Foto: Diego Delso · CC BY-SA 4.0
Riesentrappe
Ardeotis kori
Die Riesentrappe ist der schwerste flugfähige Vogel Afrikas – ein langsam schreitender Savannengigant mit spektakulärer Balz.
Eigenschaften
Charakter
Scheu, still und außerhalb der Brutzeit meist einzelgängerisch
Ernährung
Allesfresser: Insekten, kleine Wirbeltiere, Samen, Beeren, Blüten und Aas
Afrikas schwerster Flugvogel
Die Riesentrappe gilt als der schwerste noch flugfähige Vogel Afrikas. Ausgewachsene Männchen wiegen oft weit über zwölf Kilogramm und nähern sich ausnahmsweise zwanzig. Ihr Körper ist massig, der Hals lang, die Beine kräftig; das grau-braune, fein gebänderte Gefieder verschmilzt mit dem trockenen Gras. Ein dunkler Schopf krönt den Kopf, über dem Auge verläuft ein weißes Band. (Hinweis: Der von Wikidata angegebene Massewert von 158 kg ist offensichtlich falsch – keine Trappe erreicht solche Gewichte; Männchen wiegen etwa 7 bis 19 kg.)
Lebensraum und Verbreitung
Sie bewohnt offene Savannen, Grasländer und halbtrockene Ebenen im östlichen und südlichen Afrika, von Kenia bis Südafrika. Sie bevorzugt grasige Flächen mit vereinzelten Büschen, wo sie kilometerweit auf Nahrungssuche schreiten kann, und meidet dichten Wald und zu feuchten Boden.
Verhalten und Nahrung
Die überwiegend am Boden lebende Riesentrappe ist ein Allesfresser: Sie frisst Insekten, kleine Reptilien, Samen, Beeren, Blüten und sogar Aas. Sie geht langsam mit aufrechtem Hals und fliegt nur, wenn es sein muss, mit kräftigen Flügelschlägen. Bei der Balz bläht das Männchen den Hals zu einem großen weißen Ballon auf, legt den Schwanz über den Rücken und stößt tiefe, weithin hörbare Rufe aus.
Wissenswertes
Die Riesentrappe pflegt eine bemerkenswerte Beziehung zu Karminspinten, die sich oft auf ihren Rücken setzen, um die Insekten zu fangen, die der Vogel beim Schreiten aufscheucht. Sie gilt als außerordentlich scheu und zieht sich bei der geringsten Gefahr zu Fuß zurück, im Vertrauen auf ihr tarnendes Gefieder.
Schutz
Die Art wird von der IUCN als potenziell gefährdet eingestuft. Bedroht wird sie durch Lebensraumverlust, Jagd, Vergiftungen und Kollisionen mit Stromleitungen, für die ihre Größe und ihr schwerer Flug sie besonders anfällig machen.
Vorteile
- Schwerster flugfähiger Vogel Afrikas
- Spektakuläre Balz des Männchens
- Natürliche Regulierung von Insekten
Nachteile
- Sehr empfindlich gegenüber menschlichen Störungen
- Anfällig für Kollisionen mit Stromleitungen



