Inkaseeschwalbe
Larosterna inca
Elegant und unverwechselbar, mit ihrem schiefergrauen Kleid und dem auffälligen geschwungenen weißen 'Schnurrbart', ist die Inkaseeschwalbe einer der faszinierendsten Meeresvögel des südamerikanischen Pazifiks.
Eigenschaften
Charakter
Marin, kolonial, wendig im Flug
Ernährung
Fischfresser: kleine Fische, vor allem Sardellen
Ein Meeresvogel mit Schnurrbart
Die Inkaseeschwalbe ist ein Meeresvogel von raffinierter, eleganter Erscheinung. Ihr Gefieder ist von gleichmäßigem dunklem Schiefergrau, das lebhaft mit ihrem leuchtend rot-orangen Schnabel und den Füßen kontrastiert. Ihr berühmtestes Merkmal ist jedoch ihr 'Schnurrbart': zwei lange, dünne, geschwungene Streifen aus weißen Federn, die an der Schnabelbasis unter den Augen beginnen und sich nach unten rollen. Diese weißen Schnurrbärte sind bei beiden Geschlechtern vorhanden und einzigartig unter den Meeresvögeln.
Lebensraum und Verbreitung
Sie lebt entlang der Pazifikküsten Südamerikas, besonders in den kalten, fischreichen Gewässern des Humboldtstroms, vor Peru, Chile und Ecuador. Sie bewohnt Küstenklippen, Molen und Inseln, wo sie in Kolonien in Spalten, Felsritzen und Höhlungen brütet. Sie ist eng an den Fischreichtum dieser Gewässer gebunden.
Verhalten und Ernährung
Sie ernährt sich vor allem von kleinen Fischen, besonders Sardellen, die sie durch Sturztauchen ins Wasser oder Fischen an der Oberfläche fängt. Sie folgt oft Fischschwärmen und begleitet nicht selten Seelöwen und Delfine, wobei sie die von diesen großen Räubern an die Oberfläche getriebene Beute nutzt. Sie fliegt anmutig und wendig über den Wellen.
Wissenswertes und Schutz
Man nimmt an, dass Länge und Qualität der weißen Schnurrbärte mit dem Gesundheitszustand des Individuums zusammenhängen: längere Schnurrbärte weisen auf einen Vogel in besserer Verfassung hin und spielen eine Rolle bei der Partnerwahl. Die Inkaseeschwalbe wird als potenziell gefährdete Art eingestuft: Sie hängt von der Verfügbarkeit von Fisch ab, die bei Klimaereignissen wie El Niño zusammenbrechen kann, und leidet unter der Störung ihrer Kolonien. (Hinweis: Der Gewichtswert auf Wikidata, 180 kg, ist offensichtlich falsch; das reale Gewicht liegt bei etwa 180–200 Gramm.)
Vorteile
- Unverwechselbarer geschwungener weißer 'Schnurrbart'
- Elegantes graues und rotes Kleid
- Geschickter Sturztaucher-Fischer
- Faszinierender Vogel des Pazifiks
Nachteile
- Potenziell gefährdete Art
- Auf die Verfügbarkeit von Fisch angewiesen
- Empfindlich gegenüber Klimaereignissen wie El Niño



