Carnivore

Gabel-Sonnentau

Drosera binata

Der Gabel-Sonnentau ist eine fleischfressende Pflanze mit langen, gabelig geteilten Blättern, die mit klebrigen Tentakeln bedeckt sind und Insekten fangen.

Eigenschaften

Wissenschaftlicher NameDrosera binata
HöheAufrechte Blätter bis 30–60 cm
SonneVolle Sonne oder sehr helles Licht
WasserSehr hoch, Substrat stets feucht
BodenNährstoffarm und sauer (Sphagnumtorf und Sand)
ToxizitätUngiftig
WachstumAusdauernd, mäßig
TemperaturAnpassungsfähig, verträgt leichten Frost
BlütezeitSommer (kleine weiße Blüten)
BewässerungNur Regen- oder entmineralisiertes Wasser

Gabelblätter voller Tau

Der Gabel-Sonnentau ist eine große ausdauernde fleischfressende Pflanze aus der Familie der Sonnentaugewächse (Droseraceae), eine der spektakulärsten der Gattung Sonnentau (Drosera). Sein Kennzeichen sind die langen, aufrechten Blätter, die 60 cm überschreiten können, wiederholt gabelig (dichotom) geteilt: daher der wissenschaftliche Name binata, „paarweise“. Jedes Blatt ist mit dichten rötlichen Tentakeln bedeckt, deren Spitzen je einen Tropfen klebrigen Schleims tragen, der wie Tau glitzert.

Lebensraum und Verbreitung

Er stammt aus dem Südosten Australiens und Neuseeland, wo er in Mooren, Nasswiesen und feuchten, nährstoffarmen Lebensräumen wächst.

Wie er Beute fängt

Die klebrigen Tropfen an den Tentakelspitzen locken und fangen Insekten. Bleibt Beute haften, krümmen sich die umliegenden Tentakel langsam zu ihr hin, und mitunter rollt sich das Blatt selbst ein und umhüllt das Insekt. Verdauungsenzyme lösen das Gewebe der Beute auf, aus dem die Pflanze Stickstoff und andere im Boden knappe Nährstoffe aufnimmt.

Kultur

Er ist einer der einfachsten und am weitesten verbreiteten Sonnentaue in Kultur. Er will volle Sonne oder sehr helles Licht, ein nährstoffarmes, saures Substrat (Sphagnumtorf mit Sand oder Perlite), das stets feucht gehalten wird, und Gießen nur mit Regen- oder entmineralisiertem Wasser, von unten. Viele Formen sind robust und vertragen leichten Frost.

Pflege

Er sollte niemals wie eine gewöhnliche Pflanze gefüttert werden: Er fängt die benötigten Insekten selbst. Im Haus kann er auf ein helles Fensterbrett oder in ein Terrarium. Er ist für Menschen und Tiere ungiftig.

Blütezeit

JanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez

Praktische Tipps

Bewässerung

Wasserbedarf: Sehr hoch, Substrat stets feucht — prüfe vor dem Gießen immer die Substratfeuchte.

Standort

Bevorzugt Volle Sonne oder sehr helles Licht: sorge für das richtige Licht und drehe die Pflanze für gleichmäßiges Wachstum.

Substrat

Empfohlener Boden: Nährstoffarm und sauer (Sphagnumtorf und Sand). Erneuere das Substrat alle 1-2 Jahre.

Blätter

Wische die Blätter mit einem feuchten Tuch ab, um die Photosynthese zu fördern.

Düngung

Dünge während der Wachstumszeit (Frühling-Sommer) und pausiere im Winter.

Vorteile

  • Spektakuläre, einzigartige Gabelblätter
  • Fängt natürlich Mücken und Insekten
  • Einer der einfachsten Sonnentaue

Nachteile

  • Anspruchsvoll: reines Wasser und kalkfreies Substrat
  • Verträgt keine reichen oder gedüngten Böden

Häufige Fragen

Wie fängt er Insekten?
Die Blätter sind mit Tentakeln bedeckt, deren Spitzen je einen Tropfen klebrigen Schleims tragen. Insekten bleiben haften; die Tentakel krümmen sich zur Beute, und das Blatt kann sich einrollen, dann verdauen Enzyme sie.
Welches Wasser soll ich verwenden?
Nur Regen-, destilliertes oder entmineralisiertes Wasser, von unten. Leitungswasser, reich an Kalk, schadet dieser und anderen fleischfressenden Pflanzen.
Warum sind die Blätter gegabelt?
Das ist das Kennzeichen der Art: Die Blätter teilen sich wiederholt gabelig. Der wissenschaftliche Name binata, 'paarweise', verweist auf diese dichotome Teilung.
Muss ich ihn mit Insekten füttern?
Nein. Er fängt die benötigten Mücken und kleinen Insekten selbst. Er sollte nie gefüttert oder mit Fleisch zwangsgefüttert werden, das würde die Blätter faulen lassen.

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