Wüstenrose

Foto: ZSM · CC BY-SA 4.0

Sukkulenten

Wüstenrose

Adenium obesum

Die Wüstenrose ist eine Sukkulente mit flaschenförmig verdicktem Stamm und auffälligen Blüten, sehr beliebt als Zimmerpflanze und für Bonsai.

Eigenschaften

Wissenschaftlicher NameAdenium obesum
Höhe1–3 m in der Natur, 30–60 cm im Topf
SonneVolle Sonne, viele Stunden direktes Licht
WasserGering, Erde zwischen den Wassergaben gut abtrocknen
BodenSehr durchlässig, mineralisch für Kakteen/Sukkulenten
ToxizitätSehr giftig (Saft mit herzwirksamen Glykosiden)
WachstumLangsam
TemperaturMinimum 10–12 °C, ideal 20–35 °C
BlütezeitFrühjahr bis Herbst
BewässerungRegelmäßig im Sommer, fast keins im Winter

Die Sukkulente mit dem Flaschenstamm

Die Wüstenrose ist eine caudexbildende Pflanze mit einem charakteristisch verdickten Stammfuß — dem Caudex —, der Wasser speichert und ihr ein skulpturales, fast natürliches Bonsai-Aussehen verleiht. Aus den fleischigen Zweigen sprießen glänzende Blätter und vor allem große, trichterförmige Blüten in Rosa-, Rot- und Weißtönen, die ihr den Namen gaben. Sie gehört zu den Apocynaceae, derselben Familie wie der Oleander.

Lebensraum und Verbreitung

Sie stammt aus den trockenen Sahel-Regionen südlich der Sahara, aus dem tropischen und subtropischen östlichen und südlichen Afrika sowie von der Arabischen Halbinsel. Sie wächst wild auf steinigem, sonnenverbranntem Boden und ist dank der Wasserreserven ihres Caudex an lange Dürren angepasst.

Kultur

Sie liebt volle Sonne und fürchtet Kälte und Staunässe. Man kultiviert sie in einem sehr durchlässigen Sukkulentensubstrat, gießt sie sparsam und lässt die Erde gut abtrocknen, und hält sie fern von Temperaturen unter 10–12 °C. Im Winter geht sie in Ruhe und sollte fast trocken gehalten werden. Häufig wird sie als Bonsai gezogen, um die Form des Caudex zur Geltung zu bringen.

Achtung: giftige Pflanze

Alle Teile der Pflanze, besonders der Milchsaft, enthalten hochgiftige herzwirksame Glykoside. Man sollte sie mit Handschuhen handhaben und von Kindern und Haustieren fernhalten. In Afrika wurde der Saft historisch verwendet, um die Spitzen von Jagdpfeilen zu vergiften.

Pflege

Mit viel Licht, wenig Wasser und einem gut drainierten Topf ist die Wüstenrose langlebig und blühfreudig, vor allem vom Frühjahr bis zum Herbst. Ein leichter Rückschnitt nach der Blüte fördert eine kompaktere Krone.

Blütezeit

JanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez

Praktische Tipps

Bewässerung

Wasserbedarf: Gering, Erde zwischen den Wassergaben gut abtrocknen — prüfe vor dem Gießen immer die Substratfeuchte.

Standort

Bevorzugt Volle Sonne, viele Stunden direktes Licht: sorge für das richtige Licht und drehe die Pflanze für gleichmäßiges Wachstum.

Substrat

Empfohlener Boden: Sehr durchlässig, mineralisch für Kakteen/Sukkulenten. Erneuere das Substrat alle 1-2 Jahre.

Blätter

Wische die Blätter mit einem feuchten Tuch ab, um die Photosynthese zu fördern.

Düngung

Dünge während der Wachstumszeit (Frühling-Sommer) und pausiere im Winter.

Vorteile

  • Skulpturaler Caudex, perfekt für Bonsai
  • Reiche, farbenfrohe Blüte
  • Sehr trockenheitsresistent

Nachteile

  • Alle Teile sind giftig
  • Verträgt keine Kälte und keine Staunässe

Häufige Fragen

Ist die Wüstenrose giftig?
Ja, sehr. Der Saft und alle Teile enthalten giftige herzwirksame Glykoside. Man sollte sie mit Handschuhen handhaben und von Kindern und Haustieren fernhalten.
Wie viel Wasser braucht sie?
Wenig. Sie mag Erde, die zwischen den Wassergaben abtrocknet; Staunässe lässt den Caudex faulen. Im Winter, während der Ruhe, fast trocken halten.
Warum ist der Stamm so verdickt?
Die Verdickung am Fuß, der Caudex, ist ein Wasserspeicher, der ihr das Überleben der langen Dürren ihres Trockenlebensraums ermöglicht. Sie ist auch ihr geschätztestes Ziermerkmal.
Kann ich sie im Zimmer halten?
Ja, sofern an einem sehr hellen, sonnigen Platz. Sie fürchtet Kälte: Im Winter über 10–12 °C und mit sehr wenig Wasser halten.

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