Bergmolch

Foto: Kalmar Gabor · Public domain

Amphibien

Bergmolch

Ichthyosaura alpestris

Mit leuchtend orangem Bauch und gefleckten Flanken ist der Bergmolch ein kleiner Amphib von doppeltem Leben, zwischen dem Wasser der Teiche und dem Land der Wälder.

Eigenschaften

Wissenschaftlicher NameIchthyosaura alpestris
Lebensdauer10-15 anni
GrößeKlein
Energie2/5

Charakter

Ein Amphib mit Doppelleben: im Frühjahr wassergebunden, den Rest des Jahres landlebend und nachtaktiv. Scheu und langsam, verbirgt er sich unter Steinen und im Laub.

Ernährung

Fleischfresser: im Wasser Kaulquappen, Insektenlarven und kleine Krebstiere; an Land Insekten, Regenwürmer und andere Wirbellose.

Ein Amphib in lebhaften Farben

Der Bergmolch ist ein kleiner Schwanzlurch, also ein Amphib mit Schwanz, von elegantem Aussehen. Sein charakteristischstes Merkmal ist der leuchtend orange, oft ungefleckte Bauch, der zum dunkleren Rücken kontrastiert. Zur Fortpflanzungszeit verwandelt sich das Männchen in ein kleines Prachtgeschöpf: Es entwickelt einen niedrigen Rückenkamm mit hellen und dunklen Bändern, und seine Flanken sprenkeln sich mit weißen und blauen Flecken. Das Weibchen ist schlichter, in braunen und grünlichen Tönen.

Trotz seines Namens lebt er nicht nur in den Alpen: Er ist in weiten Teilen Europas verbreitet, vom Tiefland bis in hohe Berglagen.

Ein Doppelleben

Wie viele Amphibien wechselt der Bergmolch zwischen zwei deutlich verschiedenen Lebensphasen. Im Frühjahr erreicht er das Wasser, wo er die Fortpflanzungsphase verbringt: Hier schwimmt er dank seines abgeflachten Schwanzes wendig und entwickelt eine glattere Haut. Nach der Fortpflanzung kehren viele Tiere an Land zurück, wo sie ein verborgeneres, nächtliches Leben führen und sich unter Steinen, Stämmen und im Falllaub feuchter Wälder verbergen.

Lebensraum und Ernährung

Er bevorzugt kleine, stehende, kühle Gewässer ohne Fische: Tümpel, Teiche, Tränken, Becken und sogar kleine Wasseransammlungen in Gärten. Im Wasser jagt er Kaulquappen, Insektenlarven, kleine Krebstiere und Eier; an Land ernährt er sich von Insekten, Regenwürmern und anderen Wirbellosen. Er ist ein langsamer, aber geduldiger Räuber.

Fortpflanzung

Bei der Balz führt das Männchen einen wahren Tanz vor dem Weibchen auf und wedelt mit dem Schwanz, um seine Pheromone zu verbreiten. Das Weibchen legt seine Eier einzeln ab und wickelt sie sorgfältig in die Blätter von Wasserpflanzen, um sie zu schützen. Aus den Eiern schlüpfen Wasserlarven mit äußeren Kiemen, die ihre Verwandlung im Laufe des Sommers vollenden.

Schutz

Der Bergmolch ist als nicht gefährdet eingestuft, doch wie alle Amphibien hängt er vom Vorhandensein kleiner, sauberer Feuchtgebiete ab. Das Verschwinden von Tümpeln und Teichen, das Einsetzen räuberischer Fische und die Gewässerverschmutzung bedrohen viele örtliche Bestände. Auch kleine Gewässer zu erhalten ist für sein Überleben entscheidend.

Häufige Fragen

Lebt der Bergmolch nur in den Alpen?
Nein, trotz seines Namens ist er in weiten Teilen Europas verbreitet, vom Tiefland bis ins Gebirge. Der Name rührt auch von seinem Vorkommen in hohen Lagen her, doch die Art ist keineswegs auf den Alpenbogen beschränkt.
Warum hat der Molch einen orangen Bauch?
Der leuchtend orange Bauch ist ein typisches Merkmal der Art und wird beim Männchen in der Fortpflanzungsphase von einer Prachtfärbung an den Flanken begleitet. Das sind wichtige Signale bei der Balz und beim Erkennen zwischen Individuen.
Ist der Bergmolch gefährlich?
Nein, er ist für den Menschen völlig harmlos. Wie viele Amphibien hat er schützende Hautsekrete, stellt aber kein Risiko dar; man sollte ihn dennoch nicht anfassen und sich nach einem Kontakt die Hände waschen.
Wie pflanzt sich der Bergmolch fort?
Im Frühjahr erreicht er das Wasser, wo das Männchen das Weibchen mit einem Tanz umwirbt. Das Weibchen legt seine Eier einzeln ab und wickelt sie in die Blätter von Wasserpflanzen. Aus den Eiern schlüpfen Larven mit Kiemen, die ihre Verwandlung im Sommer vollenden.

Das könnte dich interessieren