Säugetiere

Braunbrustigel

Erinaceus europaeus

Klein und mit Stacheln bewehrt, ist der Igel ein unermüdlicher nächtlicher Insektenjäger und einer der wertvollsten Verbündeten des Gärtners.

Eigenschaften

Wissenschaftlicher NameErinaceus europaeus
Gewicht0,6-1,2 kg
Lebensdauer2-5 anni
GrößeKlein
Energie3/5

Charakter

Einzelgängerisch, nachtaktiv und scheu. Nicht aggressiv: einer Bedrohung begegnet er, indem er sich zu einer von Stacheln geschützten Kugel zusammenrollt, statt zu fliehen oder anzugreifen.

Ernährung

Insektenfresser: Käfer, Regenwürmer, Schnecken, Nacktschnecken und andere Wirbellose, gelegentlich Eier, kleine Wirbeltiere und Obst.

Ein gepanzerter Insektenfresser

Der Braunbrustigel gehört zur Familie der Igel (Erinaceidae) und hat mit dem Stachelschwein nichts zu tun, mit dem er oft verwechselt wird: Letzteres ist ein weit größeres Nagetier mit langen, ablösbaren Stacheln. Die Stacheln des Igels dagegen sind kurze, umgewandelte Haare, fest in der Haut verankert, die den Rücken zu Tausenden bedecken. Am Grund jedes Stachels sitzt ein Muskel, der es dem Tier erlaubt, sich bei Gefahr zu einer stacheligen, kaum angreifbaren Kugel zusammenzurollen.

Die Schnauze ist spitz, die Beine kurz, das Sehvermögen bescheiden, doch Geruch und Gehör sind ausgezeichnet und auf ein nächtliches Leben abgestimmt.

Wo er lebt

In weiten Teilen West- und Mitteleuropas verbreitet, bevorzugt der Igel Waldränder, Hecken, Wiesen und — zunehmend — Gärten und Stadtparks. Er braucht trockene Unterschlüpfe, um sein Nest aus Blättern und Gras zu bauen: Holzstapel, dichte Sträucher und Laubhaufen sind für ihn ideale Verstecke. Deshalb bringen ihn übertrieben aufgeräumte Gärten ohne wilde Ecken in Bedrängnis.

Was er frisst

Der Igel ist ein gefräßiger Insektenfresser. Seine Nahrung umfasst Käfer, Regenwürmer, Schnecken, Nacktschnecken und andere Wirbellose, gelegentlich ergänzt durch Eier, kleine Wirbeltiere und Fallobst. Dieser Appetit macht ihn zu einem wertvollen natürlichen Regulierer von Gartenschädlingen, weshalb Gärtner ihn gern willkommen heißen.

Der Winterschlaf

Mit der Kälte fällt der Igel in einen echten Winterschlaf, als eines der wenigen europäischen Säugetiere, die dies wirklich tun. Herzschlag und Atmung verlangsamen sich drastisch, und die Körpertemperatur sinkt fast auf die der Umgebung. Um diese Phase zu überstehen, muss das Tier im Herbst ausreichende Fettreserven anlegen: Ein zu leichter Igel überlebt den Winter selten.

Schutz

Einst überaus häufig, gilt der Igel heute als potenziell gefährdet, und in vielen Regionen gehen die Bestände zurück. Hauptursachen sind der Straßenverkehr, das Verschwinden der Hecken, der Einsatz von Pestiziden, die seine Beute verringern, sowie gefährliche Netze und Produkte in Gärten. Durchgänge zwischen Gärten offen zu lassen, Gifte zu meiden und wilde Ecken zu erhalten sind einfache Maßnahmen, die sein Überleben fördern.

Häufige Fragen

Sind Igel und Stachelschwein dasselbe Tier?
Nein. Der Igel ist ein kleiner Insektenfresser mit kurzen, festen Stacheln, während das Stachelschwein ein großes Nagetier mit langen, ablösbaren Stacheln ist. Es sind völlig verschiedene Arten, die nur wegen der Stacheln verwechselt werden.
Was frisst der Igel?
Er ist ein Insektenfresser und ernährt sich vor allem von Käfern, Regenwürmern, Schnecken und Nacktschnecken. Das macht ihn zum Verbündeten des Gärtners, denn er hält viele Schädlinge des Gemüsebeets in Schach.
Hält der Igel Winterschlaf?
Ja, er ist eines der wenigen europäischen Säugetiere, die in echten Winterschlaf fallen. Im Winter drosselt er seinen Stoffwechsel und senkt seine Körpertemperatur; zum Überleben muss er im Herbst genügend Fettreserven anlegen.
Wie kann ich Igeln im Garten helfen?
Lassen Sie kleine Durchgänge in Zäunen, damit sie wandern können, verzichten Sie auf Pestizide und Schneckengift, erhalten Sie wilde Ecken mit Laub und Holzstapeln und seien Sie vorsichtig mit Freischneidern und Netzen.

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