Vögel

Blauracke

Coracias garrulus

Die Blauracke ist ein leuchtend bunter Vogel, der einzige Vertreter seiner Familie, der in Europa brütet, mit blendend türkis-blauem Gefieder.

Eigenschaften

Wissenschaftlicher NameCoracias garrulus
LebensdauerFino a 9 anni circa
GrößeLänge 29–32 cm, Flügelspannweite 52–58 cm
Energie3/5

Charakter

Territorial, Ansitzjägerin, Zugvogel

Ernährung

Insektenfressend: Heuschrecken, Käfer, kleine Reptilien

Ein türkisfarbener Blitz über der Landschaft

Die Blauracke, auch Mandelkrähe genannt, ist ein spektakulär gefärbter Rackenvogel, etwa so groß wie ein Eichelhäher. Ihr Gefieder wird von einem intensiven Blautürkis an Kopf, Hals und Unterseite beherrscht, mit orangebraunem Rücken und auffälligen dunkelblauen Flügelflecken, die besonders im Flug hervorstechen. Sie ist der einzige Vertreter der Racken, der in Europa brütet. Der Name verweist auf den Balzflug mit den für die Gruppe typischen Luftakrobatiken und Überschlägen.

Lebensraum und Verbreitung

Sie brütet in Europa, im Maghreb und in West- und Zentralasien, in warmen, offenen, aber baumbestandenen Lebensräumen: baumbestandene Savannen, lichte Wälder, Kulturland mit Hecken und alten Bäumen. Baumlose Ebenen meidet sie. Sie ist ein Weitstreckenzieher: Im Spätsommer verlässt sie ihre Brutgebiete, um im südlichen Afrika zu überwintern.

Verhalten und Nahrung

Sie ist eine Ansitzjägerin, die von gut sichtbaren Warten aus späht und zu Boden stößt, um große Insekten wie Heuschrecken und Käfer zu fangen, dazu kleine Reptilien und andere Wirbellose. Sie brütet in natürlichen Baumhöhlen oder in Löchern in Uferwänden und alten Mauern.

Wissenswertes

Die leuchtenden Farben sind nicht nur Zierde: Bei der Balz führt das Männchen Sturz- und Rollflüge aus, die das Türkis der Flügel zur Schau stellen. Im deutschen Sprachraum wird sie auch Mandelkrähe genannt.

Schutz

Die Art gilt weltweit als nicht gefährdet, doch in vielen europäischen Regionen ist sie durch Lebensraumverlust, intensive Landwirtschaft und Mangel an Brutplätzen stark zurückgegangen, sodass sie Gegenstand von Schutzprogrammen ist.

Vorteile

  • Spektakuläres türkis-blaues Gefieder
  • Natürliche Regulierung großer Insekten
  • Charakteristischer akrobatischer Balzflug

Nachteile

  • In vielen europäischen Regionen stark rückläufig
  • Auf Bäume mit Höhlen zum Brüten angewiesen

Häufige Fragen

Warum heißt sie 'Racke'?
Der Name verweist auf den Balzflug des Männchens, das in der Luft stürzt und sich überschlägt und dabei das Türkis der Flügel zeigt. Sie ist der einzige Vertreter der Racken, der in Europa brütet.
Wo überwintert sie?
Sie ist ein Weitstreckenzieher: Im Spätsommer verlässt sie Europa und Asien, um im südlichen Afrika zu überwintern, vor allem in trockenen Savannen.
Wovon ernährt sie sich?
Sie jagt von hohen Warten aus und stößt zu Boden auf große Insekten wie Heuschrecken und Käfer sowie kleine Reptilien und andere Wirbellose.
Ist sie gefährdet?
Weltweit gilt sie als nicht gefährdet, doch in vielen europäischen Regionen ist sie durch Lebensraumverlust und Mangel an Brutplätzen stark zurückgegangen. Sie ist Gegenstand von Schutzprogrammen.

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