Reptilien

Satanischer Blattschwanzgecko

Uroplatus phantasticus

Der Satanische Blattschwanzgecko ist ein winziges Reptil Madagaskars, das ein totes Blatt perfekt nachahmt — ein außergewöhnlicher Meister der Tarnung.

Eigenschaften

Wissenschaftlicher NameUroplatus phantasticus
GrößeKleiner Gecko, meist unter 10–16 cm samt Schwanz
Energie2/5

Charakter

Nachtaktiv, reglos und getarnt; völlig harmlos.

Ernährung

Insektenfresser: kleine Insekten und nachtaktive Wirbellose.

Ein als welkes Blatt getarnter Gecko

Der Satanische Blattschwanzgecko (Uroplatus phantasticus) ist ein kleiner, auf Madagaskar endemischer Gecko und der körperlich kleinste der Gattung Uroplatus. Seine Tarnung gehört zu den perfektesten im Tierreich: Der braune Körper, geädert und gefleckt, ahmt die Blattrippen und Makel eines welken Blattes nach, ergänzt durch einen flachen, gezackten Schwanz, der genau wie ein vertrocknetes, angeknabbertes Blatt aussieht. Über den Augen trägt er kleine spitze Fortsätze, die an Hörner erinnern — daher der Name „satanisch".

Lebensraum und Verbreitung

Er lebt in den Regenwäldern im Osten Madagaskars, im Unterholz. Den Tag verbringt er reglos, an einen Zweig geklammert oder zwischen welkem Laub hängend, für Fressfeinde wie Beute praktisch unsichtbar.

Verhalten und Nahrung

Er ist nachtaktiv und ein Insektenfresser: Nachts verlässt er sein Versteck, um kleine Insekten und andere Wirbellose zu jagen. Wird er entdeckt, kann er sein leuchtend rotes Maul aufreißen oder wie ein Blatt im Wind schwanken, um die Täuschung zu verstärken. Tagsüber bleibt er perfekt getarnt.

Wussten Sie schon?

Trotz seines unheimlichen Aussehens und Namens ist er völlig harmlos. Seine „Hörner" und der blattförmige Schwanz dienen nur der Tarnung. Die Perfektion seines Mimikry macht ihn zu einer der meistfotografierten und begehrtesten Arten unter Reptilienliebhabern.

Schutz

Die IUCN führt ihn als nicht gefährdet (Least Concern), doch er ist völlig auf die Wälder Madagaskars angewiesen. Entwaldung und Fang für den Exotenhandel sind Belastungen, die es zu beobachten gilt; Nachzuchten sind die bessere Wahl.

Vorteile

  • Tarnung unter den perfektesten der Natur
  • Trotz Aussehens völlig harmlos
  • Klein und faszinierend zu beobachten

Nachteile

  • Völlig auf Madagaskars Wälder angewiesen
  • Für den Handel gefangen: Nachzuchten bevorzugen
  • Empfindlich, braucht Feuchtigkeit und besondere Pflege

Häufige Fragen

Warum heißt er satanisch?
Wegen der kleinen spitzen Fortsätze über den Augen, die an Hörner erinnern, und seines unheimlichen Aussehens. Tatsächlich ist er völlig harmlos — diese Merkmale dienen nur der Tarnung.
Wie tarnt er sich so gut?
Sein Körper und vor allem der flache, gezackte Schwanz ahmen ein welkes Blatt perfekt nach, mit Adern, Flecken und angeknabberten Rändern. Reglos zwischen dem Laub wird er praktisch unsichtbar.
Ist er giftig?
Nein, für den Menschen ist er völlig harmlos. Seine einzige Verteidigung ist die Tarnung und, wenn entdeckt, das Aufreißen des grell gefärbten Mauls, um Fressfeinde zu erschrecken.

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