Vögel

Fettschwalm

Steatornis caripensis

Ein weltweit einzigartiger Vogel, ist der Fettschwalm der einzige fliegende nachtaktive Fruchtfresser und orientiert sich in der Dunkelheit der Höhlen durch Echoortung, wie die Fledermäuse.

Eigenschaften

Wissenschaftlicher NameSteatornis caripensis
GrößeMittelgroß: Spannweite bis etwa 1 m
Energie2/5

Charakter

Nachtaktiv, kolonial, Fruchtfresser

Ernährung

Fruchtfresser: Früchte von Ölpalmen und tropischen Lorbeeren

Ein außergewöhnlicher Vogel

Der Fettschwalm ist ein völlig einzigartiger Vogel, der einzige lebende Vertreter seiner Familie. Er hat ein rotbraunes Gefieder, übersät mit schwarz umrandeten weißen Flecken, lange, breite Flügel und einen kräftigen, hakenförmigen Schnabel. Seine großen Augen sind an das Sehen bei sehr wenig Licht angepasst. Doch das Merkmal, das ihn wirklich außergewöhnlich macht, ist ein anderes: Er ist der einzige fliegende nachtaktive Fruchtfresser und einer der sehr wenigen Vögel der Welt, die sich durch Echoortung orientieren können.

Lebensraum und Verbreitung

Er lebt in den nördlichen Regionen Südamerikas und auf der Insel Trinidad. Er brütet in großen Kolonien im Inneren von Höhlen, oft in völliger Dunkelheit, wo er seine Nester auf Simsen und Vorsprüngen der Felswände baut. Tagsüber ruht er in den Tiefen der Höhlen, und nachts geht er in den umliegenden Wäldern auf Nahrungssuche.

Orientierung im Dunkeln

Um sich in der absoluten Dunkelheit der Höhlen zu bewegen, stößt der Fettschwalm eine Reihe rascher, hoher 'Klicks' aus, in einer Frequenz, die selbst für den Menschen hörbar ist. Indem er dem Echo dieser von den Wänden zurückgeworfenen Laute lauscht, kann er sich orientieren und Hindernissen ausweichen, genau wie es Fledermäuse tun: Er ist eine der sehr wenigen Vogelarten mit dieser Fähigkeit. Draußen hingegen verlässt er sich auf Sehen und Geruch, um Nahrung zu finden.

Ernährung und Schutz

Er ernährt sich ausschließlich von Früchten, besonders von denen der Ölpalmen und einiger tropischer Lorbeergewächse, die er im Flug pflückt, während er in der Luft schwebt. Indem er die Samen hervorwürgt oder verbreitet, spielt er eine wichtige Rolle bei der Verbreitung vieler Waldpflanzen. Er wird als nicht gefährdete Art eingestuft. Sein Name rührt von den sehr fetten Küken her, die früher geerntet wurden, um Öl aus ihnen zu gewinnen.

Vorteile

  • Der einzige fliegende nachtaktive Fruchtfresser
  • Orientiert sich durch Echoortung, wie Fledermäuse
  • Wertvoller Samenverbreiter
  • Nicht bedrohte Bestände

Nachteile

  • Auf Höhlen zum Brüten angewiesen
  • Empfindlich gegenüber Störung seiner Kolonien
  • Früher wegen des Küken-Öls geerntet

Häufige Fragen

Stimmt es, dass er wie Fledermäuse Echoortung nutzt?
Ja, er ist eine der sehr wenigen Vogelarten mit dieser Fähigkeit. Um sich in der Dunkelheit der Höhlen zu bewegen, stößt er rasche, hohe 'Klicks' aus und kann sich, indem er ihrem von den Wänden zurückgeworfenen Echo lauscht, orientieren und Hindernissen ausweichen, genau wie Fledermäuse.
Was frisst er?
Er ernährt sich ausschließlich von Früchten, besonders von denen der Ölpalmen und einiger tropischer Lorbeeren, die er im Flug pflückt, während er in der Luft schwebt. Er ist der einzige fliegende nachtaktive Fruchtfresser der Welt.
Warum heißt er auf Englisch 'oilbird'?
Seine Küken, mit öligen Früchten gefüttert, werden sehr fett. Früher wurden sie in den Höhlen geerntet, um Öl aus ihnen zu gewinnen, woher der englische Name 'oilbird' und sein Bild als ein mit Fett verbundener Vogel stammen.
Wo lebt er?
Er lebt in den nördlichen Regionen Südamerikas und auf der Insel Trinidad. Er brütet in großen Kolonien im Inneren von Höhlen, oft in völliger Dunkelheit, und nachts geht er in den umliegenden Wäldern auf Nahrungssuche.

Das könnte dich interessieren