Blumen

Edelweiß

Leontopodium nivale

Symbol der Berge, wächst das Edelweiß zwischen den Felsen der Höhenlagen, gehüllt in einen weißen, wolligen Flaum, der es vor Kälte und intensiver Sonne schützt.

Eigenschaften

Wissenschaftlicher NameLeontopodium nivale
Höhe5-20 cm
SonneVolle Sonne
WasserGering, fürchtet Staunässe
BodenSehr durchlässig, mager, vorzugsweise kalkhaltig
ToxizitätUngiftig
WachstumLangsam, ausdauernd
TemperaturRobust, widersteht der intensiven Kälte der Höhenlagen
BlütezeitJul, Aug, Sep
BewässerungSelten; nur bei anhaltender Trockenheit

Die Blume der Gipfel

Das Edelweiß, auch Alpenstern genannt, ist vielleicht die berühmteste und beliebteste Bergblume. Was wie eine einzige weiße, sternförmige Blüte aussieht, ist in Wirklichkeit eine Ansammlung kleiner gelber Blüten in der Mitte, umgeben von umgebildeten Blättern, den Hochblättern, die sternförmig angeordnet und mit einem dichten, weichen weißen Flaum bedeckt sind. Gerade dieses wollige, fast samtige Aussehen macht es unverwechselbar und verleiht ihm einen einzigartigen Reiz zwischen den Felsen der Höhenlagen.

Lebensraum und Verbreitung

Es wächst auf den Bergen Europas, insbesondere den Alpen und anderen Gebirgen, in der Regel in Höhenlagen, oft oberhalb der Baumgrenze. Es bevorzugt kalkhaltige Böden, felsige Rasen, Felsbänder und sonnige Hänge, wo nur wenige andere Pflanzen überleben können. Es ist eine an eine extreme Umgebung angepasste Art, geprägt von intensiver Kälte, Wind, starker Sonneneinstrahlung und einer kurzen Vegetationszeit.

Anpassungen und Anbau

Der berühmte weiße Flaum ist nicht nur schön: Er ist ein echter schützender 'Mantel'. Indem er eine Luftschicht festhält und Licht reflektiert, schützt er die Pflanze vor Temperaturschwankungen, Austrocknung und den intensiven ultravioletten Strahlen des Hochgebirges. Das Edelweiß kann auch in Steingärten des Flachlands gezogen werden, sofern man ihm volle Sonne, einen sehr durchlässigen, mageren Boden gibt und Staunässe, seinen Hauptfeind, vermeidet.

Wissenswertes

Seit Jahrhunderten ist das Edelweiß ein Symbol für Reinheit, Mut und Liebe zu den Bergen. Früher galt das Pflücken an den unwegsamen Orten, an denen es wächst, als Mutprobe, sodass es mit vielen alpinen Legenden verbunden wurde. Es ist zu einer kulturellen Ikone geworden, präsent in Wappen, Liedern und Traditionen der Bergregionen.

Schutz

Gerade wegen seines Reizes wurde das Edelweiß früher übermäßig gepflückt, was viele Bestände gefährdete. Deshalb ist es heute in weiten Teilen der Alpenregionen eine geschützte Art, in der das Pflücken in der Natur verboten ist. Es zu bewundern und zu fotografieren, ohne es auszureißen, ist der beste Weg, es für jene zu bewahren, die nach uns kommen.

Blütezeit

JanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez

Praktische Tipps

Bewässerung

Wasserbedarf: Gering, fürchtet Staunässe — prüfe vor dem Gießen immer die Substratfeuchte.

Standort

Bevorzugt Volle Sonne: sorge für das richtige Licht und drehe die Pflanze für gleichmäßiges Wachstum.

Substrat

Empfohlener Boden: Sehr durchlässig, mager, vorzugsweise kalkhaltig. Erneuere das Substrat alle 1-2 Jahre.

Blätter

Wische die Blätter mit einem feuchten Tuch ab, um die Photosynthese zu fördern.

Düngung

Dünge während der Wachstumszeit (Frühling-Sommer) und pausiere im Winter.

Vorteile

  • Symbolblume der Alpen, von großem Reiz
  • Robust und beständig gegen Kälte und intensive Sonne
  • Für Steingärten geeignet
  • Ungiftig

Nachteile

  • Fürchtet Staunässe
  • Langsames Wachstum
  • Geschützte Art: Pflücken in der Natur verboten

Häufige Fragen

Ist das Edelweiß eine einzige Blüte?
Nein. Was wie eine weiße, sternförmige Blüte aussieht, ist in Wirklichkeit eine Ansammlung kleiner gelber Blüten in der Mitte, umgeben von umgebildeten Blättern, den Hochblättern, die sternförmig angeordnet und mit weißem Flaum bedeckt sind.
Wozu dient der weiße Flaum?
Er ist ein schützender 'Mantel'. Indem er eine Luftschicht festhält und Licht reflektiert, schützt er die Pflanze vor Temperaturschwankungen, Austrocknung und den intensiven ultravioletten Strahlen des Hochgebirges.
Kann man das Edelweiß im Garten ziehen?
Ja, in Steingärten, sofern man ihm volle Sonne, einen sehr durchlässigen, mageren Boden gibt und Staunässe, seinen Hauptfeind, vermeidet. Es ist robust und widersteht Kälte gut.
Stimmt es, dass es eine geschützte Pflanze ist?
Ja. Früher übermäßig gepflückt, ist es heute in weiten Teilen der Alpenregionen geschützt, wo das Pflücken in der Natur verboten ist. Es zu bewundern und zu fotografieren, ohne es auszureißen, ist der beste Weg, es zu bewahren.

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