Foto: Rasbak · CC BY-SA 3.0
Hausspitzmaus
Crocidura russula
Die Hausspitzmaus ist eine winzige Spitzmaus mit spitzer Schnauze und weißen Zähnen, eine hyperaktive Insektenjägerin, auch nahe an Häusern häufig.
Eigenschaften
Charakter
Hyperaktiv, einzelgängerisch, scheu
Ernährung
Insekten, Spinnen, Regenwürmer und Wirbellose
Beschreibung
Die Hausspitzmaus ist ein kleines insektenfressendes Säugetier aus der Familie der Spitzmäuse. Sie hat einen winzigen Körper, 6-9 Zentimeter lang plus Schwanz, eine spitze, bewegliche Schnauze, gut sichtbare Ohren und kleine Augen. Ihr Fell ist graubraun, am Bauch heller. Anders als andere Spitzmäuse sind ihre Zähne unpigmentiert, also weiß, woher der Name kommt. Der Schwanz trägt verstreute lange Haare.
Lebensraum und Verbreitung
Sie kommt in Südwest- und Mitteleuropa sowie Nordafrika vor. Sie bewohnt Wiesen, Hecken, lichte Wälder, Gärten und Feldfluren und nähert sich oft den Wohnungen, weshalb sie in mehreren Sprachen "Hausspitzmaus" heißt. Sie bevorzugt trockene, warme Lebensräume.
Verhalten
Sie ist ein hyperaktives Tier mit sehr hohem Stoffwechsel: Sie muss fast ununterbrochen fressen, um zu überleben, und ernährt sich von Insekten, Spinnen, Regenwürmern und kleinen Wirbellosen. Sie ist Tag und Nacht aktiv, in kurzen Zyklen aus Jagd und Ruhe. Sie ist kurzlebig, aber sehr fruchtbar.
Wissenswertes
Die Jungen der Spitzmaus zeigen ein kuriuses Verhalten: Wenn die Mutter umzieht, klammern sie sich in einer Reihe fest, jedes beißt die Schwanzbasis des vorderen, und bilden eine "Karawane", die von der Mutter geführt wird. In kalten Zeiten kann sie in eine Art Torpor verfallen, um Energie zu sparen.
Schutz
Sie gilt als nicht gefährdet und ist häufig und verbreitet. Sie ist ein wertvoller natürlicher Räuber von Insekten und Wirbellosen, nützlich in Gärten und auf Feldern.
Vorteile
- Wertvoller natürlicher Insektenräuber
- Sehr anpassungsfähig, auch nahe an Häusern häufig
- Weiße Zähne zur Unterscheidung von Rotzahnspitzmäusen
Nachteile
- Sehr kurzes Leben, etwa anderthalb Jahre
- Extremer Stoffwechsel, muss ständig fressen
- Scheu und schwer zu beobachten



