Fadenparadiesvogel
Seleucidis melanoleucus
Ein samtschwarz-gelber Paradiesvogel: Der Fadenparadiesvogel verdankt seinen Namen zwölf Fäden, mit denen das Männchen bei der Balz das Weibchen berührt.
Eigenschaften
Charakter
Baumbewohnend, taktile Balz an senkrechten Warten
Ernährung
Allesfresser: Früchte, Nektar, Gliederfüßer
Ein Vogel mit zwölf Fäden
Der Fadenparadiesvogel ist ein mittelgroßer Paradiesvogel von etwa 33 Zentimetern Länge.
(Hinweis: Der von Wikidata angegebene Massewert von 174 kg ist für einen Vogel dieser Größe offensichtlich falsch; das tatsächliche Gewicht beträgt etwa 170 bis 220 Gramm.)
Das Männchen trägt ein samtschwarzes Gefieder mit grün-bronzenem Schimmer an Kopf und Brust, einen auffälligen Fächer leuchtend gelber Flankenfedern und eine rote Iris. Aus der Rückseite der Flanken ragen zwölf schlanke, steife schwärzliche Fäden — die „Fäden", die der Art ihren Namen geben —, die sich nach vorn über den Körper krümmen. Das Weibchen ist ganz anders: braun, mit hellem, dunkel gebändertem Bauch, ein auffälliger Fall von Geschlechtsdimorphismus.
Lebensraum und Verbreitung
Er lebt in den Tiefland-Sumpfwäldern Neuguineas und der Insel Salawati. Er bevorzugt feuchte Lebensräume, oft in Gewässernähe und in palmenreichen Gebieten.
Verhalten und Balz
Er ernährt sich von Früchten, Nektar und Gliederfüßern. Das Männchen balzt senkrecht auf der Spitze eines kahlen Stammes sitzend: Es zeigt den gelben Flankenfächer und streift, sich dem Weibchen nähernd, dessen Gesicht mit den zwölf steifen Fäden — ein bei Vögeln ungewöhnlicher taktiler Kontakt. Seine kräftigen rosa Füße und großen Krallen erlauben ihm, sich fest an senkrechten Flächen zu halten.
Wissenswertes
Der Einsatz der Fäden, um das Weibchen körperlich zu berühren, ist eines der eigentümlichsten Balzverhalten der Vogelwelt. Der Kontrast zwischen den Geschlechtern ist so groß, dass Männchen und Weibchen früher leicht für verschiedene Arten gehalten werden konnten.
Schutz
Die IUCN führt die Art als nicht gefährdet: Ihr Verbreitungsgebiet ist groß und die Bestände gelten als stabil. Der Erhalt der Tiefland-Sumpfwälder bleibt für ihre Zukunft wichtig.
Vorteile
- Einzigartige taktile Balz mit den zwölf Fäden
- Ausgeprägter Geschlechtsdimorphismus, spektakuläres Männchen
- Großes Verbreitungsgebiet und stabile Bestände
Nachteile
- Kein Haustier: spezielle Bedürfnisse eines Wildtiers
- An Tiefland-Sumpfwälder gebunden
- In der Natur schwer zu beobachten



