Säugetiere

Indischer Riesenflughund

Pteropus medius

Eine der größten Fledertiere der Welt: Der Indische Riesenflughund ist ein fruchtfressender Flughund Südasiens, mit über einem Meter Flügelspannweite und einem Fuchsgesicht.

Eigenschaften

Wissenschaftlicher NamePteropus medius
Gewicht≈ 0,6–1,6 kg
GrößeGroß, Flügelspannweite über 1,2 m
Energie3/5

Charakter

Nachtaktiv, koloniebildend, fruchtfressend, scheu

Ernährung

Fruchtfresser: reife Früchte (Mangos, Bananen), Nektar

Ein Flughund so groß wie ein Fuchs

Der Indische Riesenflughund ist eines der größten Fledertiere der Welt: Der Körper misst etwa 30 cm und die Flügelspannweite kann 1,2 Meter überschreiten. Die langgestreckte Schnauze, die großen Augen und die spitzen Ohren geben ihm das Aussehen eines kleinen Fuchses, daher der Name. Das Fell ist rotbraun, am Bauch heller. Anders als insektenfressende Fledermäuse nutzt er keine Echoortung: Er verlässt sich auf Sehen und Riechen, beide sehr gut entwickelt.

Lebensraum und Verbreitung

Er kommt auf dem indischen Subkontinent vor, in Indien, Pakistan, Bangladesch, Nepal, Sri Lanka und Myanmar. Er lebt in mitunter sehr großen Kolonien, den „Schlafbäumen", auf großen Bäumen nahe Dörfern, Feldern und Teichen, wo tagsüber Hunderte Tiere kopfüber an den Ästen hängen.

Verhalten und Ernährung

Er ist nachtaktiv: In der Dämmerung verlässt er den Schlafbaum, um sich von reifen Früchten wie Mangos und Bananen sowie von Nektar zu ernähren. Dabei spielt er eine wertvolle ökologische Rolle, indem er Blüten bestäubt und Samen über weite Strecken verbreitet. Von Obstbauern wird er mitunter als Schädling gesehen, doch der Nutzen der Bestäubung überwiegt meist die Ernteschäden.

Wissenswertes

Wie andere große Flughunde kann er bestimmte Viren beherbergen und übertragen, was ihn zum Gegenstand gesundheitlicher Forschung macht. Trotz seiner imposanten Größe ist er ein scheues, rein pflanzenfressendes Tier, dem Menschen gegenüber nicht aggressiv.

Schutz

Die Art ist in ihrem Verbreitungsgebiet häufig und weit verbreitet und gilt nicht als bedroht. Die Hauptbelastungen sind örtlich die Verfolgung durch Landwirte und der Verlust großer Schlafbäume.

Vorteile

  • Eines der größten Fledertiere der Welt
  • Wertvoller Bestäuber und Samenverbreiter
  • Häufig und weit verbreitet im Verbreitungsgebiet

Nachteile

  • Beschädigt mitunter Obstgärten
  • Kann Viren beherbergen: von gesundheitlichem Interesse
  • Auf große Schlafbäume angewiesen

Häufige Fragen

Nutzt er Echoortung?
Nein. Anders als insektenfressende Fledermäuse orientiert er sich mit Sehen und Riechen, beide gut entwickelt, um reife Früchte zu finden.
Ist er für den Menschen gefährlich?
Er ist ein scheues, pflanzenfressendes Tier, nicht aggressiv. Wie andere große Flughunde kann er jedoch Viren beherbergen und sollte nicht angefasst werden.
Warum ist er nützlich für die Umwelt?
Indem er sich von Früchten und Nektar ernährt, bestäubt er Blüten und verbreitet Samen über weite Strecken, was der Waldregeneration hilft.
Wo lebt er?
Auf dem indischen Subkontinent, in großen Kolonien auf großen Bäumen nahe Dörfern und Feldern, wo er tagsüber kopfüber hängt.

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