Foto: Giles Laurent · CC BY-SA 4.0
Riesenturako
Corythaeola cristata
Der Riesenturako ist die größte aller Turakoarten, ein blauer Riese der afrikanischen Regenwälder mit imposanter Federhaube.
Eigenschaften
Charakter
Gesellig, lebhaft und laut, in kleinen Gruppen im Kronendach
Ernährung
Fruchtfressend: Früchte, zarte Blätter, Triebe und Blüten
Der blaue Riese des Waldes
Der Riesenturako ist die größte Art der Turakofamilie und erreicht eine Länge von 70 bis 76 cm. Sein Gefieder ist überwiegend grau-blau, gekrönt von einer hohen, aufrechten blauschwarzen Haube von fast zehn Zentimetern. Der kräftige Schnabel ist gelb und rot, und der lange Schwanz trägt eine breite dunkle Binde. Männchen und Weibchen sehen gleich aus. (Hinweis: Der von Wikidata angegebene Massewert von 54 kg ist offensichtlich falsch: Dieser Vogel wiegt in Wirklichkeit etwa 800 bis 1200 Gramm.)
Lebensraum und Verbreitung
Er lebt in den tropischen Regenwäldern Zentral- und Westafrikas, wo er weit verbreitet ist. Er hält sich in den Kronen hoher Bäume auf und bewegt sich behände zwischen den Ästen statt in der Luft: Er klettert und gleitet lieber von Baum zu Baum, als lange Strecken zu fliegen.
Verhalten und Nahrung
Er ist ein geselliger Vogel, oft in kleinen, lärmenden Gruppen zu sehen. Er ernährt sich vor allem von Früchten, zarten Blättern, Trieben und Blüten und spielt eine wichtige Rolle bei der Verbreitung von Waldsamen. Seine Rufe sind tief und kehlig und tragen weit durch die dichte Vegetation.
Wissenswertes
Anders als viele leuchtend bunte Turakos verdankt der Riesenturako sein Blau nicht besonderen Pigmenten wie Turacoverdin oder Turacin, sondern der physikalischen Struktur seiner Federn. In Teilen Zentralafrikas wird er wegen seines Fleisches und der Haubenfedern bejagt.
Schutz
Die Art gilt dank ihrer weiten Verbreitung als nicht gefährdet. Örtlich leidet sie unter Abholzung und Jagd, doch die Gesamtbestände bleiben stabil.
Vorteile
- Der größte und auffälligste der Turakos
- Wichtiger Verbreiter von Waldsamen
- Einzigartige Strukturfarbe unter den Vögeln
Nachteile
- Auf intakten Regenwald angewiesen
- Örtlich wegen Fleisch und Federn bejagt



