Foto: Sumeet Moghe · CC BY-SA 4.0
Honigdachs
Mellivora capensis
Klein, aber legendär für seine Kühnheit: Der Honigdachs stellt sich Giftschlangen, Bienen und weit größeren Räubern, ohne je zurückzuweichen.
Eigenschaften
Charakter
Kühn, zäh und aggressiv, unter den mutigsten Tieren der Welt. Einzelgängerisch und nachtaktiv; er stellt sich furchtlos weit größeren Gegnern und kämpft lieber, als zu fliehen.
Ernährung
Allesfresser: Insekten, Nagetiere, Reptilien, Eier, Wurzeln, Früchte und, wie sein Name sagt, Honig und Bienenlarven.
Klein, aber furchtlos
Der Honigdachs, auch Ratel genannt, ist ein mittelgroßer Marder von gedrungenem, kräftigem Aussehen. Sein Fell ist unverwechselbar: Der Rücken, von Kopf bis Schwanz, ist von einem silbergrauen oder weißlichen Band bedeckt, während die Unterseite schwarz ist. Er hat kurze, kräftige Beine mit langen Krallen und eine dicke, erstaunlich lockere Haut, die ihm erlaubt, sich zu drehen und zu beißen, selbst wenn er gepackt wird. Sein wahrer Ruhm gründet jedoch auf seinem Charakter: Er gilt als eines der mutigsten und sturköpfigsten Tiere der Welt.
Kühnheit in Tiergestalt
Der Honigdachs ist berühmt für seine unglaubliche Aggressivität und Zähigkeit. Er zögert nicht, sich weit größeren Tieren wie Löwen oder Hyänen zu stellen und seine Nahrung oder sein Revier gegen jeden Gegner zu verteidigen. Diese Kühnheit wird von bemerkenswerten Abwehrmitteln gestützt: Die dicke Haut widersteht vielen Bissen und Stichen, und er besitzt Drüsen, die einen starken Geruch absondern, um Feinde abzuschrecken. Es ist ein Tier, das lieber kämpft als flieht.
Ein Jäger und ein Honigliebhaber
Die Nahrung des Honigdachses ist äußerst vielfältig: Insekten, Nagetiere, Reptilien, Eier, Wurzeln, Früchte und, wie sein Name sagt, Honig und Bienenlarven. Um die Bienenstöcke zu erreichen, trotzt er furchtlos den Stichen der Bienen. Er ist ein geschickter Gräber, der seine kräftigen Krallen nutzt, um Beute aus dem Boden zu holen. Er ist auch für seine überraschende Resistenz gegen das Gift mancher Schlangen bekannt, die er jagt und frisst; nach einem Biss kann er benommen sein, erholt sich aber oft und setzt seine Mahlzeit fort.
Verhalten und Intelligenz
Der Honigdachs ist meist einzelgängerisch und vor allem in der Dämmerung und nachts aktiv. Er ist auch erstaunlich intelligent: Man hat Tiere beobachtet, die Gegenstände als Werkzeuge nutzen und Probleme lösen, um aus Gehegen zu entkommen, was ihn zu einem der einfallsreichsten Säugetiere macht.
Schutz
Der Honigdachs ist als nicht gefährdet eingestuft und hat ein sehr weites Verbreitungsgebiet, das große Teile Afrikas und Südwestasiens umfasst. Er ist keine weltweit bedrohte Art, auch dank seiner außergewöhnlichen Anpassungsfähigkeit und des Charakters, der ihn zu einem Überlebenskünstler macht.



