Foto: Kalmar Gabor · Public domain
Bergmolch
Ichthyosaura alpestris
Mit leuchtend orangem Bauch und gefleckten Flanken ist der Bergmolch ein kleiner Amphib von doppeltem Leben, zwischen dem Wasser der Teiche und dem Land der Wälder.
Eigenschaften
Charakter
Ein Amphib mit Doppelleben: im Frühjahr wassergebunden, den Rest des Jahres landlebend und nachtaktiv. Scheu und langsam, verbirgt er sich unter Steinen und im Laub.
Ernährung
Fleischfresser: im Wasser Kaulquappen, Insektenlarven und kleine Krebstiere; an Land Insekten, Regenwürmer und andere Wirbellose.
Ein Amphib in lebhaften Farben
Der Bergmolch ist ein kleiner Schwanzlurch, also ein Amphib mit Schwanz, von elegantem Aussehen. Sein charakteristischstes Merkmal ist der leuchtend orange, oft ungefleckte Bauch, der zum dunkleren Rücken kontrastiert. Zur Fortpflanzungszeit verwandelt sich das Männchen in ein kleines Prachtgeschöpf: Es entwickelt einen niedrigen Rückenkamm mit hellen und dunklen Bändern, und seine Flanken sprenkeln sich mit weißen und blauen Flecken. Das Weibchen ist schlichter, in braunen und grünlichen Tönen.
Trotz seines Namens lebt er nicht nur in den Alpen: Er ist in weiten Teilen Europas verbreitet, vom Tiefland bis in hohe Berglagen.
Ein Doppelleben
Wie viele Amphibien wechselt der Bergmolch zwischen zwei deutlich verschiedenen Lebensphasen. Im Frühjahr erreicht er das Wasser, wo er die Fortpflanzungsphase verbringt: Hier schwimmt er dank seines abgeflachten Schwanzes wendig und entwickelt eine glattere Haut. Nach der Fortpflanzung kehren viele Tiere an Land zurück, wo sie ein verborgeneres, nächtliches Leben führen und sich unter Steinen, Stämmen und im Falllaub feuchter Wälder verbergen.
Lebensraum und Ernährung
Er bevorzugt kleine, stehende, kühle Gewässer ohne Fische: Tümpel, Teiche, Tränken, Becken und sogar kleine Wasseransammlungen in Gärten. Im Wasser jagt er Kaulquappen, Insektenlarven, kleine Krebstiere und Eier; an Land ernährt er sich von Insekten, Regenwürmern und anderen Wirbellosen. Er ist ein langsamer, aber geduldiger Räuber.
Fortpflanzung
Bei der Balz führt das Männchen einen wahren Tanz vor dem Weibchen auf und wedelt mit dem Schwanz, um seine Pheromone zu verbreiten. Das Weibchen legt seine Eier einzeln ab und wickelt sie sorgfältig in die Blätter von Wasserpflanzen, um sie zu schützen. Aus den Eiern schlüpfen Wasserlarven mit äußeren Kiemen, die ihre Verwandlung im Laufe des Sommers vollenden.
Schutz
Der Bergmolch ist als nicht gefährdet eingestuft, doch wie alle Amphibien hängt er vom Vorhandensein kleiner, sauberer Feuchtgebiete ab. Das Verschwinden von Tümpeln und Teichen, das Einsetzen räuberischer Fische und die Gewässerverschmutzung bedrohen viele örtliche Bestände. Auch kleine Gewässer zu erhalten ist für sein Überleben entscheidend.



