Säugetiere

Narwal

Monodon monoceros

Das Einhorn der Meere genannt, wegen seines langen spiralförmigen Stoßzahns, ist der Narwal ein geheimnisvoller Wal der eisigen arktischen Meere, von alten Legenden umwoben.

Eigenschaften

Wissenschaftlicher NameMonodon monoceros
Gewicht800-1.600 kg
Lebensdauer40-50 anni
GrößeSehr groß
Energie3/5

Charakter

Sozial und wandernd, lebt in Gruppen zwischen dem arktischen Eis. Höchst geschickter Taucher; er nutzt die Echoortung, um sich zu orientieren und in den dunklen Gewässern zu jagen.

Ernährung

Fleischfresser: Fische, Tintenfische und Garnelen, mit tiefen Tauchgängen am Meeresgrund gesucht.

Das Einhorn der Meere

Der Narwal ist einer der außergewöhnlichsten und geheimnisvollsten Wale des Planeten, berühmt für den langen spiralförmigen Stoßzahn, der aus dem Kopf der Männchen ragt und ihm den Beinamen „Einhorn der Meere" einbrachte. Es ist ein mittelgroßer Meeressäuger mit gedrungenem Körper und ohne Rückenflosse, von grau-weiß gesprenkelter Färbung, die mit dem Alter heller wird. Er lebt ausschließlich in den kalten arktischen Meeren, zwischen dem Eis Grönlands, Kanadas und Russlands.

Das Geheimnis des Stoßzahns

Der berühmte Stoßzahn des Narwals ist kein Horn, sondern ein Zahn: ein enorm verlängerter linker Eckzahn, der, statt im Maul zu bleiben, durch die Lippe wächst und sich spiralförmig nach vorn entwickelt, bis er zwei oder drei Meter Länge überschreitet. In der Regel besitzen ihn nur die Männchen. Seine Funktion war lange umstritten: Heute nimmt man an, dass er vor allem ein Sinnesorgan ist, reich an Nervenenden, und ein Merkmal für die Balz und Rangkämpfe zwischen Männchen, die mitunter ihre Stoßzähne kreuzen.

Ein Jäger der arktischen Tiefen

Der Narwal ist ein höchst geschickter Taucher, der in beträchtliche Tiefen abtauchen kann, zu den größten aller Meeressäuger zählend, um am Grund Nahrung zu suchen. Er ernährt sich von Fischen, Tintenfischen und Garnelen. Im Winter lebt er zwischen dem treibenden Eis, wo er Lücken zum Atmen findet, in einer extremen Umgebung, die nur ganz wenige Arten zu nutzen vermögen.

Eine soziale Art

Narwale leben in Gruppen, die bei den jahreszeitlichen Wanderungen große Ausmaße erreichen können. Sie verständigen sich mit einer Vielfalt von Lauten und nutzen, wie andere Wale, die Echoortung, um sich zu orientieren und in den dunklen, eisbedeckten Gewässern zu jagen.

Schutz

Der Narwal ist als nicht gefährdet eingestuft, gilt aber als besonders anfällig für den Klimawandel: Er hängt eng vom arktischen Meereis ab, das rasch schwindet. Auch die Lärmverschmutzung der Ozeane, der zunehmende Schiffsverkehr in der Arktis und die Jagd in manchen Regionen stellen Bedrohungen für diese faszinierende Polarart dar.

Häufige Fragen

Ist der Stoßzahn des Narwals ein Horn?
Nein, es ist ein Zahn: ein enorm verlängerter linker Eckzahn, der durch die Lippe wächst und sich spiralförmig nach vorn entwickelt, bis er zwei oder drei Meter überschreitet. In der Regel besitzen ihn nur die Männchen.
Wozu dient der Stoßzahn des Narwals?
Seine Funktion war lange umstritten. Heute nimmt man an, dass er vor allem ein Sinnesorgan ist, reich an Nervenenden, und ein Merkmal für die Balz und Rangkämpfe zwischen Männchen, die mitunter ihre Stoßzähne kreuzen.
Wo lebt der Narwal?
Ausschließlich in den kalten arktischen Meeren, zwischen dem Eis Grönlands, Kanadas und Russlands. Er ist einer der wenigen Wale, die perfekt daran angepasst sind, ganzjährig in dieser extremen Umgebung zwischen dem treibenden Eis zu leben.
Ist der Narwal durch den Klimawandel bedroht?
Ja. Obwohl als nicht gefährdet eingestuft, gilt er als besonders anfällig: Er hängt eng vom arktischen Meereis ab, das rasch schwindet. Auch Lärmverschmutzung und Schiffsverkehr in der Arktis bedrohen ihn.

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