Foto: Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0
Taschentuchbaum
Davidia involucrata
Der Taschentuchbaum ist ein seltener chinesischer Baum, berühmt für seine großen weißen Hochblätter, die im Frühjahr wie Taschentücher oder Tauben in den Ästen hängen.
Eigenschaften
Weiße Taschentücher in den Ästen
Der Taschentuchbaum, auch Taubenbaum genannt, ist ein eleganter mittelgroßer laubwerfender Baum, die einzige Art der Gattung Davidia, früher zu den Hartriegelgewächsen gestellt und heute zu den Tupelogewächsen (Nyssaceae). Er hat leuchtend grüne herzförmige Blätter, ähnlich denen einer Linde. Doch es ist die Frühjahrsblüte, die ihn berühmt macht: Die kleinen kugeligen Blüten werden von zwei großen, ungleichen weißen Hochblättern begleitet, die von den Ästen hängen und im Wind flattern wie Taschentücher oder, von weitem, wie ein Schwarm weißer Tauben — daher die Namen.
Herkunft und Lebensraum
Er ist im zentralen und südlichen China endemisch, wo er in feuchten Bergwäldern wächst. Er ist ein seltener Baum, der als eine Art lebendes Fossil gilt: Fossile Arten der Gattung Davidia sind bis in die Oberkreide bekannt. In seinen Heimatregionen ist er selten geworden.
Kultur
Er will volle Sonne oder hellen Halbschatten und einen fruchtbaren, tiefgründigen, kühlen, gut durchlässigen Boden. Er ist winterhart und übersteht harte Winter, mag aber keine anhaltende Trockenheit. Das Wachstum ist langsam und die erste Blüte kann mehrere Jahre — mitunter über ein Jahrzehnt — nach der Pflanzung dauern: Deshalb gilt er als Baum für Geduldige.
Ziergebrauch
Er wird als geschätzter Garten- und Parkbaum in gemäßigten Regionen kultiviert, wo die Blüte, obwohl kurz, ein unvergessliches Schauspiel bietet. Seinen wissenschaftlichen Namen und die westliche Entdeckung verdankt er dem französischen Missionar und Naturforscher Armand David.
Pflege
Er braucht wenig Schnitt und einen vor trockenen Winden geschützten Standort. Ein Mulch an der Basis hält die Wurzeln kühl. Er ist ungiftig und daher auch in Gärten mit Kindern und Haustieren sicher.
Blütezeit
Praktische Tipps
Wasserbedarf: Regelmäßig, mag kühle, feuchte Böden — prüfe vor dem Gießen immer die Substratfeuchte.
Bevorzugt Volle Sonne oder lichter Halbschatten: sorge für das richtige Licht und drehe die Pflanze für gleichmäßiges Wachstum.
Empfohlener Boden: Fruchtbar, tiefgründig, kühl und durchlässig. Erneuere das Substrat alle 1-2 Jahre.
Wische die Blätter mit einem feuchten Tuch ab, um die Photosynthese zu fördern.
Dünge während der Wachstumszeit (Frühling-Sommer) und pausiere im Winter.
Vorteile
- Spektakuläre, einzigartige Frühjahrsblüte
- Dekoratives herzförmiges Laub
- Sehr winterhart und ungiftig
Nachteile
- Langsames Wachstum, blüht erst nach vielen Jahren
- Mag keine anhaltende Trockenheit



