Säugetiere

Philippinen-Koboldmaki

Carlito syrichta

Mit riesigen Augen und hypnotischem Blick ist der Philippinen-Koboldmaki einer der kleinsten Primaten der Welt, ein winziger nächtlicher Jäger, der zwischen den Ästen des Waldes springt.

Eigenschaften

Wissenschaftlicher NameCarlito syrichta
Gewicht80–160 g
GrößeSehr klein: Körper 9-16 cm, plus der lange Schwanz
Energie3/5

Charakter

Nachtaktiv, einzelgängerisch, scheu

Ernährung

Insektenfresser: Insekten und kleine Wirbeltiere

Der Primat mit den Riesenaugen

Der Philippinen-Koboldmaki ist einer der kleinsten Primaten des Planeten, ein Tier von zartem, fast märchenhaftem Aussehen. Sein auffälligstes Merkmal sind seine Augen: riesig und rund, unverhältnismäßig groß im Vergleich zum winzigen Körper, so sehr, dass jedes Auge ungefähr so groß ist wie sein Gehirn. Er hat ein weiches, bräunlich-graues Fell, dünne bewegliche Ohren, lange Finger mit verbreiterten Kuppen zum Greifen und einen langen, fast unbehaarten Schwanz. Seine Hinterbeine mit besonders verlängerten Fußwurzeln erlauben ihm außergewöhnliche Sprünge von einem Ast zum anderen.

Lebensraum und Verbreitung

Er ist auf den Philippinen endemisch, wo er vor allem auf den Inseln Bohol, Samar und Leyte im Südosten des Archipels lebt. Er bewohnt dichte tropische Wälder, Sekundärvegetation und bewaldete Gebiete, wo er Schutz und Nahrung findet. Den Tag verbringt er versteckt in der dichten Vegetation, an Äste geklammert, und wird mit Einbruch der Nacht aktiv.

Verhalten

Der Koboldmaki ist ein nachtaktiver, insektenfressender Jäger: Er ernährt sich vor allem von Insekten, die er mit sehr schnellen Bewegungen fängt, kann aber auch kleine Wirbeltiere erbeuten. Seine Riesenaugen, die sich nicht in der Augenhöhle drehen können, werden durch eine außergewöhnliche Fähigkeit ausgeglichen, den Kopf um fast 180 Grad in beide Richtungen zu drehen, wie Eulen. Es ist ein einzelgängerisches, scheues Tier, das mit hohen Rufen kommuniziert, von denen einige im für Menschen unhörbaren Ultraschallbereich liegen.

Wissenswertes und Schutz

Der Philippinen-Koboldmaki ist sehr empfindlich gegenüber Stress: In Gefangenschaft kann er enorm leiden, weshalb Experten davon abraten, ihn als Haustier zu halten. Er wird als potenziell gefährdete Art eingestuft, vor allem wegen der Zerstörung seines Waldlebensraums und der illegalen Fänge. Der Schutz der philippinischen Wälder ist für sein Überleben von grundlegender Bedeutung.

Vorteile

  • Einer der kleinsten Primaten der Welt
  • Riesige Augen und unverwechselbarer Blick
  • Außergewöhnliche Sprünge zwischen den Ästen
  • Wertvoller Regulator von Insekten

Nachteile

  • Potenziell gefährdete Art
  • Äußerst stressempfindlich, für Gefangenschaft ungeeignet
  • Durch Waldzerstörung bedroht

Häufige Fragen

Warum hat der Koboldmaki so große Augen?
Seine riesigen Augen sind eine Anpassung an das nächtliche Leben: Sie sammeln möglichst viel Licht, um im Dunkeln beim Jagen zu sehen. Sie sind so groß, dass jedes Auge ungefähr die Größe seines Gehirns hat und sich nicht in der Augenhöhle drehen kann.
Wie schaut er sich um, wenn seine Augen sich nicht bewegen?
Da sich seine Riesenaugen nicht in der Augenhöhle drehen können, gleicht der Koboldmaki dies aus, indem er den Kopf um fast 180 Grad in beide Richtungen dreht, wie es Eulen tun. So kann er seine Umgebung überwachen, ohne den Körper zu bewegen.
Kann man ihn als Haustier halten?
Nein, davon wird dringend abgeraten. Der Philippinen-Koboldmaki ist äußerst stressempfindlich und kann in Gefangenschaft enorm leiden. Er ist zudem eine geschützte, potenziell gefährdete Art, und sein Fang trägt zum Rückgang der wilden Bestände bei.
Wo lebt der Philippinen-Koboldmaki?
Er ist auf den Philippinen endemisch, wo er vor allem auf den Inseln Bohol, Samar und Leyte im Südosten des Archipels lebt. Er bewohnt dichte tropische Wälder und Sekundärvegetation, wo er Schutz und Nahrung findet.

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