Kojote
Canis latrans
Eigenschaften
Charakter
Intelligent, opportunistisch, listig und sozial flexibel: allein, paarweise oder in kleinen Familienrudeln je nach Ressourcen. Der anpassungsfähigste Hund Nordamerikas, von Wüsten bis Großstädten erfolgreich. Der „Singhund", berühmt für nächtliche Chöre. Paare meist monogam und dauerhaft. Scheu gegenüber Menschen. Je mehr er verfolgt wird, desto mehr breitet er sich aus. Der „Trickster" der indianischen Sagen.
Ernährung
Opportunistischer Allesfresser mit sehr flexibler Ernährung. Basis: Kleinsäuger (Mäuse, Wühlmäuse, Kaninchen, Hasen, Ziesel). Im Rudel Hirsche (v. a. Kitze). Wichtiger Aasfresser. Auch Vögel, Reptilien, Amphibien, Fische, Insekten, Früchte und Beeren (Herbst), Stadtmüll. Jagt allein mit dem „Maussprung", Großbeute im Rudel und manchmal mit dem Amerikanischen Dachs (der Dachs gräbt, der Kojote fängt die Flüchtenden an der Oberfläche).
Der Kojote (Canis latrans), auch „Präriewolf" oder „amerikanischer Schakal" genannt, ist der anpassungsfähigste und erfolgreichste Wildhund Nordamerikas. Berühmt für:
- Der „Singhund": sein wissenschaftlicher Name latrans bedeutet „bellend". Er hat das reichste Lautrepertoire aller nordamerikanischen Säugetiere — Heulen, Jaulen, Bellen und die berühmten Gruppenchöre
- Der anpassungsfähigste Hund des Kontinents: Wüsten, Prärien, Wälder, Berge UND Großstädte (New York, Los Angeles, Chicago haben Stadt-Kojoten)
- Weitet sein Areal trotz Verfolgung aus: je mehr er gejagt wird, desto mehr breitet er sich aus — von Alaska bis Panama, weit größer als vor der Kolonisierung
- Opportunistischer Allesfresser: frisst alles, von Nagern bis Früchten, von Aas bis Stadtmüll
- Sozial und flexibel: allein, paarweise oder in kleinen Familienrudeln je nach Ressourcen
- Der „Trickster": der listige Schelm, eine zentrale Figur in der Mythologie vieler indigener Völker
- Jagt im Verbund mit dem Amerikanischen Dachs: eine der bekanntesten Kooperationen zwischen Arten
IUCN-Status: Nicht gefährdet (LC), Bestand zunehmend und expandierend. Einer der wenigen Großräuber, dessen Areal durch menschliche Aktivität gewachsen ist.
Klassifikation und Kategorie
Ordnung Carnivora, Familie Canidae, Gattung Canis — wie der Grauwolf (Canis lupus), der Haushund, der Goldschakal und der Äthiopische Wolf. Ein naher Verwandter des Wolfs, eine kleinere, generalistische Version. Etwa 19 Unterarten. Genetisch sehr nah am Wolf, hybridisiert er leicht mit ihm und mit Hunden: der „Coywolf" (Östlicher Kojote) ist ein Kojote × Wolf × Hund-Hybrid, größer, der die Ostwälder nach der Ausrottung des Wolfs besiedelte. Etymologie: „Canis" lateinisch „Hund"; „latrans" = „bellend"; der Name stammt aus dem Nahuatl „coyotl". Parameter: Körper 75-100 cm. Schwanz 30-40 cm (buschig, tief getragen). Schulterhöhe 45-55 cm. Gewicht 8-20 kg. Lebensdauer 10-14 Jahre (oft 6-8). Meist monogame Paare, Tragzeit ~60-63 Tage, Würfe von 4-7 (bis 12).
Lebensraum und Verbreitung
Eines der größten und am schnellsten wachsenden Areale aller Raubtiere: ganz Nordamerika, von Alaska und Kanada bis Panama (weiter nach Süden vorstoßend). Vor der Kolonisierung war er auf die zentralen Prärien und Wüsten beschränkt; die Ausrottung des Wolfs und Entwaldung öffneten ihm Kontinente. Lebensräume — fast alle: Prärien, Wüsten und Trockengebiete, Wälder und Berge (über 3.000 m), Agrarland und urbane/suburbane Gebiete (Parks, Vororte und sogar Stadtzentren — stabile „Stadtkojoten" in New York, Chicago, Los Angeles). Seine ökologische Plastizität ist der Schlüssel: er passt Ernährung, Gruppengröße, Aktivitätszeiten und Verhalten an — nachtaktiver und scheu, wo er verfolgt wird, lernt in Städten Ampeln und Unterführungen. IUCN: Nicht gefährdet, häufig und expandierend; letale Kontrollprogramme sind weitgehend gescheitert.
Ernährung
Opportunistischer Allesfresser mit extrem flexibler Ernährung: Kleinsäuger (die Basis — Mäuse, Wühlmäuse, Ziesel, Kaninchen, Hasen), mittelgroße Säuger (im Rudel Hirsche, v. a. Kitze), Aas (wichtiger Aasfresser), Vögel, Reptilien, Amphibien, Fische und Insekten, Früchte und Pflanzen (Beeren, Äpfel, Melonen — v. a. im Herbst), Müll und Tierfutter in Städten. Strategien: Einzeljagd auf Kleinbeute (feines Gehör, der typische „Maussprung"); Paar-/Rudeljagd auf Großbeute; und Zusammenarbeit mit dem Amerikanischen Dachs — der Dachs gräbt die Nager aus, der Kojote fängt die an der Oberfläche Flüchtenden, beide fangen mehr als allein. Diese opportunistische Allesfresserei macht den Kojoten unzerstörbar.
Körperliche Merkmale
Sieht aus wie ein schlanker, wachsamer Hund — zwischen Fuchs und Wolf. Fell grau-fahl bis braungelb (gräulich im Gebirge, sandfarben in der Wüste), Bauch und Kehle heller, Beine/Ohren/Schnauze oft rötlich, im Winter dichter. Schlanker, leichter Körper (weit graziler als der Wolf, zum Laufen gebaut), lange spitze Schnauze (schmaler als beim Wolf), große aufrechte spitze Ohren (proportional größer als beim Wolf), buschiger Schwanz TIEF getragen (Unterscheidungsmerkmal: der Kojote läuft mit gesenktem Schwanz, der Wolf waagerecht, der Hund oft hoch), wache gelbe Augen. Leistung: Geschwindigkeit bis 65 km/h, unermüdliche Trab-Ausdauer, sehr scharfe Sinne, wendig, guter Schwimmer bei Bedarf.
Verhalten und Wissenswertes
Intelligent, opportunistisch und sozial flexibel. Sozialstruktur je nach Ressourcen: Familienrudel bei reichem Futter, Paare oder Einzelgänger bei knappem. Meist monogame, dauerhafte Paare, beide Eltern ziehen die Welpen auf. Wissenswertes: der „Singhund" (reichstes Lautrepertoire Nordamerikas, nächtliche Chöre; ein akustischer Effekt lässt wenige Kojoten nach vielen klingen). „Je mehr man ihn bekämpft, desto mehr vermehrt er sich" (ein Jahrhundert Ausrottung hat sein Areal verdreifacht; demografische Kompensation durch größere Würfe). Dachs-Partnerschaft. Der „Trickster" (listiger Schelm der indianischen Mythologie). Der „Coywolf" (Kojote × Wolf × Hund, schnelle Evolution heute). Wile E. Coyote (Looney Tunes). Der Stadtkojote (Eroberung der Städte; Chicago-Studie mit hunderten besenderten Tieren, meist unsichtbar und harmlos).
Vorteile
- Canide più adattabile del Nord America, prospera ovunque
- IUCN Least Concern, popolazione in aumento
- Controlla naturalmente roditori e prede in eccesso
- Icona culturale: il 'Trickster' e Willy il Coyote
Nachteile
- Non è un animale domestico (canide selvatico)
- Conflitti con allevatori (predazione occasionale di bestiame)
- Nelle città può avvicinarsi a rifiuti e piccoli animali domestici
- Si ibrida con cani e lupi alterando i pool genetici locali



