Amphibien

Feuersalamander

Salamandra salamandra

Schwarz und gelb wie ein Warnschild, ist der Feuersalamander ein Amphib der feuchten Wälder, das sich nicht scheut, gesehen zu werden: Seine Farben sind eine Warnung.

Eigenschaften

Wissenschaftlicher NameSalamandra salamandra
Lebensdauer15-20 anni
GrößeKlein
Energie2/5

Charakter

Nachtaktiv, langsam und scheu, vor allem nach dem Regen aktiv. Er flieht nicht durch Springen: Seine Verteidigung sind die Warnfarben und die giftigen Hautsekrete.

Ernährung

Fleischfresser: Regenwürmer, Schnecken, Insekten und andere kleine Wirbellose, in der nächtlichen Feuchte gejagt.

Ein Amphib mit Alarmfarben

Der Feuersalamander ist eines der unverwechselbarsten Amphibien Europas, mit seinem glänzend schwarzen Kleid, das von Flecken und Bändern eines leuchtenden Gelbs, mitunter ins Orange gehend, durchzogen ist. Diese auffällige Färbung dient nicht dem Verstecken, sondern im Gegenteil dem Auffallen: Sie ist ein Warnsignal, eine Art, Räubern mitzuteilen, dass das Tier giftig ist. Seine Haut sondert nämlich reizende und giftige Stoffe ab, die es vor Angriffen schützen.

Der Körper ist gedrungen, der Schwanz zylindrisch, die Beine kurz; anders als Frösche springt er nicht, sondern läuft langsam mit wiegendem Gang.

Wo er lebt

Der Feuersalamander ist an feuchte Laubwälder gebunden, besonders an Hügel- und Bergwälder, die von Bächen und Quellen mit klarem Wasser durchzogen sind. Er liebt schattige, kühle Orte mit reichlicher Laubstreu, morschen Stämmen und Steinen, unter denen er Zuflucht findet. Er kommt in weiten Teilen Mittel- und Südeuropas vor.

Gewohnheiten und Fortpflanzung

Er ist ein nacht- und dämmerungsaktives Tier, das seine Verstecke vor allem nach dem Regen verlässt, wenn die Feuchtigkeit am höchsten ist. Er ernährt sich von Regenwürmern, Schnecken, Insekten und anderen kleinen Wirbellosen. Seine Fortpflanzung ist besonders: Anders als die meisten Amphibien, die Eier legen, ist der Feuersalamander meist lebend- oder eilebendgebärend, und das Weibchen setzt bereits entwickelte, mit Kiemen versehene Larven ins Wasser, wo sie ihre Verwandlung vollenden.

Wissenswertes

Die Verbindung zwischen diesem Tier und dem Feuer ist uralt: Schon der Name Salamander weckt Legenden, denen zufolge er in den Flammen leben konnte. Der Glaube entstand wohl daraus, dass Salamander, die in Stämmen Schutz suchten, flohen, wenn diese verbrannt wurden, und so aus dem Feuer geboren zu sein schienen.

Schutz

Der Feuersalamander ist als nicht gefährdet eingestuft, hängt aber eng von der Qualität der Wälder und Gewässer ab. Die Verschmutzung der Bäche, die Zerstörung feuchter Waldlebensräume und in jüngerer Zeit die Ausbreitung eines krankheitserregenden Pilzes, der Salamander befällt, stellen ernste Bedrohungen für viele Bestände dar.

Häufige Fragen

Ist der Feuersalamander giftig?
Seine Haut sondert reizende und giftige Stoffe ab, die ihn vor Räubern schützen, und genau das signalisieren seine grellen Farben. Beim Beobachten ist er nicht gefährlich, doch man sollte ihn nicht anfassen und sich nach einem Kontakt die Hände waschen.
Warum ist er schwarz und gelb?
Es ist ein Beispiel für aposematische, also warnende Färbung. Die auffälligen Farben teilen Räubern mit, dass das Tier giftig und unangenehm ist, und verringern so das Risiko, angegriffen zu werden.
Legt der Feuersalamander Eier?
In der Regel nicht. Anders als viele Amphibien ist er meist lebend- oder eilebendgebärend: Das Weibchen setzt bereits entwickelte, mit Kiemen versehene Larven ins Wasser, wo sie ihre Verwandlung vollenden.
Woher kommt die Verbindung zum Feuer?
Sie stammt aus alten Legenden. Salamander suchen in Stämmen Schutz, und wenn diese verbrannt wurden, flohen sie vor den Flammen und schienen so aus dem Feuer geboren. Daher der Mythos vom Tier, das im Feuer leben kann.

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