Foto: Uoaei1 · CC BY-SA 4.0
Östliche Smaragdeidechse
Lacerta viridis
Smaragdgrün und flink, ist die Smaragdeidechse die auffälligste der europäischen Eidechsen: ein Farbblitz, der durch das Gras sonniger Wiesen schießt.
Eigenschaften
Charakter
Tagaktiv, wendig und scheu, zum Aktivwerden auf Sonne angewiesen. Die Männchen sind territorial; bei der geringsten Bedrohung flieht sie rasch in die dichte Vegetation.
Ernährung
Insektenfresser mit breiter Kost: Insekten, Spinnen, Schnecken und Regenwürmer, gelegentlich kleine Wirbeltiere, Eier und Früchte.
Eine Eidechse von strahlendem Grün
Die Smaragdeidechse ist eine der größten und auffälligsten Echsen Europas. Vor allem das Männchen trägt ein leuchtend grünes Kleid, das im Frühjahr an der Kehle in ein intensives Blau übergeht, während das Weibchen eher ein gleichmäßigeres Grün zeigt, mitunter mit hellen Streifen. Der sehr lange Schwanz kann die Körperlänge um mehr als das Doppelte übertreffen und lässt sich, wie bei vielen Eidechsen, blitzschnell abwerfen, um einem Räuber zu entkommen, und wächst später in kürzerer Form nach.
Mit einer Gesamtlänge, die vierzig Zentimeter erreichen kann, ist sie mit den gewöhnlichen Mauereidechsen nicht zu verwechseln.
Wo sie lebt
Die Smaragdeidechse bevorzugt warme, sonnige Lebensräume mit dichter Vegetation: Waldränder, Hecken, brachliegende Wiesen, grasige Böschungen und Weinberge. Sie wechselt gern zwischen Bereichen mit hohem Gras, in denen sie sich verbirgt, und offenen Flächen, wo sie sich in der Sonne wärmt. Sie ist ein typischer Bewohner der Hügel- und Tieflandzone Mittel- und Südeuropas.
Was sie frisst und wie sie lebt
Sie ist ein tagaktiver Räuber, der sich vor allem von Insekten und anderen Wirbellosen wie Spinnen, Schnecken und Regenwürmern ernährt, aber auch kleine Wirbeltiere, Eier und gelegentlich reife Früchte nicht verschmäht. Wie alle Reptilien ist sie wechselwarm: Sie hängt von äußerer Wärme ab, um ihre Körpertemperatur zu regeln, und verbringt daher viele Stunden mit dem Sonnenbad, bevor sie zur Jagd aufbricht.
Verhalten
Die Smaragdeidechse ist wendig, schnell und eher scheu: Bei der geringsten Gefahr flieht sie rasch ins Dickicht der Vegetation. Die Männchen sind territorial und können sich im Frühjahr lebhafte Kämpfe um Revier und Weibchen liefern. Mit dem Einzug der Kälte tritt das Tier in eine Winterruhe ein und zieht sich bis zum folgenden Frühjahr in Höhlen oder Spalten zurück.
Schutz
Die Smaragdeidechse ist als nicht gefährdet eingestuft, doch ihr Überleben hängt vom Vorhandensein offener, sonniger Lebensräume mit abwechslungsreicher Vegetation ab. Die Intensivierung der Landwirtschaft, das Verschwinden der Hecken und die Versiegelung verringern ihren Lebensraum. In vielen Ländern ist sie eine geschützte Art.



