zu 25 cm lang. Daher ihre verschiedenen volkstümlichen Namen: Fledermausblume, Katzenbart, Teufelsblume.
Herkunft und Lebensraum
Sie stammt aus Südostasien — Thailand, Myanmar und angrenzenden Regionen Chinas — wo sie im feuchten, schattigen Unterwuchs tropischer Wälder wächst. Sie wird kultiviert und in vielen tropischen Gebieten als Zierpflanze verbreitet.
Kultur und Pflege
Sie mag Schatten oder Halbschatten, einen humusreichen, lockeren und gut durchlässigen Boden und eine hohe Luftfeuchtigkeit. Sie mag keine Kälte und keinen Frost: In gemäßigten Klimaten zieht man sie im Gewächshaus oder im Zimmer, an einem warmen, hellen Ort, aber ohne direkte Sonne. Regelmäßig gießen und das Substrat feucht halten, ohne Staunässe. Sie blüht in der warmen Jahreszeit.
Wussten Sie schon?
Anders als viele Blüten, die von Insekten abhängen, ist die Fledermausblume weitgehend selbstbestäubend. In der traditionellen chinesischen Medizin wird die Pflanze seit Langem verwendet; ihre eindrucksvolle „gotische" Schönheit macht sie heute bei Sammlern tropischer Pflanzen sehr begehrt.
Schutz
Sie gilt nicht als bedrohte Art und wird weithin kultiviert. Wie viele Unterwuchspflanzen hängt sie jedoch von der Gesundheit der Regenwälder ihres Ursprungsgebiets ab.
Blütezeit
Praktische Tipps
Wasserbedarf: Hoch, feuchte Umgebung — prüfe vor dem Gießen immer die Substratfeuchte.
Bevorzugt Schatten oder Halbschatten: sorge für das richtige Licht und drehe die Pflanze für gleichmäßiges Wachstum.
Empfohlener Boden: Humusreich, locker und durchlässig. Erneuere das Substrat alle 1-2 Jahre.
Wische die Blätter mit einem feuchten Tuch ab, um die Photosynthese zu fördern.
Dünge während der Wachstumszeit (Frühling-Sommer) und pausiere im Winter.
Vorteile
- Ungewöhnliche, spektakuläre, fast „gotische" Blüte
- Fledermausflügel-Hochblätter und lange Fäden
- Begehrt bei Sammlern tropischer Pflanzen
Nachteile
- Mag keine Kälte und keinen Frost
- Braucht Schatten und hohe Luftfeuchtigkeit
- Im Zimmer etwas anspruchsvoll



