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Eulenschwalm
Podargus strigoides
Mit seinem breiten, froschmaulartigen Schnabel und einem Gefieder, das ihn in einen abgebrochenen Ast verwandelt, ist der Eulenschwalm ein Meister der Tarnung der australischen Nächte.
Eigenschaften
Charakter
Nachtaktiv, reglos, getarnt
Ernährung
Fleischfresser: Insekten, Spinnen, Würmer und kleine Wirbeltiere
Ein Meister der Tarnung
Der Eulenschwalm ist ein nachtaktiver Vogel von gedrungener Gestalt und mit großem Kopf, oft für eine Eule gehalten wegen seiner nächtlichen Gewohnheiten und der ähnlichen Färbung. Tatsächlich ist er kein Greifvogel: Sein auffälligstes Merkmal ist sein breiter, flacher Schnabel mit der weiten Öffnung, die genau an das Maul eines Frosches erinnert, daher der Name. Sein Gefieder, von geflecktem und gestreiftem Graubraun, ist seine beste Waffe: Wenn er reglos auf einem Ast sitzt, den Hals streckt und die Augen schließt, wird er fast ununterscheidbar von einem Stück Rinde oder einem abgebrochenen Ast.
Lebensraum und Verbreitung
Er ist in ganz Festland-Australien und Tasmanien verbreitet, wo er einer der häufigsten nachtaktiven Vögel ist. Er bewohnt eine große Vielfalt an Umgebungen, von Eukalyptuswäldern über offene Wälder bis hin zu Parks und Gärten der Städte, und passt sich gut an die Nähe des Menschen an.
Verhalten und Ernährung
Anders als Eulen hat der Eulenschwalm schwache Füße und fängt seine Beute nicht mit Fängen, sondern mit dem Schnabel. Er jagt vor allem Insekten, Spinnen, Würmer, Schnecken und kleine Wirbeltiere, wobei er oft reglos wartet, bis die Beute nahe vorbeikommt, um sie dann mit einem Schnappen zu greifen. Er ist nachts aktiv, während er tagsüber ruht und sich auf seine außergewöhnliche Tarnung verlässt, um unbemerkt zu bleiben. Er bildet stabile Paare, die viele Jahre zusammenbleiben können.
Wissenswertes und Schutz
Die Verteidigungsstrategie des Eulenschwalms beruht ganz auf Reglosigkeit und Tarnung: Nimmt er eine Gefahr wahr, flieht er nicht, sondern streckt seinen Körper steif nach oben und verschmilzt mit dem Ast, auf dem er sitzt. Er wird als nicht gefährdete Art eingestuft, mit großen, stabilen Beständen, begünstigt durch seine Fähigkeit, auch in vom Menschen veränderten Umgebungen zu leben.
Vorteile
- Außergewöhnlicher Meister der Tarnung
- Passt sich auch an Parks und Gärten an
- Große, nicht bedrohte Bestände
- Bildet stabile, dauerhafte Paare
Nachteile
- Schwache Füße, kein Greifvogel
- Anfällig, wenn beim Ruhen entdeckt
- Empfindlich gegenüber nächtlichem Straßenverkehr



