Vögel

Kanarengirlitz

Serinus canaria

Ein kleiner Vogel mit melodiösem Gesang: Der wilde Kanarengirlitz der Atlantikinseln ist der Vorfahr des berühmten, weltweit gehaltenen Hauskanarienvogels.

Eigenschaften

Wissenschaftlicher NameSerinus canaria
Gewichtcirca 15–20 g
Lebensdauercirca 8-10 anni
GrößeSehr klein: etwa 12-13 cm lang
Energie3/5

Charakter

Lebhaft, gesellig und mit melodiösem Gesang

Ernährung

Körnerfresser: Samen, kleine Früchte und Insekten

Der kleine Sänger der Inseln

Der wilde Kanarengirlitz ist ein kleiner Singvogel von schlichteren Farben als seine domestizierten Nachkommen. Sein Gefieder ist von gelbgrünen Tönen, mit graubraunen Strichen auf dem Rücken und helleren Tönen an der Unterseite: ein unauffälliges Kleid, ganz anders als das leuchtende Gelb, das wir mit dem Kanarienvogel zu verbinden gewohnt sind. Was ihn besonders macht, ist seine Stimme: Sein Gesang, lebhaft, melodiös und abwechslungsreich, gehört zu den geschätztesten der Vogelwelt.

Lebensraum und Verbreitung

Er lebt auf den Atlantikinseln Makaronesiens: dem Archipel der Kanaren, den Azoren und Madeira. Er bewohnt verschiedene Umgebungen, von Wäldern und Pinienhainen bis zu Obstgärten, Gärten und Kulturflächen, und zeigt sich anpassungsfähig und nicht allzu scheu. Es ist ein Vogel offener und halb bewaldeter Landschaften, wo er Samen und Schutz findet.

Verhalten

Der Girlitz ernährt sich hauptsächlich von Samen, aber auch von kleinen Früchten, Trieben und Insekten, besonders während der Aufzucht der Jungen. Er lebt oft in kleinen Gruppen und nistet in der Vegetation. Der Gesang, bei den Männchen besonders intensiv, dient dazu, das Revier zu verteidigen und Weibchen anzulocken, und ist der Grund, warum dieser Vogel beim Menschen so berühmt wurde.

Vom Wilden zum Haustier

Aus diesem bescheidenen Inselvogel hat jahrhundertelange selektive Zucht den Hauskanarienvogel hervorgebracht, einen der verbreitetsten Ziervögel der Welt. Die gezüchteten Formen haben leuchtende Farben entwickelt, vom klassischen Gelb bis zu vielen anderen Tönen, und besonders kunstvolle Gesänge. Der Hauskanarienvogel hat auch einen Platz in der Geschichte: Er wurde einst in Bergwerke mitgenommen, um das Vorhandensein gefährlicher Gase anzuzeigen.

Schutz

Der wilde Kanarengirlitz wird als nicht gefährdete Art eingestuft, mit stabilen Beständen auf seinen Heimatinseln. Es ist ein anpassungsfähiger Vogel, der gut mit der menschlichen Anwesenheit zusammenlebt. Der Schutz seiner Insellebensräume bleibt dennoch wichtig, um seine Gesundheit und Häufigkeit zu erhalten.

Vorteile

  • Gesang zählt zu den schönsten der Vogelwelt
  • Anpassungsfähig und nicht allzu scheu
  • Vorfahr des berühmten Kanarienvogels
  • Stabile Bestände

Nachteile

  • Wildfarben schlichter als der Hauskanarienvogel
  • Natürliches Verbreitungsgebiet auf die Atlantikinseln beschränkt

Häufige Fragen

Ist der wilde Girlitz gelb wie der Hauskanarienvogel?
Nein. Der wilde Girlitz hat schlichtere Farben, gelbgrün mit graubraunen Strichen. Das leuchtende Gelb, das wir mit dem Kanarienvogel verbinden, ist das Ergebnis jahrhundertelanger selektiver Zucht der domestizierten Formen.
Woher kommt der Kanarienvogel?
Er lebt auf den Atlantikinseln Makaronesiens: den Kanaren, den Azoren und Madeira. Der gebräuchliche Name des Vogels leitet sich tatsächlich vom Namen der Kanarischen Inseln ab, und nicht umgekehrt.
Warum ist der Kanarienvogel so berühmt?
Vor allem wegen seines Gesangs, lebhaft, melodiös und abwechslungsreich, einer der geschätztesten der Vogelwelt. Diese Gabe hat ihn zu einem der am häufigsten gehaltenen Ziervögel der Welt gemacht.
Stimmt es, dass Kanarienvögel in Bergwerken genutzt wurden?
Ja, der Hauskanarienvogel wurde einst in Bergwerke mitgenommen: Da er sehr empfindlich ist, zeigte er durch sein Unwohlsein das Vorhandensein gefährlicher Gase an und warnte die Bergleute, bevor es zu spät war.

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