Kap-Sonnentau

Foto: KENPEI · CC BY-SA 3.0

Carnivore

Kap-Sonnentau

Drosera capensis

Eine südafrikanische fleischfressende Pflanze mit klebrigen Tentakeln auf den Blättern: Der Kap-Sonnentau ist einer der pflegeleichtesten und ideal für Anfänger.

Eigenschaften

Wissenschaftlicher NameDrosera capensis
HöheRosette mit Blättern bis 15 cm
SonneVolle Sonne oder sehr helles Licht
WasserHoch: dauerhaft nasses Substrat
BodenSaurer Torf und Sand/Perlite, nährstoffarm
ToxizitätUngiftig
WachstumSchnell und wüchsig
TemperaturGemäßigt bis warm, 5–30 °C
BlütezeitSommer, rosafarbene Blüten
BewässerungAnstaumethode, Regen- oder destilliertes Wasser

Eine Fleischfresserin mit Tautentakeln

Der Kap-Sonnentau ist eine fleischfressende Pflanze, die Rosetten aus schmalen, länglichen, halb aufrecht gehaltenen Blättern bildet. Jedes Blatt ist mit feinen Tentakeln bedeckt, die jeweils ein Tröpfchen klebrigen Schleims tragen, das in der Sonne wie Tau glänzt — daher der englische Name sundew, „Sonnentau". Die Tröpfchen locken Insekten an, die daran kleben bleiben; das Blatt rollt sich dann langsam um die Beute, umhüllt sie und beschleunigt die Verdauung.

Lebensraum und Verbreitung

Er ist in der Kapregion Südafrikas endemisch, wo er in dauerhaft feuchten, nährstoffarmen Lebensräumen wie Mooren und Sumpfrändern wächst, in voller Sonne oder Halbschatten. Der Insektenfang liefert ihm den Stickstoff, den der arme Boden nicht bieten kann.

Kultur

Anders als viele Fleischfresser ist er robust und sehr pflegeleicht, sodass er die für Anfänger meistempfohlene Art ist. Er will viel Licht (auch volle Sonne), ein saures Substrat aus Torf und Sand, das ständig nass gehalten wird — am besten per Anstaumethode — und mineralfreies Wasser wie Regen- oder destilliertes Wasser. Er wächst schnell, blüht mit zarten rosafarbenen Blüten und bildet viele Samen, die sich leicht selbst aussäen.

Wissenswertes

Die Blätter sind erstaunlich beweglich: Sie können sich innerhalb weniger Stunden um Beute biegen. Selbst ein einzelnes abgetrenntes, auf feuchtes Substrat gelegtes Blatt kann zu einer neuen Pflanze heranwachsen.

Schutz

Die Art ist weltweit in Kultur häufig und nicht von Schutzbelang; im Handel angebotene Pflanzen stammen aus Vermehrung, nicht aus der Natur.

Blütezeit

JanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez

Praktische Tipps

Bewässerung

Wasserbedarf: Hoch: dauerhaft nasses Substrat — prüfe vor dem Gießen immer die Substratfeuchte.

Standort

Bevorzugt Volle Sonne oder sehr helles Licht: sorge für das richtige Licht und drehe die Pflanze für gleichmäßiges Wachstum.

Substrat

Empfohlener Boden: Saurer Torf und Sand/Perlite, nährstoffarm. Erneuere das Substrat alle 1-2 Jahre.

Blätter

Wische die Blätter mit einem feuchten Tuch ab, um die Photosynthese zu fördern.

Düngung

Dünge während der Wachstumszeit (Frühling-Sommer) und pausiere im Winter.

Vorteile

  • Sehr pflegeleicht, ideal für Anfänger
  • Bewegliche Blätter, die Beute umhüllen
  • Schnelles Wachstum und Selbstaussaat

Nachteile

  • Braucht mineralfreies Wasser und viel Licht
  • Kann durch Selbstaussaat lästig werden
  • Substrat stets nass: keine Trockenheitstoleranz

Häufige Fragen

Warum eignet er sich für Anfänger?
Er ist robust, nachsichtig und schnellwüchsig: Man muss ihm nur viel Licht, ein stets nasses Torfsubstrat und mineralfreies Wasser geben. Er ist die meistempfohlene Einsteiger-Fleischfresserin.
Wie fängt er Insekten?
Die Blätter sind mit Tentakeln bedeckt, die Tröpfchen klebrigen Schleims tragen; Insekten bleiben kleben, und das Blatt rollt sich langsam um die Beute, um sie zu verdauen.
Welches Wasser soll ich verwenden?
Nur mineralfreies Wasser wie Regen- oder destilliertes Wasser. Salzreiches Leitungswasser schädigt fleischfressende Pflanzen schnell.
Wie vermehrt er sich?
Er bildet viele Samen und sät sich leicht selbst aus; zudem kann selbst ein einzelnes, auf feuchtes Substrat gelegtes Blatt zu einer neuen Pflanze werden.

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