Gelbe Schlauchpflanze

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Carnivore

Gelbe Schlauchpflanze

Sarracenia flava

Eine fleischfressende Pflanze des Südostens der USA: Die Gelbe Schlauchpflanze bildet hohe aufrechte gelbgrüne Trompeten, die Insekten mit Nektar anlocken und fangen.

Eigenschaften

Wissenschaftlicher NameSarracenia flava
HöheAufrechte Schläuche bis ~100 cm
SonneVolle Sonne
WasserHoch: Moor stets feucht
BodenTorfig, sauer und nährstoffarm, feucht
ToxizitätFür den Menschen ungiftig
WachstumMäßig; Winterruhe
TemperaturGemäßigt, frosthart
BlütezeitMärz–April, gelbe Blüten
BewässerungRegen- oder destilliertes Wasser, Anstaumethode

Eine Fleischfresserin in Trompetenform

Die Gelbe Schlauchpflanze ist eine der imposantesten fleischfressenden Pflanzen Nordamerikas. Ihre umgebildeten Blätter formen aufrechte, schlanke Schläuche von bis zu einem Meter Höhe, ähnlich langen Trompeten oder Kannen von leuchtendem Gelbgrün, oft rot geadert. Oben schützt ein gerundeter Deckel die Öffnung vor Regen. Sie ist nicht mit den asiatischen Nepenthes zu verwechseln: Die Schlauchpflanzen sind die „Kannenpflanzen" der Neuen Welt, deren Fallen direkt aus dem Boden ragen.

Lebensraum und Verbreitung

Sie wächst wild in den Mooren und feuchten Küstenebenen des Südostens der USA, von Alabama über Florida und Georgia bis zu den Carolinas und Virginia. Sie lebt auf sauren, nährstoffarmen Böden, wo der Insektenfang den Stickstoffmangel ausgleicht.

Wie die Falle funktioniert

Der Rand des Schlauchs bildet einen zuckrigen Nektar, der Insekten anlockt; der Nektar enthält jedoch auch betäubende Stoffe, die die Beute benommen machen. An der Öffnung rutscht das Insekt an wächsernen Wänden hinein und wird von abwärts gerichteten Haaren am Hinaufklettern gehindert. Am Grund verdauen Enzyme und Bakterien die Beute.

Kultur

Sie ist bei Fleischfresser-Gärtnern wegen ihrer skulpturalen Schönheit sehr beliebt. Sie braucht volle Sonne, ein saures, stets feuchtes Torfsubstrat, mineralfreies Wasser (Anstaumethode) und eine kalte Winterruhe, in der der oberirdische Teil abstirbt und die Pflanze im Rhizom ruht. Im Frühjahr, vor den neuen Schläuchen, bildet sie große nickende gelbe Blüten.

Schutz

Die IUCN führt die Art als nicht gefährdet, doch viele heimische Moore wurden zerstört oder entwässert. Im Handel angebotene Pflanzen stammen aus Kultur; der Schutz von Feuchtgebieten bleibt wichtig.

Blütezeit

JanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez

Praktische Tipps

Bewässerung

Wasserbedarf: Hoch: Moor stets feucht — prüfe vor dem Gießen immer die Substratfeuchte.

Standort

Bevorzugt Volle Sonne: sorge für das richtige Licht und drehe die Pflanze für gleichmäßiges Wachstum.

Substrat

Empfohlener Boden: Torfig, sauer und nährstoffarm, feucht. Erneuere das Substrat alle 1-2 Jahre.

Blätter

Wische die Blätter mit einem feuchten Tuch ab, um die Photosynthese zu fördern.

Düngung

Dünge während der Wachstumszeit (Frühling-Sommer) und pausiere im Winter.

Vorteile

  • Hohe, skulpturale gelbe Trompeten
  • Faszinierende Schlauchfalle
  • Frosthart, mit schöner Frühjahrsblüte

Nachteile

  • Braucht volle Sonne und stets feuchtes saures Substrat
  • Benötigt eine kalte Winterruhe
  • Von Mooren abhängig, rückläufiger Lebensraum

Häufige Fragen

Wie fängt sie Insekten?
Der Rand sondert zuckrigen Nektar mit betäubenden Stoffen ab; das Insekt rutscht an wächsernen Wänden in den Schlauch und wird von abwärts gerichteten Haaren blockiert. Am Grund verdauen Enzyme und Bakterien es.
Ist sie wie ein Nepenthes?
Sie hat eine ähnliche Funktion, ist aber nicht verwandt: Nepenthes sind asiatisch und hängen an Blättern, während Schlauchpflanzen nordamerikanisch sind und ihre Schläuche aus dem Boden ragen.
Soll man sie im Zimmer halten?
Besser im Freien: Sie will volle Sonne und eine kalte Winterruhe. Im Winter stirbt der oberirdische Teil ab und die Pflanze ruht im Rhizom, um im Frühjahr wieder auszutreiben.
Welches Wasser verwenden?
Nur mineralfreies Wasser wie Regen- oder destilliertes Wasser, mit der Anstaumethode, um das Substrat stets feucht zu halten.

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