Bäume

Taschentuchbaum

Davidia involucrata

Der Taschentuchbaum ist ein seltener chinesischer Baum, berühmt für seine großen weißen Hochblätter, die im Frühjahr wie Taschentücher oder Tauben in den Ästen hängen.

Eigenschaften

Wissenschaftlicher NameDavidia involucrata
Höhe10–20 m, bis 25 m
SonneVolle Sonne oder lichter Halbschatten
WasserRegelmäßig, mag kühle, feuchte Böden
BodenFruchtbar, tiefgründig, kühl und durchlässig
ToxizitätUngiftig
WachstumLangsam, blüht nach mehreren Jahren
TemperaturWinterhart, frostfest
BlütezeitFrühjahr (große weiße Hochblätter)
BewässerungRegelmäßig, mag keine anhaltende Trockenheit

Weiße Taschentücher in den Ästen

Der Taschentuchbaum, auch Taubenbaum genannt, ist ein eleganter mittelgroßer laubwerfender Baum, die einzige Art der Gattung Davidia, früher zu den Hartriegelgewächsen gestellt und heute zu den Tupelogewächsen (Nyssaceae). Er hat leuchtend grüne herzförmige Blätter, ähnlich denen einer Linde. Doch es ist die Frühjahrsblüte, die ihn berühmt macht: Die kleinen kugeligen Blüten werden von zwei großen, ungleichen weißen Hochblättern begleitet, die von den Ästen hängen und im Wind flattern wie Taschentücher oder, von weitem, wie ein Schwarm weißer Tauben — daher die Namen.

Herkunft und Lebensraum

Er ist im zentralen und südlichen China endemisch, wo er in feuchten Bergwäldern wächst. Er ist ein seltener Baum, der als eine Art lebendes Fossil gilt: Fossile Arten der Gattung Davidia sind bis in die Oberkreide bekannt. In seinen Heimatregionen ist er selten geworden.

Kultur

Er will volle Sonne oder hellen Halbschatten und einen fruchtbaren, tiefgründigen, kühlen, gut durchlässigen Boden. Er ist winterhart und übersteht harte Winter, mag aber keine anhaltende Trockenheit. Das Wachstum ist langsam und die erste Blüte kann mehrere Jahre — mitunter über ein Jahrzehnt — nach der Pflanzung dauern: Deshalb gilt er als Baum für Geduldige.

Ziergebrauch

Er wird als geschätzter Garten- und Parkbaum in gemäßigten Regionen kultiviert, wo die Blüte, obwohl kurz, ein unvergessliches Schauspiel bietet. Seinen wissenschaftlichen Namen und die westliche Entdeckung verdankt er dem französischen Missionar und Naturforscher Armand David.

Pflege

Er braucht wenig Schnitt und einen vor trockenen Winden geschützten Standort. Ein Mulch an der Basis hält die Wurzeln kühl. Er ist ungiftig und daher auch in Gärten mit Kindern und Haustieren sicher.

Blütezeit

JanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez

Praktische Tipps

Bewässerung

Wasserbedarf: Regelmäßig, mag kühle, feuchte Böden — prüfe vor dem Gießen immer die Substratfeuchte.

Standort

Bevorzugt Volle Sonne oder lichter Halbschatten: sorge für das richtige Licht und drehe die Pflanze für gleichmäßiges Wachstum.

Substrat

Empfohlener Boden: Fruchtbar, tiefgründig, kühl und durchlässig. Erneuere das Substrat alle 1-2 Jahre.

Blätter

Wische die Blätter mit einem feuchten Tuch ab, um die Photosynthese zu fördern.

Düngung

Dünge während der Wachstumszeit (Frühling-Sommer) und pausiere im Winter.

Vorteile

  • Spektakuläre, einzigartige Frühjahrsblüte
  • Dekoratives herzförmiges Laub
  • Sehr winterhart und ungiftig

Nachteile

  • Langsames Wachstum, blüht erst nach vielen Jahren
  • Mag keine anhaltende Trockenheit

Häufige Fragen

Was sind die weißen 'Taschentücher'?
Es sind keine Blütenblätter, sondern zwei große, ungleiche weiße Hochblätter, die jeden Blütenstand begleiten. Sie hängen von den Ästen und flattern im Wind wie Taschentücher oder, von weitem, wie ruhende Tauben.
Wie lange dauert es bis zur Blüte?
Lange. Das Wachstum ist langsam und die erste Blüte kann mehrere Jahre, mitunter über ein Jahrzehnt, nach der Pflanzung dauern. Es ist ein Baum, der Geduld belohnt.
Ist er leicht zu kultivieren?
Ja, solange der Boden kühl und feucht bleibt. Er will volle Sonne oder Halbschatten und ist winterhart, mag aber weder anhaltende Trockenheit noch trockene Winde.
Warum gilt er als selten?
Er ist die einzige Art seiner Gattung, in China endemisch und in seinen Heimatregionen selten geworden. Er ist zudem eine Art lebendes Fossil, mit fossilen Verwandten bis in die Kreidezeit.

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