Bartkauz

Foto: Cephas · CC BY-SA 3.0

Vögel

Bartkauz

Strix nebulosa

Mit seiner riesigen grauen Gesichtsscheibe und der imposanten Erscheinung ist der Bartkauz die längste Eule der Welt, ein lautloser Jäger der borealen Wälder.

Eigenschaften

Wissenschaftlicher NameStrix nebulosa
Gewicht0,8–1,7 kg
Lebensdauercirca 15 anni
GrößeGroß: 61-84 cm, Spannweite bis 1,5 m
Energie3/5

Charakter

Nachtaktiv, lautlos, geduldiger Jäger

Ernährung

Fleischfresser: kleine Säugetiere, vor allem Wühlmäuse

Der Riese der borealen Wälder

Der Bartkauz ist die längste Eule der Welt, ein nachtaktiver Greifvogel von imposanter und feierlicher Erscheinung. Sein auffälligstes Merkmal ist die riesige graue Gesichtsscheibe, gezeichnet von konzentrischen Ringen, die ihm einen strengen, aufmerksamen Ausdruck verleihen. Seine Augen, von leuchtendem Gelb, wirken klein im Vergleich zum großen Kopf. Unter dem Schnabel hebt sich ein dunkler Fleck ab, der einem kleinen Bart ähnelt und ihm seinen Namen gibt. Trotz seiner beträchtlichen Größe ist er ein erstaunlich leichter Vogel, denn ein Großteil seines Volumens besteht aus dem dichten, weichen Gefieder, das ihn gegen die extreme Kälte isoliert.

Lebensraum und Verbreitung

Er lebt in den Nadelwäldern der borealen Zone, in der gesamten Nordhalbkugel: von Skandinavien und Russland bis Nordamerika. Er ist die einzige Art seiner Gattung, die sowohl in der Alten als auch in der Neuen Welt vorkommt. Er bevorzugt reife Wälder am Rand der Tundra, durchsetzt von Lichtungen und offenen Flächen, wo er jagen kann, und braucht große Bäume und alte, verlassene Nester zum Brüten.

Jagd und Verhalten

Der Bartkauz ist ein geduldiger, lautloser Jäger. Er ernährt sich vor allem von kleinen Säugetieren, besonders von Wühlmäusen und anderen Nagern. Sein Gehör ist außerordentlich fein: Die große Gesichtsscheibe wirkt wie eine Parabolantenne und lenkt die Geräusche zu den Ohren. Dank dieser Fähigkeit kann er Beute selbst unter einer dicken Schneeschicht orten, um sich dann hinabzustürzen und sie mit den Fängen zu greifen, ohne sie zu sehen. Sein Flug ist, wie bei vielen nachtaktiven Greifvögeln, nahezu völlig lautlos.

Wissenswertes

Obwohl er riesig erscheint, wiegt der Bartkauz weit weniger, als es den Anschein hat: scheinbar kleinere Eulen, wie der Uhu, sind in Wirklichkeit deutlich schwerer. Seine scheinbare Größe rührt vor allem von seinem voluminösen Gefieder her, einer unverzichtbaren Anpassung, um die härtesten Winter zu überstehen.

Schutz

Der Bartkauz wird als nicht gefährdete Art eingestuft, mit einem weiten Areal auf der Nordhalbkugel. Seine Bestände können je nach Verfügbarkeit von Nagern schwanken, doch die Art insgesamt gilt nicht als bedroht. Der Schutz der großen borealen Wälder bleibt dennoch entscheidend für seine Zukunft.

Vorteile

  • Die längste Eule der Welt
  • Außergewöhnliches Gehör zum Jagen unter dem Schnee
  • Nahezu völlig lautloser Flug
  • Weites Areal und nicht bedrohte Bestände

Nachteile

  • Auf große boreale Wälder angewiesen
  • Bestände an Nagerzyklen gebunden
  • Braucht alte Nester und große Bäume zum Brüten

Häufige Fragen

Ist der Bartkauz wirklich die größte Eule?
Er ist die längste Eule der Welt. Allerdings ist er erstaunlich leicht: Ein Großteil seines Volumens stammt vom dichten, weichen Gefieder. Scheinbar kleinere Eulen, wie der Uhu, sind in Wirklichkeit deutlich schwerer.
Wie jagt er unter dem Schnee?
Er hat ein außerordentlich feines Gehör. Die große Gesichtsscheibe wirkt wie eine Parabolantenne und lenkt die Geräusche zu den Ohren. So kann er Wühlmäuse und Nager selbst unter einer dicken Schneeschicht orten, um sich dann hinabzustürzen und sie mit den Fängen zu greifen, ohne sie zu sehen.
Wo lebt der Bartkauz?
Er lebt in den Nadelwäldern der borealen Zone, in der gesamten Nordhalbkugel, von Skandinavien und Russland bis Nordamerika. Er ist die einzige Art seiner Gattung, die sowohl in der Alten als auch in der Neuen Welt vorkommt.
Wozu dient die große Gesichtsscheibe?
Die Gesichtsscheibe wirkt wie eine Schüssel, die Geräusche sammelt und zu den Ohren lenkt, was sein Gehör außergewöhnlich macht. Zusammen mit dem voluminösen Gefieder trägt sie auch zu seiner imposanten Erscheinung und seinem strengen Ausdruck bei.

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