Vögel

Pirol

Oriolus oriolus

Der Pirol ist ein Zugvogel, dessen Männchen leuchtend goldgelb mit schwarzen Flügeln glänzen, weit leichter zu hören als in den Baumkronen zu sehen.

Eigenschaften

Wissenschaftlicher NameOriolus oriolus
Gewicht50–80 g
LebensdauerFino a 8 anni
GrößeLänge 22–25 cm, Flügelspannweite 44–47 cm
Energie3/5

Charakter

Scheu, baumbewohnend, mit flötendem Gesang

Ernährung

Insekten, Raupen und reifes Obst im Sommer

Beschreibung

Der Pirol ist einer der farbenprächtigsten Vögel Europas, doch erstaunlich schwer zu entdecken. Das Männchen hat ein leuchtend goldgelbes Gefieder, hervorgehoben durch das Schwarz der Flügel und des Schwanzes und einen rosafarbenen Schnabel. Das Weibchen ist weit unauffälliger, in gelblich-grünen Tönen mit weißlichem, gestreiftem Bauch. Trotz der lebhaften Farben verschmilzt das Männchen gut mit den sonnenbeschienenen Blättern.

Lebensraum und Verbreitung

Er ist ein Zugvogel, der den Sommer in Europa und weiten Teilen Westasiens verbringt und im zentralen und südlichen Afrika überwintert. Er bewohnt lichte Laubwälder, Pappelhaine, Obstgärten und Baumreihen entlang von Gewässern und bleibt fast immer hoch in den Kronen verborgen.

Verhalten

Er verbringt einen Großteil seiner Zeit im Laub, wo er sich vor allem durch seinen Gesang verrät: ein flötender, melodiöser und unverwechselbarer Pfiff, oft als flüssiger, goldener Ruf beschrieben. Er ernährt sich von Insekten, Raupen und im Sommer und Herbst von reifem Obst wie Kirschen und Feigen. Er baut ein hängemattenförmiges Nest, aufgehängt in der Gabelung eines Astes.

Wissenswertes

Sein wissenschaftlicher Name stammt vom lateinischen aurum, "Gold", nach dem Gefieder des Männchens. Der Gesang hat Musiker und Dichter inspiriert: Der Komponist Olivier Messiaen widmete ihm ein Stück seines Vogelkatalogs.

Schutz

Er gilt als nicht gefährdet, ist aber auf reife Wälder und Auenlebensräume angewiesen. Der Verlust dieser Lebensräume und der Einsatz von Pestiziden, die Insekten verringern, können lokale Bestände bedrohen.

(Hinweis: Der von Wikidata angegebene Massewert von 7,3 kg ist offensichtlich falsch: Der Pirol wiegt in Wirklichkeit etwa 50–80 Gramm.)

Vorteile

  • Gefieder des Männchens zu den schönsten Europas zählend
  • Melodiöser, unverwechselbarer Gesang
  • Nützlicher Jäger von Raupen und Insekten

Nachteile

  • Äußerst schwer in den Kronen zu entdecken
  • Auf reife Wälder und Auenlebensräume angewiesen
  • Empfindlich gegenüber Insektenrückgang

Häufige Fragen

Warum ist er so schwer zu sehen?
Trotz seiner lebhaften Farben bleibt der Pirol fast immer hoch in den Baumkronen verborgen, wo das Gelb des Männchens mit den sonnenbeschienenen Blättern verschmilzt. Man bemerkt ihn weit öfter am Gesang als mit den Augen.
Wie unterscheidet man Männchen und Weibchen?
Das Männchen ist leuchtend goldgelb mit schwarzen Flügeln und Schwanz, während das Weibchen weit schlichter ist, in gelblich-grünen Tönen mit hellem, gestreiftem Bauch. Dieser Unterschied hilft, das Weibchen beim Brüten zu tarnen.
Wie klingt sein Gesang?
Es ist ein flötender, melodiöser und flüssiger Pfiff, oft mit einem "goldenen" Ruf verglichen. Er gehört zu den charakteristischsten Klängen europäischer Wälder im Frühling und Sommer.
Wo baut er sein Nest?
Er webt ein hängemattenförmiges Nest aus Pflanzenfasern, aufgehängt in der Gabelung eines hohen, dünnen Astes. Diese Lage schützt es vor vielen bodenbewohnenden Fressfeinden.

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