Foto: Ton Rulkens · CC BY-SA 2.0
Bleistiftstrauch
Euphorbia tirucalli
Der Bleistiftstrauch ist eine afrikanische Sukkulente, deren blattlose grüne Triebe, dünn wie Bleistifte, sich zu einem dichten Gewirr verzweigen.
Eigenschaften
Beschreibung
Der Bleistiftstrauch ist kein echter Kaktus, sondern eine baumförmige afrikanische Sukkulente mit ungewöhnlicher Gestalt. Statt Blättern trägt er eine dichte Masse schlanker, walzenförmiger grüner Triebe, jeder etwa so dick wie ein Bleistift, die sich immer wieder verzweigen. Winzige echte Blätter erscheinen nur an den Spitzen junger Triebe und fallen bald ab, sodass die Photosynthese fast vollständig von den Trieben übernommen wird. In der Natur wird er zu einem kleinen Baum, im Topf bleibt er ein kompakter, skulpturaler Strauch.
Herkunft und Lebensraum
Er wächst wild in den halbtrockenen Gebieten Ost- und Südafrikas, wo er lange Dürren und magere Böden erträgt. Später wurde er in vielen tropischen Regionen als lebende Hecke, Windschutz und Zierpflanze angepflanzt. Er liebt Wärme und verträgt keinen Frost.
Kultur und Pflege
Er gehört zu den pflegeleichtesten Sukkulenten für Wohnung oder frostfreies Gewächshaus. Er verlangt viel Licht, am besten direkte Sonne, ein sehr durchlässiges Substrat und seltenes Gießen: im Sommer nur wässern, wenn die Erde völlig trocken ist, im Winter das Wasser fast ganz einstellen. Staunässe führt rasch zur Fäulnis der Triebe.
- Nur umtopfen, wenn die Wurzeln den Topf füllen
- Durch Triebstecklinge vermehren, den Schnitt einige Tage antrocknen lassen
- Sparsam mit stark verdünntem Kakteendünger düngen
Vorsicht Milchsaft
Wie alle Wolfsmilchgewächse gibt er beim Anschneiden einen weißen Milchsaft ab, der Haut und Augen stark reizt. Der Kontakt kann Verätzungen verursachen und, wenn er die Augen erreicht, vorübergehende Blindheit. Man sollte ihn stets mit Handschuhen handhaben, von Kindern und Haustieren fernhalten und Spritzer sofort abwaschen.
Wissenswertes
Sein kohlenwasserstoffreicher Milchsaft wurde als mögliche Quelle für Biokraftstoff untersucht. Viele volkstümliche Namen spielen auf die bleistift-, finger- oder antennenartigen Triebe an.
Blütezeit
Praktische Tipps
Wasserbedarf: Gering — prüfe vor dem Gießen immer die Substratfeuchte.
Bevorzugt Volle Sonne: sorge für das richtige Licht und drehe die Pflanze für gleichmäßiges Wachstum.
Empfohlener Boden: Sandig, sehr durchlässig. Erneuere das Substrat alle 1-2 Jahre.
Wische die Blätter mit einem feuchten Tuch ab, um die Photosynthese zu fördern.
Dünge während der Wachstumszeit (Frühling-Sommer) und pausiere im Winter.
Vorteile
- Sehr pflegeleicht und trockenheitsresistent
- Ungewöhnliche, skulpturale Form
- Leicht durch Stecklinge zu vermehren
Nachteile
- Ätzender Milchsaft, gefährlich für Haut und Augen
- Keine Frosttoleranz, empfindlich gegen Staunässe
- Nicht ratsam bei Kindern oder Haustieren



