Sukkulenten

Aloe vera

Aloe vera

Königin der Sukkulenten, birgt die Aloe vera in ihren fleischigen Blättern ein kostbares Gel, so sehr, dass sie den Menschen seit Jahrtausenden als Heilpflanze begleitet.

Eigenschaften

Wissenschaftlicher NameAloe vera
Höhe30-60 cm
SonneHelles Licht, indirekte Sonne
WasserGering, fürchtet Staunässe
BodenSehr durchlässig, sandig
ToxizitätDas Gel wird in der Kosmetik verwendet; der gelbe Saft ist reizend
WachstumLangsam
TemperaturLiebt Wärme, fürchtet Frost
BewässerungNur bei trockener Erde, selten im Winter

Eine Sukkulente mit fleischigen Blättern

Die Aloe vera ist eine ausdauernde Sukkulente, weltberühmt. Sie bildet Rosetten aus langen, dicken, fleischigen Blättern von graublauem Grün, mit gezähnten Rändern und spitzen Enden. Die Blätter dienen als Wasserspeicher: In ihrem Inneren bergen sie ein durchsichtiges gelartiges Gewebe, das berühmte Aloe-Gel, das der Pflanze erlaubt, lange Trockenperioden zu überstehen. Unter günstigen Bedingungen bildet sie hohe Ähren mit gelb-orangen röhrenförmigen Blüten.

Ihre Herkunft ist ungewiss, wahrscheinlich die Arabische Halbinsel, doch sie wird seit Jahrtausenden kultiviert und ist heute in allen warmen Regionen verbreitet.

Wo sie wächst

Als Sukkulente bevorzugt die Aloe vera warme, trockene Klimazonen, gut durchlässige Böden und viel Licht. In der Natur wächst sie in ariden, felsigen Lebensräumen. In Regionen mit mildem Klima kann sie im Garten gezogen werden, während sie anderswo eine überaus beliebte Zimmer- und Terrassenpflanze ist, geschätzt für ihre leichte Kultur.

Anbau und Pflege

Die Aloe vera gehört zu den am leichtesten zu haltenden Pflanzen. Die goldene Regel lautet, es mit dem Wasser nicht zu übertreiben: Der Hauptfeind ist Staunässe, die die Wurzeln faulen lässt. Man sollte sie nur gießen, wenn die Erde vollständig trocken ist, im Winter noch sparsamer. Sie liebt helles Licht, muss aber allmählich an direkte Sonne gewöhnt werden. Sie fürchtet Frost, daher muss sie in kalten Klimazonen im Winter geschützt werden. Sie vermehrt sich leicht über die Ableger, die an der Basis austreiben.

Das Gel und seine Verwendung

Das in den Blättern enthaltene Gel ist der bekannteste Teil der Pflanze und wird seit undenklichen Zeiten in der Kosmetik und in der volkstümlichen Tradition verwendet, besonders zur Beruhigung der Haut. Es ist jedoch vom gelben Saft zu unterscheiden, der sich direkt unter der Haut befindet, bitter schmeckt und ganz andere Eigenschaften hat. Wie bei jedem Naturheilmittel ist es ratsam, sich zu informieren und vorsichtig zu sein.

Eine zeitlose Pflanze

Die Aloe vera ist keine bedrohte Art: Im Gegenteil, sie gehört zu den meistkultivierten Sukkulenten der Welt. Ihre außergewöhnliche Widerstandsfähigkeit, die skulpturale Schönheit ihrer Blätter und ihre lange Verwendungsgeschichte machen sie zu einer sehr geliebten Erscheinung in Häusern und Gärten des ganzen Planeten.

Praktische Tipps

Bewässerung

Wasserbedarf: Gering, fürchtet Staunässe — prüfe vor dem Gießen immer die Substratfeuchte.

Standort

Bevorzugt Helles Licht, indirekte Sonne: sorge für das richtige Licht und drehe die Pflanze für gleichmäßiges Wachstum.

Substrat

Empfohlener Boden: Sehr durchlässig, sandig. Erneuere das Substrat alle 1-2 Jahre.

Blätter

Wische die Blätter mit einem feuchten Tuch ab, um die Photosynthese zu fördern.

Düngung

Dünge während der Wachstumszeit (Frühling-Sommer) und pausiere im Winter.

Vorteile

  • Sehr leicht zu kultivieren
  • Trockenheitsbeständig
  • Gel in der Kosmetik geschätzt
  • Schöne skulpturale Zimmerpflanze

Nachteile

  • Fürchtet Frost und Staunässe
  • Langsames Wachstum
  • Der gelbe Saft unter der Haut ist reizend

Häufige Fragen

Wie oft sollte man die Aloe vera gießen?
Sehr selten. Man sollte sie nur gießen, wenn die Erde vollständig trocken ist, auch im Abstand von zwei bis drei Wochen, und im Winter noch weniger. Staunässe ist die häufigste Todesursache der Pflanze, weil sie die Wurzeln faulen lässt.
Verträgt die Aloe vera direkte Sonne?
Sie liebt helles Licht, doch starke direkte Sonne kann ihre Blätter verbrennen, wenn sie nicht daran gewöhnt ist. Am besten gewöhnt man sie allmählich daran und gibt ihr in sehr heißen Klimazonen zur Mittagszeit etwas Schatten.
Wie vermehrt sich die Aloe vera?
Sehr leicht über Ableger, die kleinen Austriebe an der Basis der Pflanze. Man löst sie behutsam ab, wenn sie einige Blätter haben, und pflanzt sie in gut durchlässige Erde.
Ist das Aloe-Gel dasselbe wie der gelbe Saft?
Nein. Das durchsichtige Gel in der Blattmitte ist der in der Kosmetik übliche Teil. Der gelbe Saft direkt unter der Haut ist anders, bitter und reizend. Beim Zubereiten des Gels zu Hause sollte man sie sorgfältig trennen.

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