Foto: 4028mdk09 · CC BY-SA 3.0
Kleinblütige Königskerze
Verbascum thapsus
Die Kleinblütige Königskerze ist eine stattliche zweijährige Pflanze mit großen filzigen Blättern und einer hohen Kerze gelber Blüten am Wegrand.
Eigenschaften
Beschreibung
Die Kleinblütige Königskerze ist ein unverwechselbares zweijähriges Kraut. Im ersten Jahr bildet sie eine große, flache Rosette aus ovalen, dicken Blättern, die mit dichtem, silbergrauem Flaum überzogen und weich wie Filz sind. Im zweiten Jahr erhebt sich ein einzelner kräftiger Stängel bis zu zwei Meter Höhe, der in einer dichten Ähre aus fünfblättrigen gelben Blüten endet. Die Blüten öffnen sich den ganzen Sommer über nach und nach entlang der Kerze.
Lebensraum und Verbreitung
Sie stammt aus Europa, Asien und Nordafrika und hat sich in weiten Teilen der gemäßigten Welt eingebürgert, von Amerika bis Ozeanien. Sie ist ein Pionier gestörter Böden und wächst an Wegrändern, auf Brachflächen, in Steinbrüchen und an steinigen, sonnigen Hängen, wo sich kaum andere Pflanzen ansiedeln.
Traditionelle Nutzung
Sie hat eine lange Geschichte in der Volksmedizin: Blüten und Blätter wurden als Aufguss verwendet, um Husten und Atemwegsbeschwerden zu lindern. Im Mittelalter diente der getrocknete, mit Fett getränkte Stängel als Fackel, woraus mehrere ihrer vielen volkstümlichen Namen entstanden.
Anbau
Sie ist überaus leicht und eignet sich für naturnahe Gärten und trockene Bereiche. Sie verlangt volle Sonne und einen mageren, gut durchlässigen Boden; sie erträgt Trockenheit gut und meidet reiche, feuchte Erde. Vermehrt wird sie durch Aussaat, und sie sät sich willig selbst aus.
- Im Sommer aussäen für die Blüte im Folgejahr
- Die trockenen Ähren stehen lassen: sie sind dekorativ und ernähren Vögel
- Nicht düngen: sie bevorzugt magere Böden
Wissenswertes
Die wolligen Blätter dienten einst als behelfsmäßige Einlegesohlen oder als Zunder zum Feuermachen. Die Pflanze wird viel von Bienen und anderen bestäubenden Insekten besucht. Die Samen enthalten leicht giftige Stoffe und dürfen nicht verzehrt werden.
Blütezeit
Praktische Tipps
Wasserbedarf: Gering — prüfe vor dem Gießen immer die Substratfeuchte.
Bevorzugt Volle Sonne: sorge für das richtige Licht und drehe die Pflanze für gleichmäßiges Wachstum.
Empfohlener Boden: Mager, steinig, gut durchlässig. Erneuere das Substrat alle 1-2 Jahre.
Wische die Blätter mit einem feuchten Tuch ab, um die Photosynthese zu fördern.
Dünge während der Wachstumszeit (Frühling-Sommer) und pausiere im Winter.
Vorteile
- Robust und trockenheitsresistent, gedeiht auf magerem Boden
- Lange Sommerblüte, bei Bestäubern beliebt
- Architektonische Form, Ähren auch trocken dekorativ
Nachteile
- Lebt nur zwei Jahre, sät sich aber selbst aus
- Kann auf gestörtem Boden lästig werden
- Behaarte Blätter mitunter reizend bei Berührung



