Streifenkiwi
Vögel

Streifenkiwi

Apteryx mantelli

Der Streifenkiwi (Apteryx mantelli) ist ein in Neuseeland endemischer flugunfähiger Vogel, das nationale Symbol des Landes. Als einziger Vogel der Welt mit Nasenlöchern an der Schnabelspitze legt er das im Verhältnis zum Körper größte Ei (15-20 % des Gewichts!) und hat einen außergewöhnlichen Geruchssinn.

Eigenschaften

Wissenschaftlicher NameApteryx mantelli
Gewicht1,3-3,3 kg (F più grande di M)
Lebensdauer25-50 anni (record 65 in cattività)
GrößeMedia (35-45 cm di altezza)
Energie2/5
Trainierbarkeit1/5
Haarverlust2/5

Charakter

Streng nachtaktiv, monogam, territorial. EINZIGER Vogel mit Nasenlöchern an der Schnabelspitze. Außergewöhnlicher Geruchssinn (selten bei Vögeln). Haarähnliche Federn (keine Barbeln, kein Flug). Riesiges Ei 15-20 % Gewicht W. MÄNNCHEN brütet 74-85 Tage. Vibrissen und 38°C Temperatur „Ehrensäugetier". Schwache Sicht. NZ-Symbol.

Ernährung

Allesfresser mit Vorliebe für Bodenwirbellose. Würmer (40-50 %), Larven, Insekten, Spinnen, Schnecken. Jagt mit außergewöhnlichem Geruchssinn und langem Schnabel (12-15 cm) — Nasenlöcher an der Schnabel-SPITZE. Sucht 6-10 nächtliche Stunden. 200-500 g Nahrung/Tag. Herbst-Vibrotaktilsensoren an der Schnabelspitze.

Der Streifenkiwi (Apteryx mantelli), auf Maori „kiwi-pukupuku", ist eine von 5 Kiwi-Arten, die in Neuseeland endemisch sind. Es ist ein flugunfähiger Laufvogel, ähnlich groß wie ein Huhn (Höhe 35-45 cm, Gewicht 1,3-3,3 kg), nachtaktiv und zutiefst ikonisch: nationales Symbol Neuseelands in dem Maße, dass seine Bürger umgangssprachlich „Kiwis" genannt werden. Der Kiwi ist in der Vogelwelt einzigartig durch zahlreiche anatomische und Verhaltensmerkmale: Nasenlöcher an der Schnabelspitze (einzigartiger Fall unter den 11.000 Vogelarten der Welt!), außergewöhnlich entwickelter Geruchssinn (ungewöhnlich für Vögel, die im Allgemeinen einen schwachen Geruchssinn haben), Federn „haarähnlich", eher wie Säugetierfell als traditionelle Federn, und eine außergewöhnliche Reproduktionsstrategie: Das Weibchen legt ein einziges riesiges Ei von 430-500 g, was 15-20 % des Körpergewichts der Mutter entspricht — das im Verhältnis zum Körper größte Ei des Tierreichs. Außerdem, im Gegensatz zu den meisten Laufvögeln (wie dem Strauß), brütet beim Kiwi das Männchen das Ei allein für 74-85 Tage. Heilig für die Maori, die ihn „Te Manu Huna a Tāne" (der versteckte Vogel von Tāne, dem Gott des Waldes) nannten. IUCN-Status: Gefährdet (VU) — Population von etwa 26.000 Individuen mit Rückgang von 2 % pro Jahr durch eingeführte Raubtiere.

Klassifikation und Kategorie

Der Streifenkiwi gehört zur Ordnung Apterygiformes („Apterygiformes", wörtlich „ohne Flügel"), Familie Apterygidae (Apterygiden), Gattung Apteryx. Etymologie: Apteryx vom griechischen „a-" (ohne) + „pteryx" (Flügel) — bezieht sich auf die atrophierten und nutzlosen Flügel. Die Familie Apterygidae ist ausschließlich neuseeländisch und umfasst 5 Arten:

  • Apteryx mantelli — Streifenkiwi (Thema dieser Karte)
  • Apteryx australis — Südinsel-Streifenkiwi oder Tokoeka (Südinsel)
  • Apteryx owenii — Zwergkiwi oder Kleiner Fleckenkiwi
  • Apteryx haastii — Großer Fleckenkiwi
  • Apteryx rowi — Okarito-Kiwi

Der Streifenkiwi A. mantelli wurde 1852 wissenschaftlich von Bartlett beschrieben, dem Paläontologen Gideon Mantell gewidmet. Ursprünglich als Unterart von A. australis betrachtet, wurde er 2003 aufgrund von mitochondrialen DNA-Analysen (Burbidge et al.) zu einer eigenständigen Art erhoben. Die nächsten Verwandten der Kiwis sind die Laufvögel (Strauße, Emus, Kasuare, Nandus, ausgestorbene Moas). Aktuelle genetische Studien (Mitchell et al., 2014; Nature) haben unser Verständnis revolutioniert: Der Kiwi ist genetisch näher mit dem Moa (einem ausgestorbenen Vogel aus Madagaskar — nicht Neuseeland!) und dem australischen Emu verwandt als mit dem neuseeländischen Moa. Dies legt nahe, dass Kiwis vor etwa 50-60 Millionen Jahren fliegend aus Australien oder Madagaskar nach NZ kamen und anschließend die Flugfähigkeit verloren.

Die morphologischen Parameter des Streifenkiwis:

  • Höhe: 35-45 cm
  • Gewicht: 1,3-3,3 kg (Weibchen erheblich größer als Männchen — Umkehr des Geschlechtsdimorphismus, selten bei Vögeln)
  • Schnabel: 12-15 cm (1/3 der Körperlänge, sehr lang im Verhältnis!)
  • Schwanz: reduziert, fast nicht vorhanden (3-5 cm, mit Federn bedeckt)
  • Flügel: rudimentär (3-4 cm, vollständig atrophiert, unter dem Körpergefieder verborgen); nicht funktionsfähig
  • Beine: kurz, kräftig, mit 3 nach vorne gerichteten Zehen und 1 reduzierter, starke Krallen

Die Lebensdauer: 25-50 Jahre in der Natur (außergewöhnlich für einen mittelgroßen Vogel), Rekord von 60 Jahren in Gefangenschaft. Geschlechtsreife: 3-5 Jahre (sehr spät für einen Vogel). Kiwis sind monogam und bilden Paare fürs Leben (bis zu 30+ Jahre).

Lebensraum und Verbreitung

Der Streifenkiwi ist endemisch auf der Nordinsel Neuseelands. Ursprünglich bewohnte er die gesamte Insel, heute ist er auf fragmentierte Populationen beschränkt in:

  • Northland: größte Population (~15.000 Individuen)
  • Coromandel-Halbinsel: ~3.000 Individuen
  • Aotuhia-Wald: kleine geschützte Population
  • Östliche Nordinsel: 6.000 Individuen
  • Vulkanplateau: 2.000 Individuen
  • Tongariro-Nationalpark: kleiner Kern
  • Capital Kiwi Project, Wellington: Wiederansiedlung seit 2018, erstmals seit über 100 Jahren

Bevorzugter Lebensraum:

  • Einheimische gemäßigte Wälder: neuseeländische Buchen (Nothofagus), Podocarp-Laubwälder, Manuka-Kanuka
  • Dichter Unterwuchs mit Farnen, mit Blattstreu bedeckter Boden zum Graben
  • Weicher und feuchter Boden: Der Kiwi verwendet seinen langen Schnabel, um im Boden zu jagen
  • In der Nähe von Wasserläufen: Sie trinken und baden
  • Vom Menschen ungestörte Gebiete: äußerst empfindlich gegenüber Lärm und Nachtlicht

Der Streifenkiwi toleriert NICHT: offene Grasländer, städtische Umgebungen, Wälder mit eingeführten Raubtieren (Katzen, Hermeline, Ratten). Geschätzte globale Population: 26.000 reife Individuen (Department of Conservation NZ 2018), mit Rückgang von 2 % pro Jahr. IUCN-Status: Gefährdet (VU). Hauptbedrohungen:

  • Eingeführte Hermeline (Mustela erminea): Hauptfeind der Jungen, tötet 95 % der jugendlichen Kiwis innerhalb von 6 Monaten ohne Schutz
  • Verwilderte und Hauskatzen: verursachen 50 % der erwachsenen Todesfälle
  • Hunde: Todesursachen 10-20 % Erwachsene (auch Haustierhunde können Kiwis töten)
  • Ratten: Eier- und Kükenprädation
  • Verkehrsunfälle: 200-500 Todesfälle/Jahr
  • Lebensraumverlust: historische Entwaldung für Weiden

Aktive Konservierung: Das „Kiwi Recovery Programme" (Department of Conservation NZ, seit 1991) ist eines der bestfinanzierten Naturschutzprogramme der Welt. Strategien: (1) „Operation Nest Egg" — Eier werden wild gesammelt, bebrütet, Küken in Gefangenschaft bis 1 kg aufgezogen (widerstehen Räubern), dann freigelassen: erhöht das Überleben von 5 % auf 65 %. (2) Predator-Free Islands — Ausrottung aller eingeführten Säugetiere von benachbarten Inseln (z. B. Kapiti, Mokoia, Motuihe), Kiwi-Transfer. (3) Predator-Free 2050 — nationales Programm zur Ausrottung von Ratten, Hermelinen und Opossums aus dem gesamten Land bis 2050. Die Art ist von Dutzenden von Millionen (vor der europäischen Kolonisierung) auf heute weniger als 100.000 Gesamtindividuen reduziert (alle 5 Arten).

Ernährung

Der Streifenkiwi ist ein Allesfresser, mit Vorliebe für Bodenwirbellose. Ernährung:

  • Würmer (Oligochaeten): bevorzugte Beute, macht 40-50 % der Ernährung aus — verwendet außergewöhnlichen Geruchssinn und langen Schnabel, um sie unterirdisch (5-15 cm Tiefe) zu jagen
  • Insektenlarven und -nymphen: Zikaden, Käfer, Fliegen, Ameisen — 30 % Ernährung
  • Erwachsene Insekten: Riesenwetas, Spinnen, Käfer, Motten — 10-15 %
  • Landkrebse: Isopoden, Landskorpione
  • Schnecken
  • Früchte und Beeren: gelegentlich, hauptsächlich im Herbst-Winter
  • Samen und Blätter: selten, kann aber ergänzen

Die Jagdtechnik ist außergewöhnlich. Der Kiwi ist einer der wenigen Vögel der Welt mit hochentwickeltem Geruchssinn (die meisten Vögel haben einen rudimentären oder keinen Geruchssinn). Der olfaktorische Bulbus im Gehirn des Kiwis ist proportional 10-mal größer als der einer Schwalbe. Die Nasenlöcher an der Schnabelspitze (einzigartiges Merkmal in der Vogelwelt!) ermöglichen es ihm, beim Gehen den Boden zu „riechen" und Würmer, Larven, unterirdische Insekten bis zu 15 cm Tiefe zu lokalisieren. Wenn er Beute erkennt, geht der Kiwi vor:

  1. Markiert mit dem Schnabel den genauen Punkt
  2. Steckt den langen Schnabel in den Boden bis zum Wurm/zur Larve
  3. Greift sie mit den Schnabelspitzen (extrem empfindlich)
  4. Zieht sie mit einer „Peitschen"-Bewegung des Kopfes heraus

Der Kiwi frisst etwa 200-500 g Nahrung/Tag (15-25 % des Körpergewichts, hoch aufgrund schnellen Stoffwechsels). Sucht 6-10 Stunden lang in der Nacht nach Nahrung, hauptsächlich nach der Dämmerung. Eine Besonderheit: Er hat vibrotaktile Sensoren an der Schnabelspitze (Herbst-„Organe"), die Bewegungen unterirdischer Beute erkennen — einzigartige Kombination aus Geruchssinn + taktiler Mechanorezeption.

Körperliche Merkmale

Der Streifenkiwi hat ein unverwechselbares Aussehen, völlig anders als jeder andere lebende Vogel. Die Form ähnelt der eines Huhns oder Rebhuhns: eiförmiger Körper, kurze Beine, mittlerer Hals, kleiner Kopf. Der Schnabel ist das auffälligste Merkmal:

  • Länge: 12-15 cm — etwa 1/3 der Körperlänge!
  • Form: gerade, dünn, leicht nach unten gebogen
  • Farbe: elfenbein-rosa
  • Nasenlöcher an der Spitze: Der Kiwi ist der EINZIGE Vogel der Welt mit äußeren Nasenlöchern an der Schnabelspitze (bei allen anderen Vögeln befinden sie sich an der Basis, in der Nähe der Augen)
  • Empfindlichkeit: Die Spitze ist mit zahlreichen mechanischen Rezeptoren, Chemorezeptoren und Nervenfasern ausgestattet — sie gilt als einer der empfindlichsten biologischen Sensoren der Tierwelt

Das Gefieder unterscheidet sich außerordentlich von den traditionellen Vogelfedern:

  • Die Federn sind fein, dünn, ähnlich wie Säugetierhaare („haarähnliche Federn")
  • Sie haben keine Barbeln (normale Federn haben Tausende) — das bedeutet, dass sie nicht wasserdicht sind und nicht fliegen können
  • Farbe: braun-grau mit rötlichen Streifen, im Waldunterwuchs mimetisch
  • Funktion: nur Thermoregulation (nicht aerodynamisch)

Einzigartige anatomische Merkmale:

  • Atrophierte Flügel: 3-4 cm, auf Stümpfe reduziert, unter dem Körpergefieder verborgen; nicht funktionsfähig
  • Brustbein ohne Kiel: Im Gegensatz zu fliegenden Vögeln ist das Brustbein des Kiwis flach (keine Anheftung für Flugmuskeln)
  • Schwere Knochen: Knochen NICHT hohl wie bei anderen Vögeln, sondern voller Mark (reduziert die Notwendigkeit von „Leichtigkeit")
  • Körpertemperatur: 38°C (niedriger als der Durchschnitt der Vögel 41-42°C, näher an Säugetieren)
  • Vibrissen: sensorische Haare an der Schnabelbasis (wie Katzenschnurrhaare) — Ausnahmefall bei Vögeln
  • Schweres Mantel: nimmt den größten Teil der Körperhöhle ein (selten bei Vögeln, die kompakte Organe haben, um das Gewicht zu minimieren)

Die Augen des Kiwis sind klein und relativ dünn: Die Sicht ist schwach (einer der wenigen Vögel, die sich nicht auf die Sicht verlassen). Sie kompensieren mit Geruchssinn und Tastsinn. Das Innenohr ist groß, das Gehör ist ausgezeichnet. Die Beine sind stark, mit gut entwickelten Fingern, robusten gekrümmten Krallen zum Graben. Die Weibchen sind erheblich größer als die Männchen (1,5-3,3 kg vs 1,3-2,5 kg) — Umkehrung des normalen aviären Geschlechtsdimorphismus.

Verhalten und Wissenswertes

Der Streifenkiwi ist ein streng nachtaktiver, monogamer, territorialer Vogel. Er kommt erst nach Einbruch der Dunkelheit (1 Stunde nach Sonnenuntergang) heraus, ist 6-10 Stunden aktiv, dann kehrt er bei Sonnenaufgang zur „Höhle" zurück. Die Höhlen sind Hohlräume im Unterholz, Vertiefungen unter Baumwurzeln oder Hohlräume zwischen Steinen — ein Kiwi hat 5-50 verschiedene Höhlen in seinem Territorium. Territorium: 5-50 Hektar pro Paar, aggressiv verteidigt. Territoriale Markierung: Lautäußerungen bei Dämmerung (sehr lautes „kee-wee"-Geräusch, 1+ km hörbar), Kratzer an Stämmen, Nahrungsreste.

Das Paar ist lebenslang monogam. Männchen und Weibchen teilen sich das Territorium und rufen einander häufig mit Stimm-Duetten an (das Männchen macht ein hohes „kee-WEE", das Weibchen antwortet mit einem tiefen Grunzen). Die Fortpflanzung ist einer der außergewöhnlichsten Aspekte der Art:

  1. Paarung: August-September (australischer Winter)
  2. Das Riesenei: Das Weibchen legt 1 einziges Ei von 430-500 g — etwa 15-20 % ihres Körpergewichts. Zum Vergleich: Ein Huhn (3 kg) legt Eier von 60-65 g (2 % Gewicht) — der Kiwi hat das im Verhältnis zum Körper größte Ei in der Vogelwelt. In den letzten Tagen vor dem Legen nimmt das Ei die gesamte Bauchhöhle des Weibchens ein, das Mühe hat, zu gehen und zu essen
  3. MÄNNLICHE Brut: selten, aber nicht einzigartig bei Laufvögeln (auch das männliche Emu brütet). Das Männchen brütet das Ei allein für 74-85 Tage (längste Brutzeit unter Laufvögeln, nur vom Albatros übertroffen) und verliert dabei bis zu 20 % seines Gewichts. Das Weibchen kann ganz weggehen oder gelegentlich helfen
  4. Schlupf: Das Küken kommt vollständig entwickelt heraus, mit erwachsenem Gefieder, geöffneten Augen, kann in 2-3 Tagen laufen — völlig anders als die Küken anderer Vögel, die nesthockend sind
  5. Selbstständigkeit: Das Kleine verlässt die Höhle nach 1 Woche und wird vom Elternteil unabhängig — der einzige Laufvogel mit so frühreifen Küken

Berühmtes Wissenswertes: das nationale Symbol Neuseelands. Der Kiwi erschien seit 1898 auf NZ-Postwertzeichen, seit 1991 auf der 1-Dollar-Münze. Die neuseeländischen Bürger werden seit dem Ersten Weltkrieg umgangssprachlich „Kiwis" genannt (die ANZAC-Soldaten wurden so genannt). Die Rugby-Nationalmannschaft Neuseelands (All Blacks) hat den Kiwi im Wappen. Der NZ-Dollar wird „Kiwi-Dollar" genannt. Die Kiwi-Frucht (Actinidia deliciosa, chinesische Frucht) bekam 1959 den Namen von diesem Vogel, als sie in NZ vermarktet wurde.

„Paradox der flugunfähigen Vögel"-Wissenswertes: Kiwis zeigen einen klassischen Fall von regressiver Evolution. Ihre Vorfahren waren flugfähig (wahrscheinlich Verwandte des prä-flugfähigen Moas oder Emus). Als sie in NZ (vor 50-60 Mya) ankamen, gab es keine terrestrischen Säugetierräuber (NZ war vor 80 Mya von Australien getrennt). Ohne luftigen Raubdruck war die Entwicklung/Aufrechterhaltung des Fluges energetisch kostspielig und unnötig. Ergebnis: In 50 Mya verloren sie Flügel, Brustbein-Kiel, hohle Knochen und entwickelten für Säugetiere typische nachtaktiv-olfaktorische Anpassungen. Aus diesem Grund werden Kiwis oft „Ehrensäugetiere" genannt.

Wissenswertes zur Maori-Kultur: Die Maori nennen den Kiwi „te manu huna a Tāne" (der versteckte Vogel von Tāne — Gott des Waldes). In der Maori-Mythologie lebte der Kiwi einst hoch in den Bäumen zusammen mit anderen Vögeln. Als ein Dämon begann, die Bäume des Waldes zu verschlingen, fragte Tāne, welcher der Vögel den Himmel aufgeben würde, um zur Erde zu kommen und den Wald zu schützen. Nur der Kiwi nahm das Opfer an. Tāne nahm ihm die Farben, Flügel und die Flugfähigkeit weg, gab ihm aber ewige Ehre als „der Wächter des Waldes". Die Maori jagten den Kiwi nie (heilig tapu); sie verwendeten nur Federn von natürlich verstorbenen Kiwis, um „kahukiwi" herzustellen — heilige Mäntel, die von Stammeshäuptlingen getragen wurden. Ein Kahukiwi-Mantel benötigte 11.000+ Federn und war ein Symbol des Adels.

Wissenswertes zum „Genom" und der Farbenblindheit: Genetische Studien (2014) haben gezeigt, dass Kiwis die Gene für das Farbsehen verloren haben (im Gegensatz zu anderen Vögeln): Sie können nur in Schwarz und Weiß sehen. Darüber hinaus sind einige Gene für den Flug zu Pseudogenen (vorhanden, aber nicht funktional) geworden. Das Kiwi-Genom ist eines der am meisten untersuchten bei Vögeln, um die regressive Evolution zu studieren.

Wissenswertes zum „Tod durch Hund": Der Kiwi ist aufgrund einer einzigartigen Anatomie besonders anfällig für Hunde: Sein Brustkorb ist kiellos, was ihn zerbrechlich macht. Ein Hundeschlag kann innere Organe durchbohren — ein Kiwi kann sterben, auch wenn der Hund nicht die Absicht hatte, ihn zu töten. Das Department of Conservation NZ hat die Kampagne „Dog control near kiwi" gestartet, um die Besitzer aufzuklären.

Langlebigkeits-Wissenswertes: Kiwis gehören zu den langlebigsten Vögeln der Welt: 25-50 Jahre in der Natur, 60+ in Gefangenschaft. Absoluter Rekord: „Sue" — weiblicher Streifenkiwi im Auckland Zoo, lebte 65 Jahre (1958-2023). Körpertemperatur-Wissenswertes: 38°C, sehr niedrig für einen Vogel (Durchschnitt 41-42°C). Diese niedrigere Temperatur, ähnlich der von Säugetieren, ist ein weiteres Beispiel für die evolutionäre „Säugetierisierung" des Kiwis. Vibrissen-Wissenswertes: Der Kiwi ist der einzige Vogel mit Vibrissen (sensorische Haare an der Schnabelbasis). Vibrissen sind typisch für Säugetiere (Katzen, Mäuse usw.) und fehlen bei allen anderen lebenden Vögeln — eine weitere „säugetierähnliche" Anpassung. Kiwi-Vielfalts-Wissenswertes: 5 bestehende Arten, aber es gab Hunderte Millionen Kiwis vor der Ankunft des Menschen (1280 n. Chr.). Heute sind alle Arten im Rückgang oder lokal ausgestorben. Capital Kiwi Project-Wissenswertes: Seit 2018 wurden Kiwis erstmals seit 100+ Jahren in Wellington (NZ-Hauptstadt) wiederangesiedelt, dank intensiver Räuberausrottungseinsätze. Die Population wächst. „Kiwi-Intelligenz"-Wissenswertes: Aktuelle Studien (2020) haben gezeigt, dass Kiwis überraschend entwickelte kognitive Fähigkeiten haben: individuelle Erkennung (erkennen bis zu 50 Artgenossen), räumliches Gedächtnis (erinnern sich an Hunderte von „Höhlen" in ihren Territorien) und Problemlösung (im Labor lösen sie einfache Rätsel, um Nahrung zu erhalten). „Kiwi-Frucht"-Wissenswertes: Die chinesische Stachelbeere (Actinidia deliciosa) wurde 1959 in „Kiwifruit" umbenannt, als NZ begann, sie zu exportieren, und nahm den Namen des berühmten Nationalvogels an. Die Frucht hat keine biologische Beziehung zum Vogel.

Vorteile

  • Unicum mondiale: narici alla punta del becco, vibrisse, penne capelli
  • Uovo più grande in proporzione al corpo del regno animale (15-20%)
  • Simbolo nazionale NZ (cittadini = 'Kiwis', All Blacks rugby)
  • Longevità eccezionale (25-50 anni in natura, record 65 in cattività)

Nachteile

  • IUCN Vulnerable, in declino 2%/anno
  • Predazione critica da ermellini, gatti, cani introdotti (95% mortalità giovanile)
  • Gabbia toracica fragile (priva di chiglia): muore facilmente al primo morso
  • Maturità sessuale tardiva (3-5 anni), riproduzione lenta (1 uovo/anno)

Häufige Fragen

Perché il kiwi non vola?
Evoluzione regressiva. I suoi antenati erano voli ma quando arrivarono in Nuova Zelanda (50-60 Mya), non c'erano predatori mammiferi terrestri. Senza pressione di predazione aerea, mantenere il volo era energeticamente costoso e non necessario. In 50 milioni di anni hanno perso: ali (atrofizzate), sterno-chiglia (piatto, no muscoli volo), ossa cave (ora piene di midollo), penne con barbicelle (ora simili a peli). Adattamenti nocturni-olfattivi tipici dei mammiferi.
Perché si chiama 'Kiwi' come la frutta?
È al contrario: il frutto fu rinominato dall'uccello! L'uccello kiwi (nome Maori) era già noto da secoli. La 'kiwi fruit' (Actinidia deliciosa) è originaria della Cina ('gooseberry cinese'). Quando la Nuova Zelanda iniziò a esportarla nel 1959, la rinominò 'kiwifruit' per ragioni di marketing, prendendo nome dal famoso uccello nazionale. Nessuna relazione biologica tra l'uccello e il frutto.
Com'è possibile che il maschio incubi l'uovo da solo?
Comportamento raro tra gli uccelli ma non unicum tra ratiti (anche emù maschio incuba). Per 74-85 giorni il maschio kiwi cova l'uovo gigante (430-500 g, 15-20% del peso F), perdendo fino al 20% del suo peso. La femmina può andarsene completamente o aiutare occasionalmente. Strategia evolutiva: la femmina ha investito enormi risorse energetiche nell'uovo gigante, mentre l'incubazione è 'meno costosa' per il maschio. Risultato: massimizzazione dell'investimento parentale.
Perché ha le narici alla punta del becco?
Adattamento unico tra gli uccelli (in tutti gli altri sono alla base del becco, vicino agli occhi). Il kiwi caccia in totale buio, scavando nel sottobosco. Le narici alla punta permettono di 'annusare' il terreno mentre cammina, individuando vermi e larve fino a 15 cm sotto terra. Il bulbo olfattivo del kiwi è proporzionalmente 10 volte più grande di quello di altri uccelli. Compensano una visione scarsa (i kiwi sono quasi ciechi). Unicum biologico utilissimo per il loro stile di vita notturno-fossorio.

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