Sukkulenten

Greisenhaupt

Cephalocereus senilis

Das Greisenhaupt ist ein säulenförmiger mexikanischer Kaktus, bedeckt von langen, wolligen weißen Haaren, die an Haar und Bart eines alten Mannes erinnern.

Eigenschaften

Wissenschaftlicher NameCephalocereus senilis
HöheIm Topf meist unter einem Meter; in der Natur bis mehrere Meter
SonneVolle Sonne oder helles Licht
WasserSparsam, typisch für Kakteen
BodenSehr durchlässig, mineralisch für Kakteen
ToxizitätUngiftig; Dornen unter den Haaren verborgen
WachstumLangsam
TemperaturWarm; frostempfindlich
BewässerungWenig; im Winter eingestellt, keine Staunässe

Der Kaktus mit weißem Haar

Das Greisenhaupt (Cephalocereus senilis) ist ein säulenförmiger Kaktus aus der Familie der Kakteengewächse (Cactaceae), berühmt für sein unverwechselbares Aussehen: Der grüne Trieb ist von einer dichten Mähne langer, wolliger weißer Haare umhüllt, die ihm das Aussehen eines Greises mit schneeweißem Haar verleihen. Daher die volkstümlichen Namen „Greisenhaupt" und „Viejo". Die Haare sind nicht nur schmückend: Sie schützen die Pflanze vor der intensiven Wüstensonne und vor Temperaturschwankungen. Unter der Wolle verbergen sich jedoch spitze Dornen.

Herkunft und Lebensraum

Es ist im mittleren Ostmexiko endemisch, in den Bundesstaaten Hidalgo und Veracruz, wo es an felsigen, ariden Hängen wächst. In der Natur kann es zu einer imposanten, mehrere Meter hohen Säule werden, während es im Topf viel kleiner bleibt und langsam wächst.

Kultur und Pflege

Es ist einer der beliebtesten Kakteen als Zierpflanze. Es möchte volle Sonne oder helles Licht, ein sehr durchlässiges mineralisches Substrat und sehr wenig Wasser: sparsam im Sommer gießen und im Winter fast ganz einstellen, wenn es Kälte und Frost nicht mag. Staunässe ist die häufigste Ursache für Fäulnis. Um die Haare weiß zu halten, sollte man sie nicht von oben benetzen.

Wussten Sie schon?

Es blüht erst als ausgewachsene Pflanze, meist nach vielen Jahren, mit nächtlichen Blüten, die aus der Wolle hervortreten. Seine große Beliebtheit in Kultur hat den Druck auf die Wildbestände verringert.

Schutz

Die IUCN führt es in der Natur als gefährdet (Endangered), wegen seines kleinen Areals und des Sammelns. Gerade seine Beliebtheit als Sammlerpflanze hat jedoch seine Vermehrung in Kultur gefördert.

Praktische Tipps

Bewässerung

Wasserbedarf: Sparsam, typisch für Kakteen — prüfe vor dem Gießen immer die Substratfeuchte.

Standort

Bevorzugt Volle Sonne oder helles Licht: sorge für das richtige Licht und drehe die Pflanze für gleichmäßiges Wachstum.

Substrat

Empfohlener Boden: Sehr durchlässig, mineralisch für Kakteen. Erneuere das Substrat alle 1-2 Jahre.

Blätter

Wische die Blätter mit einem feuchten Tuch ab, um die Photosynthese zu fördern.

Düngung

Dünge während der Wachstumszeit (Frühling-Sommer) und pausiere im Winter.

Vorteile

  • Einzigartiges Aussehen mit wolligem weißem Haar
  • Sehr trockenheitsresistent
  • Weit verbreitet, mindert Wildentnahme

Nachteile

  • In der Natur gefährdet
  • Fäult bei zu viel Wasser
  • Dornen unter den Haaren: mit Vorsicht handhaben

Häufige Fragen

Wozu dienen die weißen Haare?
Sie sind nicht nur schmückend: Sie schützen den Trieb vor der intensiven Wüstensonne und vor Temperaturschwankungen. Unter der Wolle verbergen sich jedoch spitze Dornen, daher ist die Pflanze mit Vorsicht zu handhaben.
Wie gießt man ihn?
Sparsam: wenig Wasser im Sommer, das Substrat gut abtrocknen lassen, und im Winter fast nichts. Staunässe ist die häufigste Ursache für Fäulnis; die Haare sollte man nicht von oben benetzen.
Wann blüht es?
Erst als ausgewachsene Pflanze, meist nach vielen Jahren, mit nächtlichen Blüten, die aus der Wolle treten. In Kultur ist die Blüte daher selten und erfordert Geduld.

Das könnte dich interessieren