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Kea
Nestor notabilis
Der einzige alpine Papagei der Welt lebt zwischen den verschneiten Bergen Neuseelands und ist berühmt für eine fast affenähnliche Intelligenz und Neugier.
Eigenschaften
Charakter
Äußerst intelligent, neugierig, kühn und verspielt. Er erkundet und handhabt Gegenstände; er löst komplexe Probleme und kooperiert, mit kognitiven Fähigkeiten, die den Menschenaffen vergleichbar sind.
Ernährung
Opportunistischer Allesfresser: Wurzeln, Blätter, Triebe, Beeren, Nektar, Insekten und Aas.
Ein Papagei im Schnee
Der Kea ist ein Sonderfall in der Papageienwelt: Er ist die einzige Art, die dauerhaft im alpinen Lebensraum lebt, zwischen den Bergen und Gletschern der Südinsel Neuseelands. Auf den ersten Blick wirkt sein Gefieder mattgrün, fast getarnt zwischen den Felsen, doch wenn er die Flügel ausbreitet, zeigt er ein überraschend leuchtendes Orange unter den Federn. Er hat einen kräftigen, gebogenen Schnabel, geeignet zum Graben und zum Handhaben verschiedenster Gegenstände.
Eine außergewöhnliche Intelligenz
Der Kea gilt als einer der intelligentesten Vögel der Welt, in seinen kognitiven Fähigkeiten den Menschenaffen vergleichbar. Er kann komplexe Probleme lösen, Werkzeuge benutzen, kooperieren und erlernte Lösungen erinnern. Seine Neugier ist legendär: Er erkundet und zerlegt mit dem Schnabel praktisch alles, was er findet, von der Ausrüstung der Camper bis zu den Dichtungen der Autos. Dieses forschende Verhalten in Verbindung mit seiner Kühnheit brachte ihm den Ruf des „Clowns der Berge" ein.
Ein opportunistischer Allesfresser
Der Kea ernährt sich von einer großen Vielfalt an Nahrung: Wurzeln, Blätter, Triebe, Beeren, Nektar, Insekten und Aas. Diese flexible Kost ist entscheidend, um in einer rauen Bergumgebung zu überleben, wo Nahrung knapp sein kann. Seine Fähigkeit, sich anzupassen und neue Nahrungsquellen zu nutzen, ist Teil seines Erfolgs, bringt ihn aber auch in die Nähe menschlicher Siedlungen.
Ein kompliziertes Verhältnis zum Menschen
Die große Intelligenz und Neugier des Kea machen ihn faszinierend, aber auch zur Quelle von Konflikten. Seine Gewohnheit, Gegenstände zu beschädigen, und früher der falsche Ruf, Vieh anzugreifen, führten lange zu seiner Verfolgung. Heute ist er geschützt, bleibt aber verletzlich.
Schutz
Der Kea ist als gefährdete Art eingestuft. Seine Bestände sind durch die historische Jagd, eingeführte Räuber, die seine Nester plündern, Unfälle und versehentliche Vergiftung drastisch zurückgegangen. Sein Schutz erfordert die Bewahrung der Berglebensräume und die Kontrolle eingeführter Räuber sowie ein bedachteres Zusammenleben mit diesem außergewöhnlichen und intelligenten Vogel.



