Fische

Nasenmuräne

Rhinomuraena quaesita

Die Nasenmuräne ist eine schlanke, elegante Muräne des Indopazifiks mit leuchtenden Farben und blattförmigen Nüstern, die im Laufe des Lebens Geschlecht und Farbe wechselt.

Eigenschaften

Wissenschaftlicher NameRhinomuraena quaesita
GrößeSehr schlanker Körper, bis etwa 1 Meter lang
Energie2/5

Charakter

Einzelgängerisch und getarnt; Lauerjäger aus der Höhle.

Ernährung

Fleischfresser: kleine Fische und Krebstiere im Ansitz.

Eine bandförmig schlanke Muräne

Die Nasenmuräne (Rhinomuraena quaesita), auch Geistermuräne genannt, ist eine Muräne mit äußerst schlankem, langgestrecktem Körper und die einzige Art der Gattung Rhinomuraena. Neben der bandartigen Form sind ihre auffälligsten Merkmale die zu eleganten blattförmigen Lappen erweiterten vorderen Nasenlöcher und der mit Barteln besetzte Unterkiefer. Sie hält das Maul ständig geöffnet — eine Haltung, die bedrohlich wirkt, aber vor allem dazu dient, Wasser über die Kiemen zum Atmen zu leiten.

Lebensraum und Verbreitung

Sie lebt an Korallenriffen und auf Sandböden des Indopazifiks, von Ostafrika bis Polynesien. Die meiste Zeit steckt sie in einer Höhle im Sand oder zwischen Felsen und lässt nur den Kopf und den vorderen Körperteil herausragen, der in der Strömung wogt.

Verhalten und Nahrung

Sie ist ein Lauerjäger: Reglos wartet sie in ihrer Höhle und schnappt kleine Fische und Krebstiere, die in Reichweite kommen. Ihre Biologie ist außergewöhnlich: Sie ist ein sequenzieller Zwitter, der mit dem Alter Geschlecht und Farbe wechselt. Jungtiere sind schwarz mit gelber Rückenflosse, adulte Männchen werden elektrisch blau mit gelber Schnauze, und schließlich verwandeln sich die ältesten Tiere in ganz gelbe Weibchen.

Wussten Sie schon?

Ihr drastischer Farbwechsel ließ lange glauben, die drei Phasen seien verschiedene Arten. Ihr deutscher Name „Geistermuräne" spielt auf ihr ätherisches, wogendes Erscheinungsbild an.

Schutz

Die IUCN führt sie als nicht gefährdet (Least Concern). Sie wird gelegentlich für die Meerwasseraquaristik gefangen, wo sie sich als sehr empfindlich erweist; gesunde Korallenriffe bleiben für die Art entscheidend.

Vorteile

  • Leuchtende Farben und sehr elegante Form
  • Zwitter, der Geschlecht und Farbe wechselt
  • Nicht gefährdet, weit verbreitet

Nachteile

  • Empfindlich und schwer im Aquarium zu halten
  • Auf gesunde Korallenriffe angewiesen
  • Wegen des offenen Mauls oft für aggressiv gehalten

Häufige Fragen

Warum wechselt sie die Farbe?
Sie ist ein sequenzieller Zwitter: Sie wird schwarz geboren (Jungtier), wird als adultes Männchen blau mit gelber Schnauze und schließlich als Weibchen ganz gelb. Die Farbe spiegelt also Geschlecht und Alter wider.
Ist sie gefährlich, weil sie das Maul offen hält?
Nein: Das offene Maul leitet Wasser zum Atmen über die Kiemen und ist kein Zeichen von Aggression. Sie ist ein scheuer Lauerjäger, der seine Höhle selten verlässt.
Wo lebt sie?
An Korallenriffen und auf Sandböden des Indopazifiks, von Ostafrika bis Polynesien, oft in einer Höhle verborgen, aus der nur der Kopf ragt.

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