Säugetiere

Hermelin

Mustela erminea

Klein, schnell und kühn, ist das Hermelin ein unermüdlicher Jäger, der im Winter ein schneeweißes Kleid anlegt, bei dem nur die Schwanzspitze schwarz bleibt.

Eigenschaften

Wissenschaftlicher NameMustela erminea
Gewicht150-350 g
Lebensdauer4-6 anni
GrößeKlein
Energie5/5

Charakter

Einzelgängerisch, territorial, neugierig und außerordentlich aktiv. Ein kühner, unermüdlicher Räuber, jagt es Tag und Nacht und fürchtet keine Beute, die größer ist als es selbst.

Ernährung

Fleischfresser: vor allem kleine Nagetiere, aber auch Kaninchen, Vögel, Eier und Insekten je nach Verfügbarkeit.

Ein Jäger im Kleinformat

Das Hermelin ist eines der kleinsten Raubtiere Europas, aber auch eines der unternehmungslustigsten. Es hat einen langen, schlanken Körper, kurze Beine und einen schmalen Hals, eine Gestalt, die perfekt dafür ist, in die Baue der Beute zu schlüpfen und sie in deren eigenen Gängen zu verfolgen. Im Sommer ist das Fell oben braun und unten hell; sein berühmtestes Merkmal ist jedoch der Winterwechsel, wenn es in kalten Regionen vollständig weiß wird, bis auf die unverwechselbare schwarze Schwanzspitze.

Gerade dieses weiße Winterfell, ebenfalls Hermelin genannt, war jahrhundertelang ein Sinnbild von Königtum und Reinheit, verwendet zum Besatz von Mänteln und Insignien.

Wo es lebt

Das Hermelin ist in weiten Teilen Europas, Asiens und Nordamerikas verbreitet. Es passt sich sehr vielen Lebensräumen an: Wäldern, Grasland, Feuchtgebieten, bebauten Rändern und hohen Berglagen. Es bevorzugt Orte, die reich an Hecken, Trockenmauern und Steinhaufen sind, wo die kleinen Nagetiere, von denen es sich ernährt, zahlreich sind.

Ein unermüdlicher Räuber

Trotz seiner geringen Größe ist das Hermelin ein furchteinflößender Jäger. Seine bevorzugte Beute sind kleine Nagetiere, doch es zögert nicht, größere Tiere als sich selbst anzugreifen, etwa Kaninchen. Es hat einen sehr schnellen Stoffwechsel, der es zwingt, ununterbrochen zu jagen, Tag und Nacht. Es ist wendig, schnell und kann bei Bedarf klettern und schwimmen.

Verhalten

Einzelgängerisch und territorial, verständigt sich das Hermelin über Duftmarken. Es ist neugierig und lebhaft und stellt sich mitunter auf die Hinterbeine, um die Umgebung zu mustern. Das Weibchen hat eine besondere Fortpflanzungsbiologie: Die Einnistung des Embryos ist um viele Monate verzögert, damit die Jungen in der günstigsten Jahreszeit geboren werden.

Schutz

Das Hermelin ist als nicht gefährdet eingestuft, und seine Bestände sind weit und stabil. In seinem heimischen Verbreitungsgebiet gibt es keinen Anlass zur Sorge; im Gegenteil, wo es vom Menschen eingeführt wurde, wie in Neuseeland, hat es sich als schädlicher Räuber für die einheimische Tierwelt erwiesen, ein Beleg dafür, wie wirksam es als Jäger ist.

Häufige Fragen

Warum wird das Hermelin im Winter weiß?
In kalten Regionen wechselt es im Winter das Fell und wird vollständig weiß, um sich im Schnee zu tarnen, wobei nur die Schwanzspitze schwarz bleibt. Es ist eine Anpassung, die es vor Räubern schützt und bei der Jagd hilft.
Was ist der Unterschied zwischen Hermelin und Mauswiesel?
Es sind zwei ähnliche kleine Marder. Das Hermelin ist meist größer und hat stets eine schwarze Schwanzspitze, ein Merkmal, das dem Mauswiesel fehlt. Zudem wird das Mauswiesel im Winter gewöhnlich nicht vollständig weiß.
Was frisst das Hermelin?
Es ist ein Fleischfresser, der vor allem kleine Nagetiere jagt, aber auch größere Beute wie Kaninchen angreifen kann. Sein sehr schneller Stoffwechsel zwingt es, sich ununterbrochen zu ernähren.
Ist das Hermelin gefährlich?
Nicht für den Menschen: Es ist viel zu klein und scheu. Es ist jedoch ein sehr wirksamer Räuber kleiner Tiere, so sehr, dass es dort, wo es außerhalb seines natürlichen Verbreitungsgebiets eingeführt wurde, schwere Schäden an der heimischen Tierwelt verursacht hat.

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