Blumen

Kleinblütige Königskerze

Verbascum thapsus

Die Kleinblütige Königskerze ist eine stattliche zweijährige Pflanze mit großen filzigen Blättern und einer hohen Kerze gelber Blüten am Wegrand.

Eigenschaften

Wissenschaftlicher NameVerbascum thapsus
Höhe1–2 m
SonneVolle Sonne
WasserGering
BodenMager, steinig, gut durchlässig
ToxizitätSamen leicht giftig; Blätter reizend bei Berührung
WachstumZweijährig
TemperaturSehr winterhart
BlütezeitJuni–September
BewässerungMinimal, trockenheitsverträglich

Beschreibung

Die Kleinblütige Königskerze ist ein unverwechselbares zweijähriges Kraut. Im ersten Jahr bildet sie eine große, flache Rosette aus ovalen, dicken Blättern, die mit dichtem, silbergrauem Flaum überzogen und weich wie Filz sind. Im zweiten Jahr erhebt sich ein einzelner kräftiger Stängel bis zu zwei Meter Höhe, der in einer dichten Ähre aus fünfblättrigen gelben Blüten endet. Die Blüten öffnen sich den ganzen Sommer über nach und nach entlang der Kerze.

Lebensraum und Verbreitung

Sie stammt aus Europa, Asien und Nordafrika und hat sich in weiten Teilen der gemäßigten Welt eingebürgert, von Amerika bis Ozeanien. Sie ist ein Pionier gestörter Böden und wächst an Wegrändern, auf Brachflächen, in Steinbrüchen und an steinigen, sonnigen Hängen, wo sich kaum andere Pflanzen ansiedeln.

Traditionelle Nutzung

Sie hat eine lange Geschichte in der Volksmedizin: Blüten und Blätter wurden als Aufguss verwendet, um Husten und Atemwegsbeschwerden zu lindern. Im Mittelalter diente der getrocknete, mit Fett getränkte Stängel als Fackel, woraus mehrere ihrer vielen volkstümlichen Namen entstanden.

Anbau

Sie ist überaus leicht und eignet sich für naturnahe Gärten und trockene Bereiche. Sie verlangt volle Sonne und einen mageren, gut durchlässigen Boden; sie erträgt Trockenheit gut und meidet reiche, feuchte Erde. Vermehrt wird sie durch Aussaat, und sie sät sich willig selbst aus.

  • Im Sommer aussäen für die Blüte im Folgejahr
  • Die trockenen Ähren stehen lassen: sie sind dekorativ und ernähren Vögel
  • Nicht düngen: sie bevorzugt magere Böden

Wissenswertes

Die wolligen Blätter dienten einst als behelfsmäßige Einlegesohlen oder als Zunder zum Feuermachen. Die Pflanze wird viel von Bienen und anderen bestäubenden Insekten besucht. Die Samen enthalten leicht giftige Stoffe und dürfen nicht verzehrt werden.

Blütezeit

JanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez

Praktische Tipps

Bewässerung

Wasserbedarf: Gering — prüfe vor dem Gießen immer die Substratfeuchte.

Standort

Bevorzugt Volle Sonne: sorge für das richtige Licht und drehe die Pflanze für gleichmäßiges Wachstum.

Substrat

Empfohlener Boden: Mager, steinig, gut durchlässig. Erneuere das Substrat alle 1-2 Jahre.

Blätter

Wische die Blätter mit einem feuchten Tuch ab, um die Photosynthese zu fördern.

Düngung

Dünge während der Wachstumszeit (Frühling-Sommer) und pausiere im Winter.

Vorteile

  • Robust und trockenheitsresistent, gedeiht auf magerem Boden
  • Lange Sommerblüte, bei Bestäubern beliebt
  • Architektonische Form, Ähren auch trocken dekorativ

Nachteile

  • Lebt nur zwei Jahre, sät sich aber selbst aus
  • Kann auf gestörtem Boden lästig werden
  • Behaarte Blätter mitunter reizend bei Berührung

Häufige Fragen

Warum blüht sie im ersten Jahr nicht?
Sie ist zweijährig: im ersten Jahr speichert sie Energie und bildet nur die Blattrosette am Boden, im zweiten Jahr treibt sie den Blütenstängel und produziert Samen, danach stirbt sie ab.
Helfen die samtigen Blätter der Pflanze?
Ja. Der dichte Flaum verringert den Wasserverlust, schützt vor starker Sonne und hält viele blattfressende Insekten fern, was der Pflanze das Überleben in trockenen, sonnigen Lebensräumen erleichtert.
Kann man sie im Garten kultivieren?
Gewiss. Sie braucht nur volle Sonne und gut durchlässigen, auch mageren Boden. Sie ist ideal für naturnahe Gärten und trockene Rabatten, wo ihre hohen gelben Kerzen einen starken vertikalen Akzent setzen.
Ist sie eine gefährliche Pflanze?
Sie ist nicht schwer giftig, doch die Samen enthalten leicht giftige Stoffe und dürfen nicht verzehrt werden. Der Blattflaum kann empfindliche Haut bei Berührung reizen.

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