Fische

Bachforelle

Salmo trutta

Herrscherin der kalten, klaren Gewässer, ist die Bachforelle einer der faszinierendsten Fische unserer Bäche: elegant, gefräßig und außerordentlich wandelbar.

Eigenschaften

Wissenschaftlicher NameSalmo trutta
Gewicht1-5 kg
Lebensdauer8-12 anni
GrößeMittel
Energie4/5

Charakter

Einzelgängerischer, territorialer Räuber, auf der Lauer zwischen Felsen und Ufern. Vor allem in der Dämmerung aktiv; sehr anspruchsvoll bei der Wasserqualität.

Ernährung

Fleischfresser: Wasserinsekten, Larven und Wirbellose jung; auch Fische und ins Wasser gefallene Insekten als Erwachsene.

Ein Fisch mit tausend Kleidern

Die Bachforelle ist ein Süßwasserfisch mit schlankem, muskulösem Körper, für das Leben in der Strömung gebaut. Ihr faszinierendstes Merkmal ist die extreme Wandelbarkeit ihres Kleides: Der Rücken kann braun, grünlich oder grau sein, die Flanken golden oder silbrig, übersät mit charakteristischen schwarzen und roten Flecken, oft von einem hellen Hof umgeben. Zwei Tiere aus demselben Bach können sehr verschieden aussehen, und die Färbung passt sich an Umgebung und Wassertyp an.

Sie gehört zur Familie der Salmoniden, derselben wie der Lachs, und braucht wie ihre Verwandten gut sauerstoffreiches Wasser.

Wo sie lebt

Die Bachforelle bevorzugt kaltes, klares, sauerstoffreiches Wasser: Gebirgsbäche, schnell fließende Flüsse und Alpenseen. Die Wasserqualität ist für sie grundlegend, so sehr, dass ihre Anwesenheit als Anzeiger gesunder Flusslebensräume gilt. Sie versteckt sich gern unter Ufern, zwischen Wurzeln und hinter Felsblöcken, von wo aus sie die Strömung im Warten auf Beute überwacht.

Ein Lauerjäger

Sie ist ein gefräßiger, opportunistischer Räuber. Jung ernährt sie sich vor allem von Wasserinsekten, Larven und kleinen Wirbellosen, als Erwachsene jagt sie auch andere Fische, Kaulquappen und ins Wasser gefallene Insekten. Sie jagt vor allem in der Dämmerung und nutzt die Strömung, um Beute zu überraschen.

Fortpflanzung

Die Fortpflanzung findet im Herbst und Winter statt. Das Weibchen zieht flussaufwärts in flaches Wasser mit Kiesgrund, wo es mit dem Schwanz eine kleine Mulde gräbt, um darin seine Eier abzulegen. Der Kiesgrund und das fließende Wasser sichern die für die Entwicklung der Brut nötige Sauerstoffversorgung; die Jungfische schlüpfen im Frühjahr.

Schutz

Weltweit gibt die Art keinen besonderen Anlass zur Sorge, doch viele örtliche Bestände der heimischen Bachforelle sind in Bedrängnis. Die Hauptgefahren sind Verschmutzung und Veränderungen der Gewässer, der Bau von Querbauwerken, die Wanderungen verhindern, und der Besatz mit Zuchtforellen, der das Erbgut der heimischen Bestände verändert.

Häufige Fragen

Warum haben Forellen so verschiedene Farben?
Das Kleid der Bachforelle ist äußerst wandelbar und passt sich der Umgebung an: Wasserfarbe, Grundtyp und Ernährung beeinflussen Rücken, Flanken und Flecken. Deshalb können zwei Forellen aus demselben Bach sehr verschieden aussehen.
Welche Gewässer bevorzugt die Bachforelle?
Kaltes, klares, sauerstoffreiches Wasser: Gebirgsbäche, schnelle Flüsse und Alpenseen. Sie ist sehr empfindlich gegenüber der Wasserqualität, und ihre Anwesenheit zeigt einen gesunden Flusslebensraum an.
Was frisst die Forelle?
Sie ist ein opportunistischer Räuber. Jung ernährt sie sich von Wasserinsekten, Larven und kleinen Wirbellosen; heranwachsend jagt sie auch andere Fische, Kaulquappen und ins Wasser gefallene Insekten, vor allem in der Dämmerung.
Wann pflanzt sich die Bachforelle fort?
Im Herbst und Winter. Das Weibchen zieht flussaufwärts in flaches, kiesiges Wasser, wo es mit dem Schwanz eine kleine Mulde gräbt, um seine Eier abzulegen. Die Jungfische schlüpfen im Frühjahr.

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