Carnivore

Rote Schlauchpflanze

Sarracenia purpurea

Die Rote Schlauchpflanze ist eine fleischfressende Pflanze mit regenwassergefüllten Schlauchblättern, die Insekten fangen und verdauen. Winterhart und robust.

Eigenschaften

Wissenschaftlicher NameSarracenia purpurea
HöheEtwa 10–30 cm
SonneVolle Sonne
WasserReichlich, nur Regen- oder entmineralisiertes Wasser
BodenSaurer Torf und Sand, nährstoffarm
ToxizitätFür Menschen und Tiere ungiftig
WachstumLangsam bis mittel; robuste Pflanze
TemperaturGemäßigt; winterhart mit Ruhephase
BlütezeitNickende Blüten im Frühjahr
BewässerungUntersetzer stets feucht, salzarmes Wasser

Die schlauchförmige fleischfressende Pflanze

Die Rote Schlauchpflanze (Sarracenia purpurea) ist eine fleischfressende Pflanze aus der Familie der Schlauchpflanzengewächse (Sarraceniaceae), berühmt für ihre zu charakteristischen gedrungenen „Schläuchen" umgebildeten Blätter, die zum Himmel geöffnet und oft mit Regenwasser gefüllt sind. Ihre Farbe reicht von Grün bis zu tiefem Weinrot, wenn sie in voller Sonne wächst, mit auffälliger Aderung. Im Frühjahr erheben sich aus der Mitte der Rosette ungewöhnliche nickende, schirmförmige Blüten.

Herkunft und Lebensraum

Sie ist in weiten Teilen Nordamerikas verbreitet, von Kanada bis Florida, typisch für Moore, Sümpfe und saure, nährstoffarme Feuchtgebiete. Sie ist die kältetoleranteste Schlauchpflanze und wächst auch in kalten Regionen.

Wie sie Beute fängt

Anders als andere Fleischfresser halten ihre Schläuche Regenwasser und wirken als Ertränkungsfallen: Insekten und kleine Gliederfüßer, von den Farben und dem Nektar angelockt, gleiten an mit abwärtsgerichteten Haaren besetzten Wänden hinein und können nicht mehr hinaus. Sie fallen in die Flüssigkeit, wo sie — mithilfe von Bakterien und Kleinstlebewesen — zersetzt werden, und die Nährstoffe werden von der Pflanze aufgenommen, die so ausgleicht, was der arme Boden nicht bietet.

Kultur und Pflege

Sie möchte volle Sonne, ein saures, salzarmes Substrat aus Torf und Sand und viel Feuchtigkeit: Der Untersetzer wird stets mit Regen- oder entmineralisiertem Wasser gefüllt (niemals Leitungswasser). Im Winter geht sie in Ruhe und sollte kühl stehen: Diese Ruhephase macht sie zu einer der am einfachsten im Freien zu kultivierenden Fleischfresser in gemäßigten Klimaten.

Schutz

Sie ist in ihrem Areal noch verbreitet, doch die Moore, die sie beherbergen, sind fragile Lebensräume, bedroht durch Entwässerung und Verschmutzung. In Kultur vermehrt sie sich leicht und entlastet so die Wildbestände.

Blütezeit

JanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez

Praktische Tipps

Bewässerung

Wasserbedarf: Reichlich, nur Regen- oder entmineralisiertes Wasser — prüfe vor dem Gießen immer die Substratfeuchte.

Standort

Bevorzugt Volle Sonne: sorge für das richtige Licht und drehe die Pflanze für gleichmäßiges Wachstum.

Substrat

Empfohlener Boden: Saurer Torf und Sand, nährstoffarm. Erneuere das Substrat alle 1-2 Jahre.

Blätter

Wische die Blätter mit einem feuchten Tuch ab, um die Photosynthese zu fördern.

Düngung

Dünge während der Wachstumszeit (Frühling-Sommer) und pausiere im Winter.

Vorteile

  • Faszinierende, lehrreiche fleischfressende Pflanze
  • Robust: verträgt Frost gut
  • Leicht im Freien in gemäßigten Klimaten zu ziehen

Nachteile

  • Braucht Regenwasser, niemals Leitungswasser
  • Benötigt kühle Winterruhe
  • Auf saures, sehr feuchtes Substrat angewiesen

Häufige Fragen

Wie fängt die Rote Schlauchpflanze Insekten?
Ihre Schlauchblätter halten Regenwasser: Von Farben und Nektar angelockte Insekten gleiten an Wänden mit abwärtsgerichteten Haaren hinein, fallen in die Flüssigkeit und können nicht mehr hinaus, werden zersetzt und aufgenommen.
Welches Wasser soll ich verwenden?
Nur Regen- oder entmineralisiertes Wasser. Leitungswasser, reich an Kalk und Salzen, schadet Fleischfressern und ist zu vermeiden. Der Untersetzer sollte stets feucht bleiben.
Braucht sie eine Winterruhe?
Ja, im Winter geht sie natürlich in Ruhe und sollte kühl stehen. Diese Ruhephase ist für ihre Gesundheit entscheidend und macht sie zu einer der pflegeleichtesten Fleischfresser für den Freilandanbau in gemäßigten Klimaten.

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