Insekten

Große Blaue Holzbiene

Xylocopa violacea

Die Große Blaue Holzbiene ist eine der größten Bienen Europas, mit schwarzem Körper und schillernd violetten Flügeln, die ihre Nester in Totholz nagt.

Eigenschaften

Wissenschaftlicher NameXylocopa violacea
LebensdauerCirca un anno (adulti svernanti)
GrößeLänge 2–3 cm
Energie3/5

Charakter

Einzelgängerisch, friedlich, mit lautem Flug

Ernährung

Nektar und Pollen der Blüten

Das schwarz-violette Juwel der Gärten

Die Große Blaue Holzbiene ist eine der größten Bienen Europas, von imposantem Aussehen: Ihr Körper ist schwarz, gedrungen und kräftig, und ihre großen Flügel schimmern schwarz-violett und fangen das Licht mit bläulichen Reflexen. Wegen ihrer Größe und ihres lauten Flugs wird sie oft für eine Hummel oder gar eine Hornisse gehalten, ist aber völlig friedlich. Das tiefe Summen, das sie erzeugt, ist von weitem hörbar.

Lebensraum und Verbreitung

Sie ist in Mittel- und Südeuropa und in Asien verbreitet. Sie besucht Gärten, Obstgärten, Lichtungen und offene sonnige Lebensräume, besonders dort, wo Totholz zum Nisten vorhanden ist. Sie liebt warme Klimate und hat sich in den letzten Jahrzehnten weiter nach Norden ausgebreitet.

Verhalten und Nisten

Ihr Name kommt von der Gewohnheit des Weibchens, Gänge in Totholz zu nagen — trockene Äste, Balken, Pfähle, Stämme —, in denen es die Zellen für die Nachkommen anlegt. Sie ist kein soziales Insekt wie die Honigbiene: Die Weibchen nisten einzeln. Sie ist eine wichtige Bestäuberin und kann die „Vibrationsbestäubung“ ausführen, indem sie Blüten schüttelt, um den Pollen freizusetzen. Die erwachsenen Tiere überwintern und erscheinen im Frühjahr wieder, unter den ersten Bestäubern im Flug.

Wissenswertes

Trotz ihres imposanten Aussehens ist die Holzbiene sehr ruhig und sticht nur, wenn man sie anfasst oder zerdrückt. Sie nagt Totholz und schädigt in der Regel Bauholz nicht wesentlich. Sie wurde in Deutschland zur „Wildbiene des Jahres 2024“ gewählt.

Schutz

Die Art gilt nicht als gefährdet und breitet sich aus. Sie profitiert von der Verfügbarkeit von Totholz und blütenreichen Lebensräumen; das Belassen trockener Äste und alter Bäume in Gärten fördert ihr Vorkommen.

Vorteile

  • Eine der größten Bienen Europas, spektakulär
  • Wichtige Bestäuberin, auch durch Vibration
  • Friedlich und nützlich im Garten

Nachteile

  • Kann Gänge in Totholz nagen
  • Oft für eine Hornisse gehalten und zu Unrecht gefürchtet

Häufige Fragen

Ist die Holzbiene gefährlich?
Nein, sie ist sehr friedlich. Trotz ihres imposanten Aussehens und tiefen Summens sticht sie nur, wenn man sie anfasst oder zerdrückt. Sie wird oft für eine schwarze Hornisse gehalten, ist aber völlig harmlos.
Warum heißt sie Holzbiene?
Weil das Weibchen Gänge in Totholz nagt — trockene Äste, Balken, Pfähle —, um darin die Zellen anzulegen, in die es seine Eier legt und die Nachkommen aufzieht.
Ist sie für Bestäuber nützlich?
Ja, sehr. Sie ist eine wichtige Bestäuberin und kann 'Vibrationsbestäubung' ausführen, indem sie Blüten schüttelt, um den Pollen freizusetzen. Sie erscheint früh im Frühjahr, unter den ersten im Flug.
Schädigt sie Häuser?
Sie nagt Totholz, schädigt aber in der Regel Bauholz nicht wesentlich. Das Belassen trockener Äste und Stämme im Garten bietet ihr natürliche Nistplätze.

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