Östliche Smaragdeidechse

Foto: Uoaei1 · CC BY-SA 4.0

Reptilien

Östliche Smaragdeidechse

Lacerta viridis

Smaragdgrün und flink, ist die Smaragdeidechse die auffälligste der europäischen Eidechsen: ein Farbblitz, der durch das Gras sonniger Wiesen schießt.

Eigenschaften

Wissenschaftlicher NameLacerta viridis
Gewicht35-45 g
Lebensdauer8-12 anni
GrößeMittel
Energie3/5

Charakter

Tagaktiv, wendig und scheu, zum Aktivwerden auf Sonne angewiesen. Die Männchen sind territorial; bei der geringsten Bedrohung flieht sie rasch in die dichte Vegetation.

Ernährung

Insektenfresser mit breiter Kost: Insekten, Spinnen, Schnecken und Regenwürmer, gelegentlich kleine Wirbeltiere, Eier und Früchte.

Eine Eidechse von strahlendem Grün

Die Smaragdeidechse ist eine der größten und auffälligsten Echsen Europas. Vor allem das Männchen trägt ein leuchtend grünes Kleid, das im Frühjahr an der Kehle in ein intensives Blau übergeht, während das Weibchen eher ein gleichmäßigeres Grün zeigt, mitunter mit hellen Streifen. Der sehr lange Schwanz kann die Körperlänge um mehr als das Doppelte übertreffen und lässt sich, wie bei vielen Eidechsen, blitzschnell abwerfen, um einem Räuber zu entkommen, und wächst später in kürzerer Form nach.

Mit einer Gesamtlänge, die vierzig Zentimeter erreichen kann, ist sie mit den gewöhnlichen Mauereidechsen nicht zu verwechseln.

Wo sie lebt

Die Smaragdeidechse bevorzugt warme, sonnige Lebensräume mit dichter Vegetation: Waldränder, Hecken, brachliegende Wiesen, grasige Böschungen und Weinberge. Sie wechselt gern zwischen Bereichen mit hohem Gras, in denen sie sich verbirgt, und offenen Flächen, wo sie sich in der Sonne wärmt. Sie ist ein typischer Bewohner der Hügel- und Tieflandzone Mittel- und Südeuropas.

Was sie frisst und wie sie lebt

Sie ist ein tagaktiver Räuber, der sich vor allem von Insekten und anderen Wirbellosen wie Spinnen, Schnecken und Regenwürmern ernährt, aber auch kleine Wirbeltiere, Eier und gelegentlich reife Früchte nicht verschmäht. Wie alle Reptilien ist sie wechselwarm: Sie hängt von äußerer Wärme ab, um ihre Körpertemperatur zu regeln, und verbringt daher viele Stunden mit dem Sonnenbad, bevor sie zur Jagd aufbricht.

Verhalten

Die Smaragdeidechse ist wendig, schnell und eher scheu: Bei der geringsten Gefahr flieht sie rasch ins Dickicht der Vegetation. Die Männchen sind territorial und können sich im Frühjahr lebhafte Kämpfe um Revier und Weibchen liefern. Mit dem Einzug der Kälte tritt das Tier in eine Winterruhe ein und zieht sich bis zum folgenden Frühjahr in Höhlen oder Spalten zurück.

Schutz

Die Smaragdeidechse ist als nicht gefährdet eingestuft, doch ihr Überleben hängt vom Vorhandensein offener, sonniger Lebensräume mit abwechslungsreicher Vegetation ab. Die Intensivierung der Landwirtschaft, das Verschwinden der Hecken und die Versiegelung verringern ihren Lebensraum. In vielen Ländern ist sie eine geschützte Art.

Häufige Fragen

Warum ist die Smaragdeidechse so grün?
Das leuchtende Grün dient der Tarnung in Gras und Vegetation, hat bei den Männchen aber auch eine Signalfunktion: Im Frühjahr färbt sich die Kehle intensiv blau, um Weibchen anzulocken und Rivalen einzuschüchtern.
Ist die Smaragdeidechse giftig oder gefährlich?
Nein, sie ist für den Menschen völlig harmlos. Sie ist nicht giftig und kann, wenn man sie ergreift, einen folgenlosen Abwehrbiss versuchen. Es ist ein scheues Tier, das lieber flieht.
Stimmt es, dass die Smaragdeidechse ihren Schwanz verliert?
Ja. Wie viele Eidechsen kann sie ihren Schwanz willentlich abwerfen, um einen Räuber abzulenken und sich in Sicherheit zu bringen. Der Schwanz wächst mit der Zeit nach, aber in kürzerer Form und etwas anderem Aussehen.
Wo kann man eine Smaragdeidechse sehen?
In warmen, sonnigen Lebensräumen mit dichter Vegetation: Waldränder, Hecken, brachliegende Wiesen, Böschungen und Weinberge. Man sieht sie vor allem in den warmen Stunden, während sie sich sonnt oder im Gras jagt.

Das könnte dich interessieren