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Wallace-Flugfrosch
Rhacophorus nigropalmatus
Ein Laubfrosch Südostasiens: Der Wallace-Flugfrosch gleitet mithilfe riesiger Schwimmhäute zwischen den Zehen von Baum zu Baum, wie ein kleiner lebender Fallschirm.
Eigenschaften
Charakter
Nachtaktiv, baumbewohnend, gleitend
Ernährung
Insektenfresser: im Laub gejagte Insekten
Der Frosch, der gleitet
Der Wallace-Flugfrosch ist ein farbenprächtiger Laubfrosch, leuchtend grün auf dem Rücken, mit Flanken und Schwimmhäuten, die oft gelb und schwarz gezeichnet sind. Sein Kennzeichen sind die Füße: lange, durch weite Schwimmhäute verbundene Zehen, die ausgebreitet vier kleine „Segel" bilden. Dazu kommen Hautsäume entlang der Gliedmaßen. Wenn sich der Frosch von einem Ast in die Luft stürzt, spreizt er die Füße und nutzt diese Flächen wie einen Fallschirm, um den Fall zu bremsen und zu gleiten — über Strecken von fünfzehn Metern oder mehr.
Lebensraum und Verbreitung
Er lebt in den tropischen Regenwäldern der Malaiischen Halbinsel, des südlichen Thailands, Borneos und Sumatras. Den Großteil seines Lebens verbringt er in den Bäumen, steigt nur selten zu Boden und bewegt sich elegant von einer Baumkrone zur nächsten.
Verhalten und Fortpflanzung
Er ist nachtaktiv und insektenfressend und ernährt sich vor allem von Insekten, die er im Laub jagt. Zur Fortpflanzung bauen die Paare „Schaumnester": Das Weibchen sondert eine schaumige Masse ab, die mit den Beinen aufgeschlagen und an einem Ast über einem Tümpel befestigt wird. Die Eier entwickeln sich geschützt im Schaum, und beim Schlüpfen fallen die Kaulquappen direkt in das darunterliegende Wasser.
Wissenswertes
Er ist nach Alfred Russel Wallace benannt, dem Naturforscher, der Mitte des 19. Jahrhunderts während seiner Erkundungen des Malaiischen Archipels das erste bekannte Exemplar sammelte. Seine „Segel" sind ein klassisches Beispiel für eine Anpassung an den Gleitflug, die bei verschiedenen baumbewohnenden Tieren unabhängig entstand.
Schutz
Die IUCN führt die Art dank ihres relativ großen Verbreitungsgebiets als nicht gefährdet. Die Zerstörung der Regenwälder bleibt jedoch eine langfristige Bedrohung für diese und viele andere baumbewohnende Arten.
Vorteile
- Gleitet wie ein lebender Fallschirm zwischen Bäumen
- Leuchtende Farben und spektakuläre Anpassungen
- Großes Verbreitungsgebiet, nicht bedroht
Nachteile
- Auf intakte Regenwälder angewiesen
- Kein Terrarientier für Anfänger
- Nachtaktiv und scheu, schwer zu beobachten



