Wallace-Flugfrosch

Foto: Wikimedia Commons · Public domain

Amphibien

Wallace-Flugfrosch

Rhacophorus nigropalmatus

Ein Laubfrosch Südostasiens: Der Wallace-Flugfrosch gleitet mithilfe riesiger Schwimmhäute zwischen den Zehen von Baum zu Baum, wie ein kleiner lebender Fallschirm.

Eigenschaften

Wissenschaftlicher NameRhacophorus nigropalmatus
GrößeMittelgroß für einen Laubfrosch, stark beschwimmhäutete Füße
Energie3/5

Charakter

Nachtaktiv, baumbewohnend, gleitend

Ernährung

Insektenfresser: im Laub gejagte Insekten

Der Frosch, der gleitet

Der Wallace-Flugfrosch ist ein farbenprächtiger Laubfrosch, leuchtend grün auf dem Rücken, mit Flanken und Schwimmhäuten, die oft gelb und schwarz gezeichnet sind. Sein Kennzeichen sind die Füße: lange, durch weite Schwimmhäute verbundene Zehen, die ausgebreitet vier kleine „Segel" bilden. Dazu kommen Hautsäume entlang der Gliedmaßen. Wenn sich der Frosch von einem Ast in die Luft stürzt, spreizt er die Füße und nutzt diese Flächen wie einen Fallschirm, um den Fall zu bremsen und zu gleiten — über Strecken von fünfzehn Metern oder mehr.

Lebensraum und Verbreitung

Er lebt in den tropischen Regenwäldern der Malaiischen Halbinsel, des südlichen Thailands, Borneos und Sumatras. Den Großteil seines Lebens verbringt er in den Bäumen, steigt nur selten zu Boden und bewegt sich elegant von einer Baumkrone zur nächsten.

Verhalten und Fortpflanzung

Er ist nachtaktiv und insektenfressend und ernährt sich vor allem von Insekten, die er im Laub jagt. Zur Fortpflanzung bauen die Paare „Schaumnester": Das Weibchen sondert eine schaumige Masse ab, die mit den Beinen aufgeschlagen und an einem Ast über einem Tümpel befestigt wird. Die Eier entwickeln sich geschützt im Schaum, und beim Schlüpfen fallen die Kaulquappen direkt in das darunterliegende Wasser.

Wissenswertes

Er ist nach Alfred Russel Wallace benannt, dem Naturforscher, der Mitte des 19. Jahrhunderts während seiner Erkundungen des Malaiischen Archipels das erste bekannte Exemplar sammelte. Seine „Segel" sind ein klassisches Beispiel für eine Anpassung an den Gleitflug, die bei verschiedenen baumbewohnenden Tieren unabhängig entstand.

Schutz

Die IUCN führt die Art dank ihres relativ großen Verbreitungsgebiets als nicht gefährdet. Die Zerstörung der Regenwälder bleibt jedoch eine langfristige Bedrohung für diese und viele andere baumbewohnende Arten.

Vorteile

  • Gleitet wie ein lebender Fallschirm zwischen Bäumen
  • Leuchtende Farben und spektakuläre Anpassungen
  • Großes Verbreitungsgebiet, nicht bedroht

Nachteile

  • Auf intakte Regenwälder angewiesen
  • Kein Terrarientier für Anfänger
  • Nachtaktiv und scheu, schwer zu beobachten

Häufige Fragen

Fliegt er wirklich?
Er fliegt nicht wie ein Vogel: Er gleitet. Durch Spreizen der weiten Schwimmhäute zwischen den Zehen und der Hautsäume an den Gliedmaßen bremst er den Fall und gleitet von Baum zu Baum, bis zu fünfzehn Meter oder mehr.
Wozu dienen die Schwimmhäute?
Gespreizt wirken sie wie kleine Fallschirme oder Segel: Sie vergrößern die Körperoberfläche und erlauben dem Frosch, kontrolliert zu gleiten, wenn er sich von einem Ast stürzt.
Wie pflanzt er sich fort?
Die Paare bauen Schaumnester, die über dem Wasser an Ästen hängen; beim Schlüpfen fallen die Kaulquappen direkt in den darunterliegenden Tümpel.
Woher kommt der Name?
Von dem Naturforscher Alfred Russel Wallace, der im 19. Jahrhundert während seiner Erkundungen des Malaiischen Archipels das erste bekannte Exemplar sammelte.

Das könnte dich interessieren