Rotluchs
Lynx rufus
Eigenschaften
Charakter
Einzelgängerisch, territorial und scheu. Ein dämmerungs- und nachtaktiver, äußerst anpassungsfähiger Jäger, der von Wüsten über verschneite Wälder bis an Stadtränder lebt und dabei nahezu unsichtbar bleibt. Markiert sein Revier mit Urin, Kot und Kratzspuren. Das Weibchen zieht die Jungen allein auf. Kaninchen-Spezialist, aber opportunistisch. Kein Haustier: eine echte Wildkatze.
Ernährung
Strikter Fleischfresser mit flexibler Ernährung. Basis: Kaninchen und Hasen. Bei Knappheit Nager (Mäuse, Wühlmäuse, Hörnchen), Vögel, Reptilien, Amphibien, Fische und Insekten. Im Winter oder bei Gelegenheit erlegt er Großbeute wie Hirsche (vor allem Kitze), viel schwerer als er selbst. Jagt aus dem Hinterhalt mit einem Endsprung bis 3 m; verbirgt (cacht) die Reste großer Beute unter Laub und Schnee.
Der Rotluchs (Lynx rufus), englisch „Bobcat", ist die am weitesten verbreitete, häufigste und anpassungsfähigste Wildkatze Nordamerikas. Berühmt für:
- Den kurzen, „gestutzten" Schwanz: der Name „Bobcat" stammt vom nur 10-18 cm langen Stummelschwanz mit schwarzer Spitze — sein auffälligstes Merkmal
- Die am weitesten verbreitete Katze des Kontinents: vom Süden Kanadas bis Zentralmexiko, in fast jedem Lebensraum
- Extrem anpassungsfähig: Wälder, Wüsten, Sümpfe, Buschland, Berge und sogar Stadtränder
- Spezialist für Kaninchen und Hasen, doch ein opportunistischer Jäger, der Beute so groß wie Hirsche erlegen kann
- Scheu und nahezu unsichtbar: sehr häufig und doch selten gesehen, lebt unbemerkt neben dem Menschen
- Schwarze Ohrpinsel und Backenbart: die klassischen Luchsmerkmale, kleiner und schlanker
- Eine Erfolgsgeschichte: nach starker Pelzjagd haben sich die Bestände erholt
IUCN-Status: Nicht gefährdet (LC), geschätzt 2-3 Millionen Tiere, stabil oder zunehmend. Eines der besten nordamerikanischen Beispiele für ein Wildtier, das mit vom Menschen geprägten Landschaften koexistiert — oft teilt es das Revier mit dem Kojoten.
Klassifikation und Kategorie
Ordnung Carnivora, Familie Felidae, Gattung Lynx — wie der Eurasische Luchs (Lynx lynx), der Pardelluchs (Lynx pardinus) und der Kanadische Luchs (Lynx canadensis). Er ist der kleinste der vier Luchse und der einzige, der in weiten Teilen der USA vorkommt. Etwa 13 Unterarten (östliche und westliche Gruppe) variieren in Größe und Farbe. Am leichtesten verwechselt man ihn mit dem Kanadischen Luchs: der Rotluchs ist kleiner, mit kleineren Pfoten, kürzeren Ohrpinseln und stärker geflecktem Fell; seine Schwanzspitze ist nur oben schwarz (unten weiß), beim Kanadischen Luchs ringsum schwarz; dieser hat riesige „Schneeschuh"-Pfoten und ist Schnee- und Schneeschuhhasen-Spezialist, während der Rotluchs viel generalistischer ist. Etymologie: „Lynx" griechisch, mit scharfem Sehen verbunden; „rufus" lateinisch „rötlich", für den warmen Ton des Sommerfells. Parameter: Körper 60-105 cm. Schwanz 10-18 cm (kurz, gestutzt, schwarze Spitze). Schulterhöhe 30-60 cm. Gewicht 6-14 kg (Männchen größer, bis 18 kg) — etwa doppelt so schwer wie eine Hauskatze. Lebensdauer 7-10 Jahre (bis 13), über 20 in Gefangenschaft. Einzelgängerisch; Paarung im Spätwinter, Tragzeit ~60-70 Tage, Würfe von 2-4, allein vom Weibchen aufgezogen.
Lebensraum und Verbreitung
Eines der größten Areale aller amerikanischen Katzen: vom Süden Kanadas durch fast alle zusammenhängenden USA bis ins zentral-südliche Mexiko (Oaxaca). Er ist die einzige Wildkatze, die in weiten Teilen der USA durchgehend vorkommt. Lebensräume — fast alle: Wälder (Nadel-, Laub- und Mischwald, Tiefland und Gebirge), Wüsten und Chaparral (vom US-Südwesten bis Mexiko), Feuchtgebiete und Sümpfe (wie die Everglades Floridas), Berge (über 3.000 m) sowie ländliche Gebiete und Stadtränder. Schlüssel zum Erfolg ist seine ökologische Plastizität. Er ist einzelgängerisch und territorial; Männchen halten große Reviere, die sich mit denen mehrerer Weibchen überlappen, markiert mit Urin, Kot und Kratzspuren. IUCN: Nicht gefährdet; nach der starken Pelzjagd des 20. Jahrhunderts haben Regulierung und Anpassungsfähigkeit die Erholung ermöglicht, und die Art ist heute häufig und vielerorts in Ausbreitung.
Ernährung
Strikter Fleischfresser mit erstaunlich flexibler Ernährung je nach Saison und Region: Kaninchen und Hasen (die Basis in weiten Teilen des Areals — seine „Lieblingsbeute"); Nager (Mäuse, Wühlmäuse, Hörnchen), wenn Hasenartige fehlen; Vögel; Großbeute (im Winter oder bei Gelegenheit kann er Hirsche, vor allem Kitze, erlegen, viel schwerer als er selbst); Reptilien, Amphibien, Fische und Insekten. Strategien: Anschleichen und Auflauern (lautlos heran oder reglos warten, dann ein kräftiger Sprung — bis 3 m); dämmerungs- und nachtaktive Jagd; und Vorratshaltung (nach großer Beute verbirgt er den Rest unter Laub oder Schnee und kehrt zurück). Obwohl Kaninchen-„Spezialist", ist er vielseitig genug, überall zu überleben — genau das macht ihn so verbreitet.
Körperliche Merkmale
Sieht aus wie eine kräftige, muskulöse, langbeinige Katze, etwa doppelt so groß wie eine Hauskatze. Fell von fuchsrot (Sommer) bis graubraun (Winter) über hellerer Basis, gefleckt und gebändert mit dunklen Zeichnungen vor allem an Beinen und (weißem) Bauch; seltene melanistische (schwarze) Tiere, meist in Florida; dichtes, weiches Fell, einst hoch begehrt. Körper: kurzer „gestutzter" Schwanz (10-18 cm) oben schwarz, unten weiß — das Markenzeichen; schwarze Ohrpinsel (kürzer als beim Kanadischen Luchs); Backenbart (ein „Kragen" seitlich am Gesicht) für den typischen Luchsblick; lange Hinterbeine (charakteristischer Gang und Sprungkraft); bernsteingelbe Augen mit senkrechten Pupillen, ausgezeichnetes Seh- und Hörvermögen. Leistung: Sprung bis ~3 m, ausgezeichneter Kletterer (ruht in Bäumen), guter Schwimmer bei Bedarf, sehr scharfe Sinne und lautloses Anschleichen.
Verhalten und Wissenswertes
Einzelgängerisch, territorial und scheu. Jedes Tier verteidigt ein mit Urin, auffälligem Kot und Kratzspuren markiertes Revier; die der Männchen sind größer und überlappen mehrere Weibchen. Begegnungen sind außerhalb der Paarungszeit selten, und das Weibchen zieht die Jungen allein bis 8-12 Monate auf. Wissenswertes: der „häufige Unsichtbare" (die mit Abstand zahlreichste Wildkatze Nordamerikas, kaum je gesehen, so heimlich und nachtaktiv ist sie). Der namengebende Schwanz (die weiße Unterseite der erhobenen Spitze dient den Jungen als Signal im dichten Bewuchs). Der Jäger „über seiner Gewichtsklasse" (im Schnitt 8-11 kg, erlegt er weit größere Beute wie ausgewachsene Hirsche im Winter). Koexistenz mit dem Kojoten (Konkurrenten und gelegentlich Räuber der Jungen des anderen, ein klassischer Fall der Aufteilung zwischen Mesoräubern). Erholung nach dem Pelzhandel (nach dem Verbot gefleckter Großkatzenfelle stark bejagt, dank regulierter Quoten wieder häufig). Die Pinselohren (helfen vermutlich, Beutegeräusche zu orten). Der Verwandte, der sich kaum mischt (mögliche „Blynx"-Hybriden mit dem Kanadischen Luchs, wo die Areale sich berühren).
Vorteile
- Felino selvatico più diffuso e adattabile del Nord America
- IUCN Least Concern: 2-3 milioni di individui, popolazione stabile
- Controlla naturalmente conigli e roditori
- Storia di successo: ripresa dopo la caccia per la pelliccia
Nachteile
- Non è un animale domestico (felino selvatico protetto)
- Schiva e solitaria: quasi impossibile da avvistare
- Occasionali conflitti con allevatori di pollame e piccolo bestiame
- In alcune aree ancora soggetta a caccia e trappolaggio regolamentati



