Foto: Wilfried Berns · CC BY-SA 2.0 de
Schrecklicher Pfeilgiftfrosch
Phyllobates terribilis
Klein und in leuchtendem Gelb, gehört der Schreckliche Pfeilgiftfrosch zu den giftigsten Tieren des Planeten: seine Farbe ist eine Warnung, keine Einladung.
Eigenschaften
Charakter
Tagaktiv, sicher dank chemischer Verteidigung
Ernährung
Insektenfresser: Ameisen, Termiten, kleine Käfer
Ein kleines, tödliches Juwel
Der Schreckliche Pfeilgiftfrosch ist eine kleine, grell gefärbte Amphibie von nur wenigen Zentimetern Länge, gilt aber als eines der giftigsten Tiere des Planeten. Sein Körper, von einem intensiven und gleichmäßigen Gelb, Orange oder Grün, bleibt gewiss nicht unbemerkt: Er ist ein klassisches Beispiel für aposematische Färbung, ein Signal, das Fressfeinde vor Gefahr warnt. Die Haut sondert nämlich ein starkes Gift ab, das Batrachotoxin, das schon in winzigen Mengen tödlich sein kann. Die leuchtende Farbe ist, weit davon entfernt Schmuck zu sein, eine klare 'Nicht anfassen'-Botschaft.
Lebensraum und Verbreitung
Dieser Frosch lebt in einem sehr begrenzten Gebiet des pazifischen Regenwaldes im Südwesten Kolumbiens. Er bevorzugt warme, feuchte und laubstreureiche Umgebungen auf dem Waldboden, wo er sich tagsüber mit überraschender Sicherheit bewegt, stark durch seine chemische Verteidigung. Sein begrenztes Verbreitungsgebiet macht ihn besonders anfällig für Veränderungen seiner Umwelt.
Verhalten und Gift
Anders als viele scheue, nachtaktive Amphibien ist der goldene Frosch tagaktiv und scheut sich nicht, sich zu zeigen. Er ernährt sich von kleinen Wirbellosen wie Ameisen, Termiten und Käfern. Man nimmt an, dass das Gift nicht direkt vom Frosch erzeugt wird, sondern aus seiner Nahrung aus wilden Insekten stammt: In Gefangenschaft, mit anderer Beute gefüttert, verliert der Frosch nach und nach seine Gefährlichkeit. Die Weibchen legen ihre Eier auf den feuchten Boden, und die Männchen tragen die frisch geschlüpften Kaulquappen zu kleinen Wasseransammlungen.
Ein vom Menschen genutztes Gift
Schon der Name dieses Frosches erinnert an seine traditionelle Nutzung: Einige indigene Völker Kolumbiens haben sein starkes Sekret historisch genutzt, um die Spitzen von Jagdpfeilen und -pfeilchen zu vergiften. Von dieser Nutzung leitet sich der gebräuchliche Name 'Pfeilgiftfrosch' für ihn und seine Verwandten ab.
Schutz
Der Schreckliche Pfeilgiftfrosch wird als gefährdete Art eingestuft. Sein kleines Verbreitungsgebiet setzt ihn der Lebensraumzerstörung durch Abholzung und die Ausweitung menschlicher Aktivitäten sowie dem Fang aus. Die Reste des Regenwaldes, in dem er lebt, zu schützen ist für das Überleben dieser kleinen, prächtigen und gefährlichen Amphibie unerlässlich.
Vorteile
- Prächtige, unverwechselbare Farben
- Tagaktiv und gut zu beobachten
- Ein faszinierendes Beispiel chemischer Verteidigung in der Natur
Nachteile
- In der Natur extrem giftig
- Begrenztes Verbreitungsgebiet und gefährdete Art
- Kein Tier, das man leichtfertig anfassen oder halten sollte



