Vögel

Riesentrappe

Ardeotis kori

Die Riesentrappe ist der schwerste flugfähige Vogel Afrikas – ein langsam schreitender Savannengigant mit spektakulärer Balz.

Eigenschaften

Wissenschaftlicher NameArdeotis kori
Gewicht7–19 kg (maschi), 3–7 kg (femmine)
Lebensdauer20–28 anni
GrößeBis 1,2 m hoch, Flügelspannweite 2,3–2,7 m
Energie3/5

Charakter

Scheu, still und außerhalb der Brutzeit meist einzelgängerisch

Ernährung

Allesfresser: Insekten, kleine Wirbeltiere, Samen, Beeren, Blüten und Aas

Afrikas schwerster Flugvogel

Die Riesentrappe gilt als der schwerste noch flugfähige Vogel Afrikas. Ausgewachsene Männchen wiegen oft weit über zwölf Kilogramm und nähern sich ausnahmsweise zwanzig. Ihr Körper ist massig, der Hals lang, die Beine kräftig; das grau-braune, fein gebänderte Gefieder verschmilzt mit dem trockenen Gras. Ein dunkler Schopf krönt den Kopf, über dem Auge verläuft ein weißes Band. (Hinweis: Der von Wikidata angegebene Massewert von 158 kg ist offensichtlich falsch – keine Trappe erreicht solche Gewichte; Männchen wiegen etwa 7 bis 19 kg.)

Lebensraum und Verbreitung

Sie bewohnt offene Savannen, Grasländer und halbtrockene Ebenen im östlichen und südlichen Afrika, von Kenia bis Südafrika. Sie bevorzugt grasige Flächen mit vereinzelten Büschen, wo sie kilometerweit auf Nahrungssuche schreiten kann, und meidet dichten Wald und zu feuchten Boden.

Verhalten und Nahrung

Die überwiegend am Boden lebende Riesentrappe ist ein Allesfresser: Sie frisst Insekten, kleine Reptilien, Samen, Beeren, Blüten und sogar Aas. Sie geht langsam mit aufrechtem Hals und fliegt nur, wenn es sein muss, mit kräftigen Flügelschlägen. Bei der Balz bläht das Männchen den Hals zu einem großen weißen Ballon auf, legt den Schwanz über den Rücken und stößt tiefe, weithin hörbare Rufe aus.

Wissenswertes

Die Riesentrappe pflegt eine bemerkenswerte Beziehung zu Karminspinten, die sich oft auf ihren Rücken setzen, um die Insekten zu fangen, die der Vogel beim Schreiten aufscheucht. Sie gilt als außerordentlich scheu und zieht sich bei der geringsten Gefahr zu Fuß zurück, im Vertrauen auf ihr tarnendes Gefieder.

Schutz

Die Art wird von der IUCN als potenziell gefährdet eingestuft. Bedroht wird sie durch Lebensraumverlust, Jagd, Vergiftungen und Kollisionen mit Stromleitungen, für die ihre Größe und ihr schwerer Flug sie besonders anfällig machen.

Vorteile

  • Schwerster flugfähiger Vogel Afrikas
  • Spektakuläre Balz des Männchens
  • Natürliche Regulierung von Insekten

Nachteile

  • Sehr empfindlich gegenüber menschlichen Störungen
  • Anfällig für Kollisionen mit Stromleitungen

Häufige Fragen

Wie schwer ist eine Riesentrappe wirklich?
Ausgewachsene Männchen wiegen meist zwischen 7 und 19 kg, seltene Vögel nähern sich 20 kg. Weibchen sind mit 3 bis 7 kg deutlich leichter.
Kann die Riesentrappe fliegen?
Ja, aber ungern. Sie bewegt sich lieber zu Fuß und hebt nur bei echter Bedrohung ab, mit kräftigen, niedrigen Flügelschlägen.
Wo lebt sie?
In den offenen Savannen und Grasländern des östlichen und südlichen Afrikas, von Kenia bis Südafrika, wobei sie Wälder und zu feuchte Gebiete meidet.
Ist sie gefährdet?
Sie gilt als potenziell gefährdet. Die Hauptbedrohungen sind Lebensraumverlust, Jagd und Kollisionen mit Stromleitungen.

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